Wie kommt der Kalk in das Leitungswasser?

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Betrachte den Wasserkreislauf.

Verdunstetes Wasser der Meere steigt auf und kondensiert zu Wolken. Dabei nehmen die Wassertropfen das vorhanden Kohlendioxid der Atmosphäre auf. Die Wolken regnet ab und der Regen versickert im Boden auf den Weg in den Boden werden nun kalksteinhaltiges Gesteine angelöst. Dabei bilden sich z.B. in der Kaarst die großen Höhlen. Das Grundwasser wird entweder gefördert oder tritt als Quellwasser zu Tage und ist jetzt mit Härtebildner beladen.

Neben einer ganzen Reihe von Ionen gibt es im Wasser auch Calciumionen (Ca2+), Sulfationen (SO₄²⁻) und Hydrogencarbonationen (HCO₃⁻).

Wenn man Wasser, das diese Ionen enthält, erhitzt, dann wird es milchig und es setzt sich Kalk (Kesselstein) am Boden ab. Es kam zu folgender Reaktion:

Ca²⁺ + HCO₃⁻ --> CaCO3 + H2O + CO2

Die Calcium- und Sulfationen reagieren hierbei nicht miteinander.
Dampft man die Flüssigkeit zur Trockne ein, dann erhält man bezogen auf die Calciumverbindungen Calciumcarbonat und Calciumsulfat als Rückstand.

Es ist also falsch, wenn man sagt: Das Wasser ist kalkhaltig. Im Trinkwasser ist kein Kalk vorhanden, sondern er bildet sich erst beim Erhitzen dieses Wassers, oder beim Eintrocknen des Wassers.

Wenn Du heißes Wasser aus der Leitung bekommst, dann ist es trüb. Durch die Hitze hat sich Kalk gebildet. Hier ist das Wasser also kalkhaltig.


In jedem Wasser ist Kalk, wenn man es raus haben will muss man es schon destillieren. Wenn du meinst wie Kalk generell ins Wasser kommt liegt es wohl daran dass das Wasser kalkhaltige Steine abträgt und so Kalk aufnimmt.

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