Wie kommt ein Freiberufler aus der privaten Krankenversicherung raus?

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9 Antworten

Das ist ja genau das, was der Gesetzgeber verhindern will. Gut- und Besserverdiener melden sich aus der solidarischen Sozialversicherung ab und sparen 20 bis 30 Jahre an den Beiträgen. Im Alter, wenn die Krankheiten anfangen Geld zu kosten, will man wieder auf die Solidarität zurück greifen. Wenn es nach mar ginge, gäbe es überhaupt keinen Weg zurück.Dann würde sich das Problem private Krankenvollversicherung innerhalb von 3 Jahren erledigen.

DerMakler 04.09.2010, 18:24

Hmm, Problem PKV ?? Ich weiß nicht ,wer im Moment größer Probleme hat (in Klamern immer das ,was die PKV macht, ob nun positiv od. negativ: - Solidaritätsprinzip ,nicht jeder zahlt einen eigenständigen Beitrag,z.Bsp.Familienversicherung (Äquvalenzprinzip, jeder zahlt nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Tarif eine Beitrag) , - 216 eigenständige Unternehmen, davon 47 kurz vor der Insolvenz, bedienen sich aus dem Solidartopf für GKV ( 57 Unternehmen, die Ihren Kennzahlen jedes Jahr offenlegen müssen,keins dieser Unternehmen bedient sich im Moment aus dem PKV - Ausgleichsfonds..) - Nächste "Beitragsanpassung" ab Januar 2010 : 15,5 % ,die fünte innerhalb von vier Jahren !!Tendenz bis 2022 : ca.20.1 % (2008 höchste Beitragsanpassungen seit 15 Jahren unter anderen wegen Unisexumstellung und fehlen Nachhaltigskeitsfaktoren einiger Anbieter ,seit 2009 bei über der Hälfte der Anbieter Beitragsgarantien bis 2012 /2013 ) ..und so könnte die Aufzählung munter weiter gehen..Wir reden seit der Gesetzänderung vor kurzem über 28 000 Freiwillig Versicherte ,die gerne "wechseln" würden, aber nicht dürfen (Dreifachsprung)..in einer Umfrage unter diesen ,ausgerechnet von der TK, stellte man fest ,das hier welche bis 750 ,-€ mtl.(Höchstbeitrag BBG + Zusatzbeitrag) zahlten bei einer Basisversorgung..Ich bin verwahr kein Verfechter der PKV und halte sie ,trotz mehrjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet nicht immer für den Königsweg (die GKV hat genauso ihre Daseinsberechtigung) ...aber die Problematiken liegen im Moment eindeutig bei der GKV ,die jahrelang eine Entwicklung verschlafen hat, die jetzt einholt..HG DerMakler

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Hallo,

falls man es irgendwie schafft, in die GKV zurückzukommen, gibt es als Rentner noch einen großen Unterschied:

  • Wer als Berufstätiger (fast) immer in der GKV versichert war, zahlt als Rentner nur Beiträge aus der gesetzlichen Rente und rentenähnlichen Einnahmen (z.B. Betriebsrente oder Direktversicherung)(und evtl. aus selbständiger Tätigkeit)

  • Alle anderen zahlen als Rentner als freiwillige Mitglieder aus allen Einnahmen Beiträge (z.B. auch Mieteinnahmen und Zinseinnahmen)

Gruß

RHWWW

Nach den versicherungsrechtlichen Regeln, die übrigens schon seit einiger Zeit gültig und auch hinreichend bekanntgemacht wurden, gibt es dafür die Möglichkeit, in einen von der PKV vorzuhaltenden Basistarif zu wechseln, der zum gleichen Preis wie die GKV zu haben ist. Die angesammelten Vorsorgeanteile zur Minderung des Beitragsaufwandes im Rentenalter allerdings verliert man hierbei. (Sie fallen der Versichertengemeinschaft - soll heißen: der Versicherung selbst zu.)

Sascha0707 23.03.2016, 17:16

Der Basistarif wurde mir gerade von der Axa (kann ich niemals empfehlen) angeboten.Nachdem ich denen geschrieben habe, dass ich die Rate von 440 € nicht mehr zahlen kann, da ich erwerbslos geworden bin,haben die mir den Basistarif für satte 700 € angeboten!!!!!

