Wie kommt es, dass so viele Kinder psychisch auffällig sind?

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11 Antworten

Hallo, ich denke es liegt auch an einer akustischen ( Musik ,mp3-player,Walkman-Handy)und vor allem einer optischen Reizüberflutung (PC - Videogames - TV). Dadurch kommt es zur Überlastung der Reizverarbeitung und dem Körper bleibt nur das "ausblenden" - Lethargie oder "durchdrehen"- abreagieren in allen Formen. Es gibt keine verlässlichen Strukturen wie der Lebensweg aussehen soll und auch wir Eltern sind da oft überfordert antworten zu finden.Auch die permanente Fremdbestimmung führt uns alle-Kinder wie Eltern- in eine Situation in die wir nicht hineinwollen aber die Sachlage führt uns dazu. Mithalten können - keine Schwächen zeigen und auch finanziell immer on Top zu sein. Durch die permanente Ausgrenzung sozial Schwacher kommt es halt zu Entwicklungsstörungen.Es ist teuer ein Kind ein Instrument lernen zu lassen, es ist teuer ein Kind regelmäßig Sport treiben zu lassen und es ist auch teuer gesunde Lebensmittel zu kaufen und gesund zuzubereiten. Die Folge ist falsche Ernährung die möglicherweise psychische Störungen nach sich ziehen, Dauerfernsehen oder Dauercomputerspiele , die auch zu einem Realitätsverlust führen. Man kann heute leider auf viele Fragen der Kinder keine angemessene Frage geben : wie erfülle ich mir meinen Berufswunsch ?. Letztlich sind wir alle gefordert die richtigen Signale zu geben und uns nicht von der Industrie oder von der Politik vorschreiben zu lassen was richtig und falsch ist. Wir müssen versuchen zu uns selbst zu finden und dann stellt sich Glück und Zufriedenheit ein und überträgt sich auch auf die Kinder. Wie ein weiser Mann einmal antwortet auf die frage wie er es schafft glücklich zu sein. Er sagte es ist ganz einfach wenn ich sitze-sitze ich , wenn ich esse-esse ich , wenn ich rede-rede ich... Daraufhin wurde die Frage wiederholt weil man dachte sie wäre falsch erstanden worden und er antwortete wider :wenn ich sitze-sitze ich ... Mir persöhnlich hat das Human Design System viel geholfen meine Kinder zu erkennen und auch mich selbst.

Es kann auch mit der falschen Ernährung zu tun haben. und damit meine ich nicht ausschließlich fast/junkfood, sondern was in ganz normalen lebensmitteln enthalten ist. es gibt vermutungen über lebensmittelunverträglichkeiten bei kindern, die sich nicht in übelkeit oder hautausschlägen äußern. sogenannte "Gehirnallergien". Bei einigen autistischen Kindern hat man festgestellt, dass deren Symptome sich verschlimmerten, wenn sie Kasein und Gluten zu sich genommen haben. Ich bin mir sicher, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten ein Ansatz sind, an dem man forschen sollte.

Das stimmt. Ich habe paar Aufnahmen zum Thema Hyperaktivität gesehen. Es ging um einen Jungen, der extrem hyperaktiv war. Bei dem wurde eine Erdbeerenunverträglichkeit gestellt. Nachdem die Eltern Erdbeerkonfitüre von dem Essplan gestrichen haben, brauchte der Junge keine Medikamente mehr.

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Ich kann mich meinen Vorrednern anschließen und möchte noch etwas hinzufügen.Bezüglich der Vorgebung von Richtlinien hat der antiautoritäre Erziehungsstil der 70er gezeigt das das fehlen von Regeln den Kindern schadet. Die Selbstmordrate bei diesen Kindern war sehr viel höher als bei autoritär erzogenen Kindern. Noch ein Grund ist fehlende "Nestwärme",in der Familie.Wieviele Kinder sind mehr oder weniger sich selbst überlassen. Von den Eltern in ihr Zimmer verbannt.Die erste Stufe von Vernachlässigung, bis hin zu den sich immer mehr häufenden Extremffällen, über die die Medien berichten.

Nur mal eine kleine Anmerkung: Antiautoritäre Erziehung wird und wurde gerne mit Laisser-faire verwechselt. Antiautoritär heißt nicht, dass die Eltern nicht anwesend sind und Grenzen setzen, sie tun es nur in einem humaneren Rahmen und sehen das Kind als vollwertigen, kompetenten Menschen an.

Laisser-faire läßt das Kind alleine, läßt es tun und lassen, was es will ohne Konsequenzen. DAS ist nicht gut, da wird es perspektiv- und orientierungslos.

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@WildeFee

Richtig. Gibt dazu auch ein interressantes Buch:Kindern Grenzen setzen, ich glaub von jens-Uwe Rogge,sollten viele mal lesen

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Unsere Kinder sind besonders auch durch falsche Ernährung gefährdet, Besonders Dosen Getränke , Light Getränke lösen viele Krankheiten aus.

