Wie kommt es bei euch an, wenn Leute ihre Meinung mit Bibelversen untermauern (mit Begründung bitte)?

Das Ergebnis basiert auf 102 Abstimmungen

kommt schlecht bei mir an 60%
ist mir völlig egal 21%
kommt gut bei mir an 20%

42 Antworten

ist mir völlig egal

von welchem Vers sprechen wir denn? 😃

Ich müsste erstmal überlegen, ob ich den auch kenne.

Mir gefällt am besten "Nur wer Sturm sät, wird Wind ernten"

Ich meine wenn er zu der Situation passt, wieso nicht. Wenn ich damit überhaupt nichts anfangen kann, dann wäre es unpassend ;-)

Ich hoffe wir bekommen den Elefanten noch vom Eis. Lass uns mal etwas Dunkel ins Licht bringen

ich zitiere aus Omas Kochbuch, das ich für die ultimative Wahrheit halte: "Denn nur der Zucker (oder andere süßenden Substanzen) macht den Kuchen süß!" Seite 407

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@Liebello

Ich weiß schon, wieso ich keinen Kuchen esse 😅

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ist mir völlig egal

Das schöne an den Bibelstellen ist, dass man sie sofort als solche erkennt. Wenn dann noch Großbuchstaben und fett gedruckte Worte dazu kommen, kann ich um so schneller durchscrollen, weil ich ja sehe, wann das Geschrei(be) vorbei ist. Wenn sich natürlich 2 Schriftgelehrte batteln, les ich manchmal mit. Dann bin ich meist aber froh, dass ich noch andere Hobbies habe.

kommt schlecht bei mir an

Sagen wir mal so: wenn es wirklich sehr gut zum Antwortkontext passt, kann man das durchaus mal bringen. Ich bin zum Beispiel Fan von chinesischer Philosophie, weshalb sich in meinen Antworten gelegentlich ein Konfuzius-Zitat finden kann. Auch mein Profilbild erklärt sich daraus, aber verstehen tun das die Wenigsten... ;)

Insbesondere bei "Christen" und "Muslimen" erlebt man es aber, dass teilweise die gesamte Antwort ausschließlich aus Koran- bzw. Bibelzitaten besteht. Und das erweckt dann in mir verschiedene, negative Eindrücke. Zum Beispiel den, dass sich ein eigentlich vernunftbegabter Mensch der Knechtschaft altertümlicher Texte unterwirft und dass er nicht in der Lage ist, seine Ansicht mit eigenen Worten zu formulieren.

Deshalb kriegen Antworten, die ausschließlich bzw. zum größten Teil aus Bibelversen bestehen, und die darüber hinaus auch meist copy&paste sind, von mir grundsätzlich ein "nicht hilfreich" verliehen.

Unterwerfe ich mich auch einem altertümlichen Text, wenn ich ein altes Rezept nachkoche? Lege ich dabei auch meine Vernunft ab? Obwohl ich weiß, dass das Rezept richtig gut ist, und ich ohne niemals so gut kochen könnte?

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@bjoern700

Der Unterschied zwischen einem alten Rezept und einem Text, der mir etwas von unsichtbaren, fiktiven "Götter"-figuren erzählen möchte ist:

Anhand des Rezept-Textes kann ich ein leckeres Essen zubereiten, sprich, das Rezept funktioniert.

Fiktive "Götter"-gestalten bleiben fiktiv, egal, wie lange ich in alten, "religiösen" Schriften herumwurschtele.

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Ich finde es immer etwas nervig, wenn ich dann erst in einer Bibel nachschlagen muss, um zu wissen, was die Person genau meint. Ich finde, die Leute könnten sich ruhig die Mühe machen, die Bibelstelle dann auch auszuschreiben.

Noch nerviger ist es, wenn die Bibelstelle dann nur ganz ungefähr zum Gesagten passt und sie offenbar nur angeführt wurde, weil man irgendeiner These unbedingt den Anschein geben wollte, biblisch untermauert zu sein.

Wenn es gut passt und die Stelle ausgeschrieben wird, habe ich kein Problem damit.

kommt gut bei mir an

Wenn sich jemand eine Meinung bildet, und das betrifft alle Meinungsbereiche, dann empfinde ich dies als besonders positiv, wenn der Betreffende auch den Grund und die Quelle benennt, die dazu geführt haben, warum er diese Meinung entwickelt hat.

Gründe und Quellen sind aus meiner Sicht der Meinungsdarstellung wichtige Instrumente zu einer Diskussionsgrundlage.

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