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Zunächst sollte man wissen ,das beide Systeme (GKV / PKV) auf das Krankenpflichtversicherungsgesetz aufgebaut sind, d.h. um wirklich über ein Rückkehr nachdenken zu können ,müßte man wissen, wie lange dieser Freiberufler gesetzlich bzw. privat krankenversichert gewesen ist und zu welchen Zeitspannen ! Des weitern besteht jederzeit die Möglichkeit ,zumindest zum Rentenbeginn, in die KvdR zu wechseln ,Tarife umzustellen oder sich errechnen zu lassen ,wie der GBZ meinen Beitrag im Alter mindert...HG DerMakler

Hallo adrian1980,

meine Meinung ist genau diejenige, welche ELARIES ausführlich darstellt und auch von KUNTERBUND23 geteilt wird.

Die Antwort von ARCHITEKT „Berufskollegen“ würde die gesetzlichen Bestimmungen beugen. Die wäre ev. ein strafbarer Sachverhalt. Dies sollte dir klar sein.

Dass die Kosten für gesetzlich oder privat Versicherte laufend und weiter steigen, eben unter der Berücksichtigung, dass die Leute immer älter werden und somit auch mehr und höhere Krankheitskosten verursachen, ist richtig. Aber was wird heute noch billiger und die Gesundheit ist eben ein teueres Vergnügen. Hier deckt sich meine Meinung mit ARCHITEKT.

Die Antwort von KBVSPUNKTEDE ist falsch. Dies ist eindeutig. Wahrscheinlich ist er ein Vertreter einer Privaten Versicherung oder so etwas. Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen. Ich hatte mich von einem Bekannten (Vertreter einer solchen Versicherung) aus meinem Freundeskreis überreden lassen, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Diese Entscheidung damals war falsch. Ich hatte einen Unfall. Innerhalb von 2 Jahren haben sich meine monatlich zu zahlenden Beiträge verdoppelt. Die Folgen des Unfalls waren, dass ich meine Kanzlei aufgeben musste. Ich habe dann ca. 2 Jahre bei meinem Nachfolger gearbeitet (Kanzleiübergabe und Fallabschluss und dergleichen) und wurde als Angestellter wieder gesetzlich krankenversichert. Damals galt die Regelung einer Altersgrenze noch nicht.

Unabhängig von dem etwas suspekten Vorschlag von ARCHITEKT gibt es eine gesetzliche Möglichkeit, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung eintreten zu können. Aber aus Solidarität, den gesetzlich Krankenversicherten gegenüber sehe ich mich nicht in der Lage, dir diesen Weg zu erklären.

Ich war 45 Jahre beruftätig, davon 43 Jahre bei einer gesetzlichen Krankenkasse und 2 Jahre bei einer Privaten Krankenkasse versichert. Solidarität ist das, was und allen abgeht, auch ich war 2 Jahre nicht Angehöriger dieser Solidaritätsgemeinschaft, weil ich mich von falscher Seite beraten lies. In der gesetzlichen Sozialversicherung gilt das Prinzip der Solidarität und derjenige, welcher die Solidaritätsgemeinschaft verlässt, sollte diese auch dann NIE mehr in Anspruch nehmen können. Ich hätte dies auch akzeptiert, obwohl ich diese Solidaritätsgemeinschaft nur kurzfristig verlassen hatte, wenn ich von der Gesamtzeit meiner Berufstätigkeit ausgehe.

Rechtsbeistand und Dozent für Sozialversicherung in Altersrente Derzeit Student für Wirtschaftswissenschaften

Jollybumper2 28.08.2010, 13:56

Eine andere Antwort als eindeutig falsch zu bezeichnen und nicht zu begründen warum, halte ich fast schon ein bißchen für polemisch. Ansonsten ist Ihr Beispiel, wünsche ich weder Ihnen noch anderen, nicht sehr repräsentativ. Ein Zeitraum von zwei Jahren sagt nichts über das eine noch über das andere Finanzierungssystem. 41% Anpassung über zwei Jahre ist sicherlich sehr viel. Wenn man 100€ zahlt und nach zwei Jahren 200€, in der GKV sonst 300€ zahlen würde, ist auch eine Verdoppelung des Beitrages nicht viel.