Man sollte sich ausgibiger mit dem Inhaltsstoff von Light Protukten beschäftigen,Aspartam .

mehr darüber hier:

http://www.monteverde-portal.com/12926--loest-aspartam-in-cola-und-pepsi-light-multiple-skler.html

Mit diesen Kindern wird sich zu wenig beschäftigt. Anleitungen und Richtlinien (bitte nicht falsch verstehen) jeglicher Art fehlen zu Hause und in der Schule. Sie haben oft keinen Freiraum mehr für sich, weil sie jeden Tag woanders hingekarrt werden "müssen": Sport, Ballett, Musikunterricht, Tanzen usw. usf. Die Kinder dürfen und können draußen nicht mehr richtig spielen. Auf Rasenflächen um die Wohnblocks herum ist ihnen das Herumtollen untersagt. Das ist doch kein Kinderleben mehr.

Völlig richtig.Ich kenne schon Grundschulkinder, die haben einen Terminkalender u.sind oft auf 4 Wochen!im voraus ausgebucht.Kein Scherz!!

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Hallo. Naja, die kindgerechte Welt sieht halt oft etwas anders aus. Nicht, daß sie keinen Konsum der Medien haben sollten, sondern der Ausgleich sollte beachtet werden, und das ist individuell bei jedem Kind verschieden. Damit müssen sich die Eltern ernsthaft auseinandersetzen. Die virtuelle Welt sollte kein Ersatz für die liebevolle Zuwendung eines Kindess sein. Die Kinder brauchen in der Prägephase die Erfahrung im Umgang mit den Eltern. Und je enger die Beziehung zum Kind ist, je geringer ist die Gefahr, durch die virtuelle Welt angelockt zu werden. Liebe Grüße hermann

zuviel LÄRM, zu viel hirnloser QUATSCH auf Bildschirmen, zu viel menschliche UNORDNUNG (Patchwork-Situation), zuviel vorgelebte GEWALT, zuviel EGOISMUS der Bezugspersonen, zuwenig natürliche AUTORITÄT, zu wenig wirkliches VERSTÄNDNIS, vielleicht auch zu wenig PHANTASIE. Folge: die Kinder reagieren möglicherweise ganz NATÜRLICH mit Unruhe, Verlust an Impulskontrolle, Misstrauen, Egomanie. Das ist jedenfalls mein Versuch, mir Dinge zu erklären, die ich sonst unerklärlich finden würde.

Völlig richtig erklärt, so ist die Realität! Auch die Schnelllebigkeit und zuviel Stress gehört dazu. LG

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In vielen Fällen kümmern sich die Eltern nicht richtig um die Kinder,um ihnen die wahren Werte zu vermitteln die wichtig für das Leben sind.

Ich denke, wir erwarten zu früh zu viel von unseren Kindern. Sie haben keine Zeit mehr, sich zu entwickeln. Und sie haben zu viele Eindrücke durch zu viel Fernsehn und PC. Die Eltern müssten mehr für sie da sein.

Ich habe da eine sehr altmodische Ansicht - vielleicht weil ich tagtäglich in Schulen und Kindergärten die 'Ergebnisse' unserer Erziehung erlebe. M.E. werden Kinder viel zu früh sich selbst/dem Kindergarten überlassen und von der Nähe der Mutter/der Eltern getrennt. Wenn ich sehe, dass Kindergärten schon 1 Jährige aufnehmen (müssen), weil der 'Bedarf' da ist, tut mir das in der Seele weh. Ein Kind braucht in den ersten Lebensjahren vor allem seine Mutter! Eine Mutter sollte doch, bis das Kind in der Schule ist, für das Kind da sein, sein Interesse fürs Lesen durch Geschichtenerzählen und Vorlesen wecken, basteln um Geschick und Phantasie zu wecken, mit dem Kind zusammen die Natur und die Stadt entdecken - und mit viel Liebe und Nähe das Kind zu einem gewaltfreien, offenen Lebewesen erziehen; besonders, wo oft die Grosseltern, die viel von diesen 'Aufgaben' früher übernahmen, oft nicht mehr verfügbar sind. Schön - das ist eine so grosse Aufgabe, dass die Mutter keine Zeit mehr hat, einem Vollzeitberuf nachzugehen - aber dass sollte einem doch bewusst sein, wenn man ein Kind bekommen will.

