Wie komme im Leben wieder auf die Beine?

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2 Antworten

Hallo,

eine Tagesstruktur ist sinnvoll, damit Du eine Aufgabe hast, was aber jetzt bei Depressionen z.B. nicht immer so einfach ist, weil man manchmal nicht fähig ist, irgendetwas zu machen, darum in kleinen Schritten. Nimm Dir bestimmte Sachen vor, ganz wichtig, das Du in der Früh aufstehst und nicht liegen bleibst.

Du brauchst unbedingt einen Psychologen, aber such Dir einen, der auch Neurologe ist, da dieser dann auch die Gehirnströme messen kann, Blut abnehmen usw. Der Psychologe wird sich ein Bild von Dir mache, Dir auch zuhören und Dir ein Medikament verschreiben. Leider hilft aber nicht immer gleich das erste Medikament und Du brauchst auch Geduld, falls dies der Fall ist. Dann muss ein passendes für Dich gefunden werden.

Der Psychologe wird auch einen Antrag bei Deiner Krankenkasse stellen, damit Du eine Gesprächs- und Verhaltenstherapie in Anspruch nehmen kannst. Das ist ganz wichtig, denn irgendwas hat Dein Leben ja durcheinander gebracht und er kann Dir helfen, zu lernen, damit umzugehen oder diese zu beseitigen.

Psychologen, die auch Neurologen sind und nebenbei eine Sprechstunde führen, schicken die Patienten zu einem Psychiater, der nur Gespräche führt. Bitte Deinen Arzt für Dich einen Termin zu vereinbaren, da dies dann meist schneller geht, als wenn Du selber einen Termin vereinbarst.

Der Psychiater muss Dir auf jeden Fall sympathisch sein und Du Dir vorstellen können, das Du irgendwann alles aus Deinem Leben erzählst, denn es muss ein Vertrauensverhältnis entstehen können.

Wenn Dir dieser aber als Mensch nicht zusagt, dann auf jeden Fall einen anderen suchen, weil das sonst nichts bringt so eine Therapie. Du musst auch dort nicht gleich Dein ganzes Leben erzählen, keiner wird Dich drängen!

Liebe Grüssle und nur das Beste für Dich!

Eine Tagesstruktur macht einen Sinn, man hat einen Plan was man tun will und muss. Man liegt nicht nur im Bett und denkt ueber alles Moegliche nach und wird dadurch auch depressiver. Ein Therapeut kann dir dabei helfen, das du wieder auf die Beine kommst. Aber eines ist wichtig, das die Chemie zwischen dir und dem Therapeuten stimmt und du auch bereit bist fuer eine Therapie. Er wird dir, wenn er gleichzeitig Arzt ist, ein Antidepressiva verschreiben. Dies dient dazu das du erst einmal stabilisiert wirst und ueberhaupt therapiefaehig bist. Dann wird er mit dir entweder eine Gespraechs- oder Verhaltenstherapie machen. Diese Therapiestunden sind 45 Minuten je Sitzung. E4s werden dann so 20 bis 25 Sitzungein. Schaue mal unter Deutsches Buendnis gegen Depressionen e.V.

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