Wie kommt das Jobcenter zu meinen Daten vom Finanzamt?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Angeblich prüft das Jobcenter das stichprobenmäßig. Sie legen willkürlich diese angenommenen Zinserträge fest, obwohl das absolut absurd ist. Man versucht so wohl bei den Menschen, die mit dem Existenzminimum über die Runden kommen müssen, anzusetzen. Frei nach dem Motto:"Die meisten Angeschriebenen werden da eh nicht weiter nachfragen." Das würde ich dir empfehlen. Schaue in deinen Unterlagen nach auf welchen tatsächlichen Zinsbetrag du im Jahr 2013 bzw. 2014 kommst( 10 € pro Jahr sind komplett pro Person zu vernachlääsigen und gelten als Freibetrag!) Falls du nicht alles lückenlos zusammenbekommst, mach einen Termin bei deiner Bank, die drucken dir das kostenlos aus(Wichtig; Muss nicht beglaubigt werden!) Zum Schluss noch ein wertvoller Tipp: Seit einigen Jahren werden deine Daten von deiner Gemeinde an alle Behörden weitergegeben. Um dies zukünftig zu vermeiden, musst du persönlich der Datenweitergabe widersprechen. Die haben dafür entsprechende Formulare und das Beste daran ist, du umgehst damit zukünftig auch einigen Organisationen, die dann zum Spenden sammeln auf dich zukommen. So gesehen hast du dann endlich Ruhe nicht nur vor so "netter Post" vom Jobcenter, gutes Gelingen!

Du meinst also ein Gang zum Anwalt wäre gerechtfertigt, wenn die von ihrem Standpunkt trotz Widerspruch nicht abrücken?

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@anonym1899

Der Brief der dir ins Haus geflattert ist, ist rechtlich absolut nicht bindend auch wenn er einen sehr amtlichen Eindruck erweckt. Außerdem erweckt er den Eindruck, Du müsstest Alle deine Zahlungen unter Umständen zurückzahlen. Es besteht ein Freibetrag von 10,- € /pro Jahr pro Person, das heißt es würde bei einem angenommenen Zinsertrag von 15, -€(was völlig ilusorisch ist) um maximal 11, 75€ Rückzahlung gehen... Einen Gang zum Anwalt halte ich für überflüssig, ich verstehe deinen Schreck anhand der Formulierung aber das ist Nichts als heiße Luft! Ich habe betreffende Sachbearbeiterin, die dieses Schreiben verfasst am Telefon ziemlich zusammengefaltet( war auch erst einmal völlig vor den Kopf gestoßen und habe ähnlich rot wie du gesehen). Ich habe versucht, dir alle Schritte in zeitlicher Reihenfolge zusammenzustellen und verspreche dir, es ist sogar ein Gewinn(was deine Datenherausgabe zukünftig betrifft!) Nimm es in Angriff, freue mich über deine Rückmeldung! Lieber Gruß* I

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Die Kreditinstitute melden Kapitalerträge automatisch von sich aus ans Finanzamt. Dazu musst Du noch nicht einmal Lohnsteuer gezahlt (oder gar einen Lohnsteuerjahresausgleich gemacht) haben.

Ok, dann bin ich schonmal nen Schritt weiter, aber dann bleibt immernoch die Frage der Verhältnismäßigkeit wegen 15 Euro gleich 2 Jahre Geld eintreiben zu wollen. Ist das auch rechtens?

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Wenn ein Hartz 4 Empfänger den vollen Hartz 4 Satz erhält und noch auf Nebenbei arbeiten würde, würde er bei einem 450,- Euro Job 170 Euro behalten dürfen. Wie das Jobcenter sowas prüft, ist mir auch bewusst den sie machen einfach einen Datenabgleich mit der Knappschaftskasse. Wie ist das aber, wenn der Empfänger auf eigene Rechnung arbeitet, sprich wenn er z.B. Nachhilfe über ein Nachfolgeinstitut gibt und diesen monatlich eine Rechnung zu kommen lässt.

Wie kann das Jobcenter sowas rausfinden? Machen diese einen Datenabgleich mit dem Finanzamt? Was wäre wenn der Empfänger sich auch nicht beim Finanzamt gemeldet hat?

Ich würde gerne eine gute Antwort geben können und frage daher nach Ideen, idealerweise mit Quellen oder rechtlichen Grundlagen. Vielen Dank :)

Und nein, es ist nicht für echte Fälle sondern ein rein schulisches Beispiel!!!!

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