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pjwolff 28.08.2010, 21:26
@Jollybumper2

Hallo Jollybumper2, was hat dein Kommentar mit einer Antwort für den Fragesteller zu tun und was hilft ihm dein Kommentar zu einem Sachverhalt, den du nicht nachvollziehen kannst, da dir ja jegliche Daten fehlen. Beihalte deine Pseudoweisheiten dann lieber für dich, dann schaden sie niemand und du erhältst auch keinen Kommentar auf deinen. Zu deinen Zahlen: ich habe 400 EURO bezahlt und 2 jahrs später 800 EURO, die GKV kostet nur 600 EURO. Vergleiche das mal mit deiner Rechnung. Na und?

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Solche Fernsehberichte gibt es doch immer wieder, nur von zufriedenen Kunden hört man nie was, die gibts auch zu Hauf. Also die, die sich eine PKV bei einem guten Berater besorgt haben, der auch auf Kapitalstärke, Beitragsanpassungen und gute Tarife geachtet hat und vielleicht sogar eine Beitragsentlastung im Alter reingenommen hat, haben auch kaum das Problem, dass sie im Alter ihre PKV nicht mehr bezahlen können. Die GKV ist im selben Zeitraum übrigens wesentlich höher gestiegen, aber Beschwerden von AOK-Mitgliedern gibts komischerweise nie ;-)

Hallo Adrian,

nun das ist die berühmte Mär von der teuren PKV im Alter und ein Zeichen dafür, wie schlecht manche Kunden beraten sind.

Grundsätzlich ist es so, dass eine Krankenversicherung (egal ob private oder gesetzliche) steigt im Schnitt über die Jahre ca. 5 bis 8% pro Jahr. Die GKV vertuscht den Beitragsanstieg, indem sie einfach hinten herum die Leistungen kürzt, die PKV muss ab 5% Steigerung erhöhen.

Wer früh in die PKV eingestiegen ist, der sammelt aber auch ne Menge Altersrückstellungen an, ich habe in meinem Kundenkreis Menschen gehabt, die nach dem Studium in die PKV gewechselt sind, heute einen Beitrag von 600,- Euro hätten, aber durch die Altersrückstellungen "nur" noch 200,- Euro zahlen und das im Besten Tarif einer Gesellschaft.

Hinzu kommt, dass Du jederzeit das Recht hast, auch in einen leistungsschwächeren Tarif zu wechseln. Der dargestellte Kunde tat das damals und hatte nur noch 70,- Euro Beitrag im Monat.

Problem von vielen ist jedoch ein anderes. Neben der Tatsache, dass einem die oben genannte Problematik erklärt worden sein sollte, ist es doch auch ein Fakt, dass viele Selbstständige als auch Freiberufler einfach zu wenig für ihre Altersvorsorge tun, oder warum ist der in dem Fernsehbericht angesprochene Rentner plötzlich am Rande der Armutsgrenze. Viele sozialversicherungsfreien Menschen freuen sich, nicht in die Rentenkasse einzahlen zu müssen und schieben den Zeitpunkt einfach immer weiter nach hinten und "leben erst Mal", bis sie dann merken, dass es zu spät ist noch eine adäquate Vorsorge zu betreiben. Daher kann ich nur predigen wehret den Anfängen und sorgt für das Alter vor. Am Besten so viel, wie ihr auch in die gesetzliche einzahlen würdet (also ca. 20%) rein in eine Altersvorsorge, dann ist auch der PKV-Beitrag kein Problem mehr.

Wie kommt man jetzt aus der Chose heraus. Die Möglichkeit ist der Statuswechsel, also arbeitslos melden oder auch Hartz IV beantragen, anderweitig familienversichert werden oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung beginnen (hauptberuflich). Aber Achtung, das geht nur bis 55.

Viele Grüße

Andreas

DerHans 28.08.2010, 09:54

Das sind tolle Vorschläge, die du da deiner Klientel von "Besserverdienenden" vorschlägst. Nicht direkt illegal, aber am Rande. Außerdem verschweigst du diskret, dass die Altersrückstellung noch ein relativ neues Instrument ist. Auf heutige Rentner wirkt die sich noch so gut wie gar nicht aus. Die wirklich armen Rentner die durch die private Krankenversicherung buchstäblich nichts mehr zum Leben haben, können sich da leider nichts für kaufen. Schließung von Tarifen und Aushungern, der letzten, die nicht umgestellt haben (oder konnten?), ist zwar mittlerweile nicht mehr möglich. Das hat die PKV aber auch erst auf massiven Druck hin unterlassen. Ich bemerke, dass du Insider bist, also schreibst du bewusst genau den selben Unsinn, die die buntenb Prospekte und der internet-Auftritt der PKV vorgaukeln.

