Wie kommen Neobiota in ein Gebiet?

6 Antworten

Der menschliche Handel und Verkehr spielen für die Einführung von Neobiota eine so wichtige Rolle, dass das Jahr 1492 (Entdeckung Amerikas und der sich mit ihr extrem verstärkende transkontinentale Handel) als "Stichtag" für die Einführung von Neobiota bzw. Neozoen ("Neu-Tiere") und Neophyten ("Neu-Pflanzen") festgelegt wurde...


Bei den meisten dieser Tier- und Pflanzenarten ist dies beabsichtigt geschehen, z.B. bei der Einführung von Zier- und Nutzpflanzen wie des
 Drüsigen Springkrauts (Impatiens glandulifera) oder von Jagdwild wie des Waschbären (Procyon lotor). Bei den übrigen Arten erfolgte dies jedoch unbeabsichtigt, z.B. durch die Verschleppung von Pflanzensamen mit Handelsgütern oder von Larvenstadien im Ballastwasser von Schiffen (z.B. Körbchenmuschel, Corbicula fluminea).

http://www.neobiota.de/definition_neobiota.html

http://www.neobiota.de/


Hallo dianashr

Für Neubiota gibt es viele Wege neue Gebiete zu besiedeln.

Zum einen gibt es natürliche Wege

Bei Tieren kann dies aktiv durch Wanderung erfolgen, auch der Mensch hat auf diesem Weg die Erde besiedelt, für Pflanzen gibt es den Wind, aber auch die passive Mitnahme von Samen durch Tiere, insbesondere Vögel.

Heutzutage sind anthropogene (menschengemachte) Einflüsse aber am wichtigsten, insbesondere Handelswege, Flugzeuge/Schiffe etc, aber auch der absichtliche Import als Zierpflanze und Haustiere.

Der Riesenbärenklau zum Beispiel gelangte auf diesem Weg aus Sibirien nach Deutschland.

Außerdem kann die Zerstörung heimischer Flora und Fauna durch den Menschen die Chancen für Neobiota sich anzusiedeln erhöhen

Wenn du noch ein bisschen mehr darüber wissen willst, kannst du ja mal den Wikipediaartikel dazu lesen

https://de.wikipedia.org/wiki/Neobiota

LG

Darkmalvet

In der zurückliegenden Erdgeschichte schafften es Neobiota nur dann in ein neues Gebiet vorzudringen, wenn sich eine zuvor nicht existierende Landbrücke bildete (etwa durch Vulkanismus), oder wenn eine ausreichend große Population einen neuen Spezies zufällig an einen neuen Ort gelangte (etwa auf einem künstlichen Floß wie Treibholz nach einem Sturm). An einigen Punkten in der Erdgeschichte kollidierten sogar ganze Kontinente miteinander und verbanden sich (wie in jüngerer Zeit etwa Nord- und Südamerika oder Indien und Asien), sodass dort ein Artenaustausch stattfinden konnte.

Heute ist es allerdings überwiegend auf den Menschen zurückzuführen, dass neue Arten in für sie fremde Lebensräume vordringen - und zwar in einem Ausmaß, dass es seit dem Auseinanderbrechen des Superkontinents Pangaea vor mehr als 200 Millionen Jahren nicht mehr gegeben hat. Die Handelswege der moderne lassen seit mehr als 500 Jahren (als Fixdatum wird das Jahr 1492 angegeben, in welchem Koliumbus Amerika entdeckte) künstliche "Landbrücken" entstehen, sodass sich Neobiota inzwischen sogar weltweit ausbreiten können. Zuerst durch die Schiffahrtsrouten, aber inzwiscchen auch überwiegend durch den Flugverkehr, gelangen die unterschiedlichesten Spezies teils unbeabsichtigt, teils aber sogar gezielt in neue Lebensräume.

Neben dem Klimawandel, der Zerstörung von Lebensraum (wie der Abholzung des Regenwaldes) und der Umweltverschmutzung ist eben dieser globale Artenaustausch derzeit für das Aussterben von zur Zeit wahrscheinlich mehr als 300 (!) Arten pro Tag verantwortlich. Diese Entwicklung hat also bereits zu einem neuen Massenaussterben geführt, dass, so sind sich viele Wissenschaftler einig, durchaus so groß oder sogar noch gößer ausfallen könnte, wie damals, als ein Asteroid oder Komet die Erde traf und die Dinosaurier auslöschte.

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