Wieso war der Bildungsstand vor 200 Jahre höher als heute?

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9 Antworten

Die Menschen damals hatten eine andere Bildung: Geisteswissenschaften, Religion, evtl. noch Geschichte.

Wir zählen heute zur Bildung die Naturwissenschaften, gewisse technische Kenntnisse, einiges an Medizin und Staatskunde.

Ich finde, wir sind heute besser gebildet, früher war man sehr einseitig.

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Kommentar von OlliBjoern
25.03.2016, 00:46

Ich würde nur gerne etwas ergänzen. Ich bin selber Naturwissenschaftler (und habe viele Jahre meines Lebens mit Mathematik, Chemie, Physik usw. verbracht, was auch gut war).

Ich finde jedoch, dass man auch die Geisteswissenschaften nicht vernachlässigen sollte. Ich bin davon überzeugt, dass Deutschland gute Geisteswissenschaftler braucht. Und auch das gehört zur Bildung, und sollte nicht davon ausgenommen werden.

Man kann ja nicht sagen, dass Geisteswissenschaften ohne Naturwissenschaften "einseitig" war, und Naturwissenschaften ohne Geisteswissenschaften "nicht einseitig". Beides wäre einseitig.

Auch vor 200 Jahren hat man sich schon mit Naturwissenschaften beschäftigt. Da bin ich gerne mit Informationen dienlich. :) 

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Dafür müsste man einmal festlegen was "Bildung" eingentlich ist und ab wann ein Mensch mehr oder weniger "gebildet" ist als ein anderer.

Ich kann diese These nicht bestätigen, es gab immer schon mal mehr mal weniger "gebildete" Menschen, unabhängig von der Zeit in der sie lebten.

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Die entscheidende Frage (für deine Frage) ist: Was genau ist Bildung?

Vor 200 Jahren... hm... Goethe wäre da wohl ein Parade-Exemplar.

Er konnte seinen Fernseher nicht einschalten. Nicht mal ohne Fernbedienung. Und wenn er auf einen einfachen Lichtschalter drückte, passierte nichts. Die SMS, die Goethe verschickt hat, findest du heute in keinem Buch.

Hm...

Die Welt heute ist so komplex, wie nie zuvor. Alleine um mit dem alltäglichen Standard klar zu kommen, wird viel Hirn beansprucht.

Hirn, das vielleicht für andere Dinge fehlt.

Kinder und Jugendliche werden von Schule und Medien völlig zugedröhnt.

Früher gab es Langeweile, die zu Neugier führte. Und der Lust, sich für irgend etwas zu interessieren. Dinge zu erforschen.

Heute haben viele Kids keine Zeit mehr für Langeweile und Neugier. Und deshalb auch kaum noch Interesse daran, sich für irgendwas zu interessieren.

Auch weil man sie in Schulen dazu zwingt, sich mit den Ergüssen von Goethe (hm... ich finde ihn eigentlich echt genial) und vielen anderen Typen zu beschäftigen, die vor 200 Jahren noch keine "Pflichtlektüre" waren.

Sondern bestenfalls "neu" und "spannend".

Die Wissenskonserven stauen sich auf.

Goethes "Faust" konnte sich leisten, praktisch ALLES, was es damals gab zu studieren. Versuche das heute mal...

Wer heute was drauf hat, weiß sicher sehr, sehr viel, das Goethe nicht wusste.

Aber eben auch vieles nicht, das noch Platz in Goethes Hirn hatte.

Wenn du jetzt Bildung (völlig zu unrecht) als Goethes Weisheit definierst, hast du keine Chance gegen ihn.

Wenn du jetzt Bildung (genauso zu unrecht) als DEINE Weisheit definierst, hätte Goethe keine Chance gegen dich.

Aber Bildung meint sowieso etwas ganz anderes...

Liebe Grüße,

Tanja

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Wer behauptet das denn? Das Wissen von vor 200 Jahren war viel geringer als unser heutiges Wissen.

Es ist vermutlich länger her als 200 Jahre, aber nicht viel, da gab es eine Zeit, wo ein hochgebildeter Gelehrter alles wissen konnte, was es an Wissen gab.

Heute ist das nicht mehr möglich.

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Die Bildung war im Verhältnis zu dem zur Verfügung stehenden Wissen größer. Es gab Universalgelehrte, die über das gesammte Wissen der damaligen Zeit verfügten. Dies ist heute unvorstellbar, weil das Wissen sich stark vergrößert hat.

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Hatten sie nicht, wie auch. Sie verfügten nur über ein Bruchteil des Wissens welches uns heute zur Verfügung steht. 

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Das fragst du beim heutigen Fernsehprogramm?

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Wie kommst du denn zu der These?  Ich kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich so ist. 

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