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kbvspunktde 28.08.2010, 10:34
@DerHans

Hans so langsam habe ich das Gefühl, dass Du eine Aversion gegen mich aufbaust. Dass die Altersrückstellungen eine Neuheit sind stimmt nicht, die gibt es schon sehr sehr sehr lange. Das Problem vieler Leute denen es ACH SO SCHLECHT im Rentenalter geht ist vermutlich:

1.) sie sind schön jedes Jahr von Krankenversicherung zu Krankenversicherung gesprungen, weil es ja woanders billiger war

2.) sie haben ihr Geld prima verbraten, aber nie an ihre Altersvorosorge gedacht.

Auf Deutsch, die besserverdienende Klientel war zu dumm mal einen halben Meter geradeaus zu denken.

Noch ein Punkt. Ich fühle mich geradezu beleidigt, wenn Du mir vorwirfst ich sei Insider und würde den Inhalt von bunten Prospekten runterleiern, ich denke ich habe einen sehr guten Überblick über meine Branche und schaue oft genug mehr als über den Tellerrand.

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RHWWW 28.08.2010, 10:52
@kbvspunktde

Hallo kbvs,

wenn jemand schreibt "Ich bin Versicherungsmakler mit Leib und Seele." , ist es schade, wenn dann am 27.08.2010 (!) Tipps gegeben werden, die seit 01.01.2009(!) veraltet sind: Arbeitslosengeld II führt nicht zu einer GKV-Versicherung (§ 5 SGB V). Ich hoffe sehr, es waren nicht zu viele, die in diesem Punkt eine u.U. fatale Beratung bekommen haben (z.B. Studenten in der PKV bezüglich der Versicherung nach dem Studienende). Der Blick über den Tellerrand ist bei den vielen Gesetzesänderungen in der GKV zeitaufwändig!

Gruß

RHWWW

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kbvspunktde 28.08.2010, 11:58
@RHWWW

Nun jetzt bin ich einmal gespannt, mit welchem Recht Du Dich wagst plötzlich mich auf eine persönliche Weise anzugreifen. Ich bin und bleibe Makler mit Leib und Seele und als Mensch, der ich nun einmal bin unterlaufen mir auch Fehler (mag sein). Mein bisheriger Kenntnisstand ist, dass ein Statuswechsel den Wechsel der Versicherungsform zulässt. Nun habe ich mir den §5 SGB mal wieder zu Gemüte geführt und es tut mir leid, aber im schnellen durchlauf habe ich nur §5 (1) 2a) gefunden: "Personen in der Zeit, für die sie Arbeitslosengeld II nach dem Zweiten Buch beziehen, soweit sie nicht familienversichert sind, es sei denn, dass diese Leistung nur darlehensweise gewährt wird oder nur Leistungen nach § 23 Abs. 3 Satz 1 des Zweiten Buches bezogen werden; dies gilt auch, wenn die Entscheidung, die zum Bezug der Leistung geführt hat, rückwirkend aufgehoben oder die Leistung zurückgefordert oder zurückgezahlt worden ist"

Belehr mich eines besseren und sag mir, wo ich die Rechtsnorm finde (da wir ja grade bei Besserwisserei sind genaue Textstelle) in der es anderweitig steht.

Und wenn es Dein Wunsch ist, werde ich jetzt jede Deiner Antworten durchforsten, ob ich irgendwo auch nur den kleinsten fatalen Fehler finde.

Offensichtlich kannst Du auf jeden Fall nicht einmal einen Beitrag zu Ende lesen, sonst würdest Du mich nicht mit KBVS anschreiben

Viele Grüße

Andreas

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FordPrefect 01.09.2010, 15:01
@kbvspunktde

ahemm...
Ohne mich jetzt in Euren Disput einmischen zu wollen: Hier irrst Du in der Tat. Durch eine kleine Änderung hat der Gesetzgeber noch schnell im Dezember 2008 SGB V §5 mit 5a ergänzt. Dort heißt es jetzt:
"(5a) Nach Absatz 1 Nr. 2a ist nicht versicherungspflichtig, wer unmittelbar vor dem Bezug von Arbeitslosengeld II privat krankenversichert war oder weder gesetzlich noch privat krankenversichert war und zu den in Absatz 5 oder den in § 6 Abs. 1 oder 2 genannten Personen gehört oder bei Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit im Inland gehört hätte. Satz 1 gilt nicht für Personen, die am 31. Dezember 2008 nach § 5 Abs. 1 Nr. 2a versicherungspflichtig waren, für die Dauer ihrer Hilfebedürftigkeit."

