Wie komme ich damit besser zurecht, dass mein Alltag einfach für immer durch Arbeit bestimmt sein wird?

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5 Antworten

Das ist mir sehr bekannt und ich habe mein Leben danach gestaltet. Wichtig für dich ist, deine Ausbildung abzuschliessen. Papier ist in unserer Gesellschaft wichtiger als Können. 

So hast du einen Beruf und ein Papier in der Hand. Danach kannst du dich nach einem Job mit Teilzeitpensum umsehen oder auch nochmal etwas anderes machen. 

Lehrberufe sind sehr günstig, weil man da ohnehin schon mehr Ferien hat, eine gehaltene Lektion für zwei Stunden gerechnet wird (wobei man diese zweite Stunde zu Hause arbeitet) und Teilzeitpensen Gang und Gäbe sind. Musik, Werken und solche Sachen brauchen nicht die Totalausbildung als Lehrer. Die eigene Sprache in einem fremden Land zu lehren, ist auch noch so eine Idee...

Man braucht nicht 100% zu arbeiten, um sich ernähren zu können. Ich arbeite nicht ganz 50% und erhalte damit mich und meine beiden jugendlichen Kinder ohne Alimente oder Staatshilfe. Das geht locker. Man muss nur wissen, wofür man sein Geld ausgibt. Alles Gute ;-)

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Hey,

also ich kann dich vollkommen verstehen. Ich habe das letzte Jahr auf einer mittelmäßigen Stelle gearbeitet, nicht fürchterlich, aber doch so, dass ich das Gefühlt hatte, alles richtet sich nach dieser Arbeit. Mein Wochenende war dafür da, dass ich genug Energie sammeln konnte, um die Arbeit zu machen, meine Woche hat diese Energie dann wieder aufgezehrt. Mir geht es genauso wie dir, ich brauche nicht viel Geld. Also ... mit etwas Überwindung hab ich gekündigt und werde übermorgen meinen letzten Arbeitstag dort verbringen. Meine neue Stelle umfasst auch nur 50% Prozent der regulären Arbeitszeit. So wie ich mich kenne arbeite ich freiwillig mehr, aber - weil es keine Pflicht ist und ich selbst bestimmen kann was ich mache - macht es mehr Spass. Das geht bestimmt nicht bei jede Stelle, aber als Wissenschaftler hat man ein paar Freiheiten. Das schlimme für mich ist weniger, dass ich arbeite, sondern wenn andere mir chaotisch vorschreiben was ich tun muss.

Bei dir ist die Sache aber noch ein bisschen besser als bei mir. Ich spekulier mal wild drauflos, weil ich deine Situation ja nicht kenne. Da du noch in der Ausbildung bist, hast du viel mehr Möglichkeiten.

  • Ich glaube wichtig ist, dass du grundsätzlich deine Arbeit magst und das scheint ja gegeben. Evtl. hast du in deiner Firma die Möglichkeit 75% der Zeit zu arbeiten. Ein Gespräch mit deinem Chef kann das klären.
  • Oder sieh dich nach Stellen um die dir mehr Freiheiten und Zeit geben.
  • Oder überleg dir zu Studieren (da hast du ne Menge Zeit rauszufinden was du willst).

Auf jeden Fall bist du nicht allein mit diesem Problem :). Ich drück dir die Daumen!

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Kommentar von AlwaysBeStrong
28.02.2016, 21:19

Vielen Dank für diese sehr gute Antwort! :)

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Lieber Fragesteller,

bei mir war es in Deinem Alter so ähnlich. Ich hatte zwar Gefallen an meiner Tätigkeit, aber bei der Vorstellung sie 50 Jahre zu machen, wurde mir ganz anders.

Nun muss man sich als unsereiner entscheiden:

Möchte ich frei sein, trage ich den Preis, dass andere vor mir am Ziel sind (Auto, Haus, Klamotten, eine schön gestaltete Hochzeit mit dem Menschen, den ich liebe), ich mir nie wirklich etwas leisten kann, und mein Selbstwertgefühl durch die Berufsuntätigkeit ziemlich sinkt. Da jeder mich fragt: "Was machen Sie beruflich?" You´ll see?

Oder möchte ich lieber arbeiten gehen, was zwar anstrengend ist, aber wo ich die Sicherheit habe, dass regelmäßig Geld rein kommt, das Ansehen in der Gesellschaft einigermaßen stimmt und ich eine Aufgabe habe, die mich von unnötigen Gedanken, Sorgen etc. frei macht.

Außerdem möchte ich weder meiner Familie, noch Freunden, noch dem Staat zur Last fallen.

YEAH!

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Schränk deine Ansprüche deutlich ein, dann brauchst du auch nicht so viel Geld und kannst weniger arbeiten.

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In welchem Land wirst du genügend Geld zum Leben erhalten, ohne zu arbeiten??

Ich schätze mal in keinem. 

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