Wie kommt es dazu das man in eine psychiatrische Einrichtung kommt?

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8 Antworten

Da gibt es ganz unterschiedliche Gründe. In der Regel kommt es dazu wenn man sich selbst oder andere gefährdet, z.B wenn man Suizidabsichten äußert. Persönliche Krisen sprich Nervenzusammenbruch kann auch ein Grund sein. Manchmal kann man dort schneller hin kommen als man denkt.  Es da das sogenannte PsychKG was genaue Vorgaben über die Zwangseinweisung vorgibt. Dennoch kann es von Region zu Region  noch zu spezifische Unterschiede geben. In meiner Region z.B kann jemand vom Ordnungamt einweisen. Jede Stadt hat da eine Abteilung mit 24 Stunden Rufbereitschaft. Natürlich kann ein Arzt eine Einweisung verordnen. Ist man eingewiesen entscheidet dann der persönliche Zustand den weiteren Verlauf. Oft ist auch ein Amtsrichter mit einbezogen der von Rechtswegen den weiteren Verlauf nach Rücksprache der Ärzte bestimmen kann. Wie schon geschrieben, so ist der Verkauf in meiner Region.

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Das ist so eine "kommt darauf an"-Sache: wenn man sich freiwillig dort in Behandlung begibt, entscheidet man das selbst (in Absprache mit den Ärzten/Verantwortlichen da - also mit einer Abklärung, ob dort überhaupt eine entsprechende Behandlung stattfinden kann/eine Indikation dafür vorliegt), und wenn man akut selbst- oder fremdgefährdend ist/handelt/dementsprechendes ankündigt, kann es zu einer Unterbringung auch gegen den eigenen Willen kommen. 

Das heißt, man wird durch Polizei und passende medizinische Verantwortliche in die Psychiatrie gebracht, ein entsprechender Antrag zur Unterbringung wird gestellt (der Arzt schreibt dann eine Begründung dazu) - dann entscheidet ein Richter, ob man länger dort bleiben muss oder nicht. (Eine pharmakologische Behandlung kann ebenfalls beantragt werden, natürlich ebenfalls unter Angabe entsprechender Gründe dafür.)

Also: bei Unterbringung gegen den eigenen Willen muss schon deutliche Gefährdung gegeben sein (wie genau das aussieht, ist von Fall zu Fall unterschiedlich), sonst ist's eine Menschenrechtsverletzung.

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Kommentar von Hannah2810
06.01.2016, 04:02

In Filmen und so wird ja immer davon geredet das man dort nicht mehr raus kommt also nicht so leicht denkst du das stimmt oder es wird nur gesagt weil es halt Filme sind ?

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Man kann es entweder selbst entscheiden (davor muss man allerdings schon länger in einer Therapie gewesen sein und der Psychotherapeut muss das "absegnen") oder du wirst dahin geschickt, wenn du als für dich selbst oder für andere als gefährlich eingestuft wirst bzw vorhast, jemanden (also auch wieder sich selbst oder andere) schwer zu verletzen oder es schon getan hast.

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Kommentar von Hannah2810
06.01.2016, 03:39

Also könnte man auch gezwungen werden dort hin zu gehen ?

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Kommentar von Hannah2810
06.01.2016, 04:06

Oke danke :-)

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Man kann dann "zwangsweise" in eine (geschlossene) psychiatrische Einrichtung eingewiesen werden, wenn man eine Gefahr für seine Umwelt darstellt. Beispiel: Man lebt in einem Altbau mit einem hölzernen Treppenhaus; ständig versucht man, dieses Treppenhaus abzufackeln und gefährdet somit nicht nur sich selbst, sondern auch seine Nachbarn.

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Solange du keine 18 bist können dich die Personen die dein aufenthaltsbestimmingsrecht haben dort einweisen lassen egal ob du es willst oder nicht und man kommt nur mit richtig gutem Grund darein, weil es viele Menschen gibt die einen Platz dort suchen aber man muss nicht vorher schon in einer Therapie gewesen sein.

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Kommentar von Kathyli88
06.01.2016, 04:27

Das überprüft aber ein psychologe ob jemand eingewiesen wird oder nicht. Also privatpersonen wie z.B erziehungsberechtigte können nicht einfach ihre kinder selbst einweisen

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In der regel, wenn die person eine gefahr für sich selbst oder für andere darstellt, oder sich diese person selbst einweist.

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Grundsätzlich gilt, das eine akute Fremd-oder Eigengefährdung bestehen muss, um jemand gegen seinen Willen einweisen zu lassen.

Meist wird diese Entscheidung vom eigenem Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten, Hausarzt oder in schlimmen Fällen (z.B. nach einem überlebten Suizidversuch) von einem Rettungssanitäter.

Man kann diese Entscheidung auch selber treffen und sich freiwillig in eine Psychiatrie einweisen lassen. Dann hat man aber häufig mit langen Wartezeiten zu rechnen. 

Liebe Grüße!

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Kommentar von allesklar7676
06.01.2016, 21:25

Rettungssanitäter können sicherlich niemanden Einweisen. Erstens ist der Rettungssanitäter gar keine Berufsausbildung, wenn dann meinst du den Rettungsassistenten (der hat nämlich ein Staatsexamen) und auch der kann und darf niemanden gegen sein willen in die Klinik  bringen (nicht nur bei psychiatrischen Fällen, auch bei z.B. Herzinfarkt, wenn der Patient nicht ins Krankenhaus will, dann ist das so, alles andere ist Freiheitsentzug und somit strafbar) Einzig und allein ist eine Zwangseinweisung durch die Polizei rechtlich korrekt, oder nach Richterlichen Beschluss. Denn nur die Polizei darf jemanden ,,festhalten" und ein Richter eine  Zwangsunterbringung veranlassen und das auch nur wenn der Patient nicht zurechnungsfähig ist und nicht ,,Herr seiner Sinne" 

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Wenn du eine Gefahr für andere oder dich selbst bist, können dich qualifizierte Leute zwingen ja, da hat dann auch deine Mutter nichts mehr zu melden.

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