Damit ist aber - mangels Versicherungspflicht - für PKV-versicherte Bezieher von ALGII eine Rückkehr in die GKV ausgeschlossen.

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DerMakler 04.09.2010, 18:34
@FordPrefect

Mal ganz ehrlich : Mögen einige Antworten hier nicht immer fachlich fundiert gewesen sein, muss man dann so auf das Statement eins jenigen rumhacken..?


@DerHans : Der GBZ ist kein "neuerliches Instrument" ,die Entwicklung liegt fast 30 Jahr zurück und wurde das erste Mal 1986 bzw. 89/ 90 bei Tarifen der Barmenia mit eingeführt, erst als Freiwilligkeit, dann hinterher als Gesetzgrundlage als 1998..bitte nicht irgendetwas behaupten, was dann nicht so stimmt.. HG DerMakler

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"Einfach so" wieder in die GKV geht natürlich nicht; ich sehe im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:

  • versicherungspflichtigen Job im Angestelltenverhältnis aufnehmen. Sollte unter Berufskollegen mal machbar sein, ggf. gegen Ausgleich der enstehenden Kosten für Arbeitgeberanteile etc. (legal???)

  • vorübergehend ganz erwerbslos sein, also z. B. die selbständige Tätigkeit offiziell aufgeben und sich über die berufstätigte Ehefrau familienversichern lassen.

Wer heute noch jung ist sollte allerdings nicht der Illusion erliegen, in 2030 oder 2040 wäre die GKV immer noch so billig für Rentner - die GKV wird in die gleiche demografische Falle hineinlaufen wie die Rentenkasse, und im Gegensatz zur PKV werden ja auf die jetzigen Beiträge keine Altersrückstellungen aufgeschlagen...

DerHans 28.08.2010, 10:00

Deine Vorschläge grenzen am Sozialbetrug, bzw., leisten sie dem sogar noch Vorschub. Man könnte sogar von Beihilfe sprechen. Was soll das heißen, sich bei der Ehefrau mit versichern zu lassen? Das Gewerbe oder die freiberuflich Tätigkeit pro forma ruhen zu lassen? Das IST BETRUG

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Grundsätzlich gilt für die gesetzl. Krankenversicherung (GKV) der Solidargedanke. Wenn dieser Rentner also meinte, damals so schlau gewesen zu sein, die Solidargemeinschaft zu seinen eigenen Gunsten (niedriger Beitrag weil jung, keine Erkrankung, also günstiges Versicherungsrisiko) zu verlassen, dann soll er jetzt auch die Früchte seiner Entscheidung ernten und in seiner PKV bleiben - egal was es kostet. Eine Rückkehr in die GKV solcher „armen Rentner“, zu Lasten derer, die ihr ganzes Leben die etwas höheren Beiträge der GKV akzeptiert haben, sollte überhaupt nicht mehr möglich sein. Gleiches gilt natürlich auch für „Selbständige“, die glauben, allen anderen ein Schnippchen zu schlagen, mit günstigen Beiträgen in jüngeren Jahren zur PKV wechseln und später dann wieder, wenn sie ein höheres Versicherungsrisiko darstellen und die PKV teurer wird, in die GKV zurück wollen. Auch durch diese Superschlauen gerät das System der Solidargemeinschaften immer mehr in Schieflage und verteuert die Krankenversicherung auch bei denjenigen, die eben nicht in die PKV gewechselt sind, weil sie sich für das Alter einen einigermaßen bezahlbaren Beitrag erhofft haben. Grundsätzlich denke ich, dass das Gesundheitssystem in der BRD, wie es sich heute darstellt, auf Dauer weder von der PKV noch von der GKV finanziertbar bleibt.

Kunterbunt23 27.08.2010, 19:52

Klasse! Genau mein Reden. Da kann ich nur laut Beifall klatschen!

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