Wie kommt eigentlich ein Spenderkind an die Kontaktdaten seines Spendervaters? Laut dem neuen Gesetz

2 Antworten

Ich lasse derzeit meinen Anwalt eine Aufforderung zur Herausgabe der Spenderdaten an den Arzt schreiben. Wir hoffen, dass der Arzt schon dadurch die Identität des Spenders preisgeben wird. Falls sich dieser Arzt, der damals die Insemination durchführte, unkooperativ zeigen sollte, werden wir ihn auf die Herausgabe der Daten verklagen. Er würde 100-prozentig den Prozess verlieren, da sich die Richter auf das Urteil des Oberlandesgerichtes Hamm vom 06.02.2013 berufen würden. In dem Fall müsste der Verlierer des Prozesses die Prozesskosten tragen, und ob der Arzt das möchte, überlegt er sich ganz bestimmt schon vorher.

Ich habe von meiner Entstehung auch nur auf starken Druck einer Freundin meiner Mutter erfahren. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Kinder ein Recht darauf haben sollten, davon schon vor ihrem 10. Geburtstag zu erfahren, damit sie eine Chance darauf haben, Ihre Akte einzusehen, noch bevor die Akte vernichtet werden darf. Ich appeliere in jedem Fall an alle Eltern, sich Ihrer Verantwortung bewusst zu sein. Je kürzer die Zeit der Geheimhaltung, desto KLEINER ist der Schock und desto größer ist später die Dankbarkeit. Selbst, wenn eure Unfruchtbarkeit, männliche oder auch weibliche, von Scham belastet ist, sollte das Verantwortungsbewusstsein gegenüber eurem Kind überwiegen! Sonst drohen ernsthafte psychische Schäden.

Ja aber laut dem neuen Gesetz ab 2006 ist doch die Annonymität des Spenders aufgehoben. Somit ist es ja einem 18-Jährigen Kind erlaubt seinen Spendervater ausfindig zu machen und sogar auf Unterhalt zu klagen!!

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