Völlig meine Meinung.Als wir uns für Kinder entschieden,war von Anfang an klar das ich zu Hause bleibe u.die Kinder großziehe.Das ist jetzt 20 Jahre her u. ich habe es nie bereut.Wir haben 4 Kinder im Alter von 20-7 Jahren.Natürlich haben auch wir unsere Problemchen, das ist glaub ich ganz normal.Und sicher haben wir in den Jahren manches Opfer bringen u.auf vieles verzichten müssen,aber ich bereue nichts.Ich bin der Meinung Kinder brauchen eine Bezugsperson (keine fremden Menschen),wenn sie aus der Schule nach Hause kommen.Ich weiß wovon ich rede, meine Eltern waren selbstständig,den ganzen Tag im Laden u. ich bei meiner Oma, die für vieles kein Verständnis hatte oder auch keine Nerven.Mir hat meine Mutter oft gefehlt u.ich habe meine Klassenkameraden beneidet deren Mütter zu Hause waren. Leztenendes habe ich die Kinder für mich bekommen u.nicht für fremde Menschen.

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@kiramarie

Ich verstehe dich sehr gut und gebe dir recht bis auf eine Ausnahme! Ich hätte mir sosehr eine Oma/Opa noch gewünscht, für meine Kinder. Ich sehe bei anderen Kinder wie wichtig es ist die noch welche haben. Wir d.h. meine Großeltern sind vor meiner Pubertät gestorben beidseitig. Bei meinen zwei Kindern war es ähnlich der Fall. Was ich damit sagen möchte ist, wie enorm wichtig Großeltern sind, kommt man erst später drauf wenn man keine mehr hat. Darum sei dankbar, daß du noch welche haben darfst. Denn als "Fremde" sehe ich Oma/Opa keinesfalls!! LG

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Unsere Kleine, die bald 2 Jahre wird, ist seit ca. 10 Monaten in einer Kita, und sie ist gesund, gut entwickelt und es macht ihr augenscheinlich Spaß dort. In der altersgemischten Gruppe (von 1 bis 5 Jahren) hat sie so viele Möglichkeiten zu spielen und soziale Fähigkeiten zu entwickeln, das hätte sie zu Hause nicht. Trotzdem lieben wir unser Kind doch, und sind wir für es da! Nur eben nicht rund um die Uhr (es gibt ja noch Freizeit, Wochenenden, und Ferientage). Kann mir gar nicht vorstellen, wie das wäre, ein Kind 6 Jahre nur bei seiner Mutter! Kann für beide Seiten nicht gut sein. Wichtig ist natürlich eine starke emotionale Bindung zwischen Kind und Eltern; das Kind muss wissen, wo es hin gehört. Auf dieser Basis, und wenn es dem Kind nicht vollkommen zuwider läuft, machen dann die schon frühen Trennungszeiten und der Umgang mit "Fremden" (die für das Kind nicht lange "Fremde" sind) nichts aus. Ich will nicht sagen, dass jedes Kind dafür geeignet ist, und wenn nicht, dann sollte es so lange bei seiner Mutter sein dürfen, wie es dessen bedarf. Nur dass es in jedem Fall falsch und schlecht sein soll, sein Kind schon früh zeitweilig aus der Hand zu geben, sehe ich nicht; es kann auch sehr förderlich sein.

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Ach, es sind doch nicht nur die Kinder... guck Dir doch unsere Gesellschaft an!

Schau Dir die Kälte an, die untereinander herrscht; kaum noch Miteinander, kaum noch Großfamilien, viel Gegeneinander, Konkurrenz, schon in frühen Schulklassen. Prestigedenken, Markenklamotten, Gewalt, Misstrauen, zuviel Fernsehen und andere Medien, zuviel Werbung, die uns und unseren Kindern Mängel vorgaukelt und unzufrieden macht.

Dabei sind es doch ganz andere Mängel, die bei uns herrschen... wie gegenseitige Hilfsbereitschaft, zwischenmenschliche Wärme, Offenheit, Toleranz, Lieben ohne Bedingungen. Und die Eltern, die ihr Kind schon von früh auf dressieren, es muss zum Tennis, zum Rudern, zum Klavierunterricht. Mag ja sein, dass unsere Schulen nicht mehr so dolle sind, dennoch herrscht ein enormer Druck auf den Kids.

"Uns" fehlt Orientierung und Halt und Selbstvertrauen. Und soziale Kompetenzen. Und wie sollen die Menschen, die das selbst nicht gelernt haben, weitergeben können an ihre Kinder?!

Soviel ist zu dem Thema in meinem Bauch und Kopf, aber ich bekomme es nicht richtig formuliert und auf den Punkt.

@WildeFee..Chapeau ! ( was ist mit den Massai ? ) Gruss und Achtung von Solf

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@solf1

Oh... dank Euch fürs Aufbauen! :)

@Solf: welches war denn die Frage nochmal, wo ich Dir den Massai-Kommentar reingewürgt hab? :)

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Wäre diese Haltung selbsverständlich, wären wir in einer besseren Gesellschaft... LG Loop

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@loopwithme

Du sprichst mir aus der Seele,wildeFee.Nicht vergessen dürfen wir aber auch die Kinder,die schon als Baby in die Obhut fremder Menschen gegeben werden,nur damit deren Mütter(ich rede hier nicht von Müttern,die arbeiten gehen müssen um ihr Kind zu ernähren)Karriere machen können.

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