Wie komm ich besser aus dem bett?

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5 Antworten

Hallo Marioho,

Du stellst eine sehr Frage, die viele angeht und
viele Facetten hat. Jetzt nur die beiden Aspekte, die Du ansprichst:
Schlecht einschlafen und um um halb sieben aufstehen.

Aber zuerst was zur Schlafdauer: Babys
schlafen am längsten, Kleinkinder immer noch gut und gern 10 Stunden,
junge Menschen schlafen ebenfalls länger als Erwachsene, die zwischen 7 -
9 Stunden im Schnitt schlafen.

Es gibt Morgenmuffel, die
lieber länger schlafen und Menschen, die abends früh ins Bett wollen, es
gibt Nachteulen, die nachts erst richtig aufdrehen und solche, die
morgends gutgelaunt aus dem Bett hüpfen - und es gibt jede Variante
davon.

Es gibt Leute, die dauerhaft mit weniger als 6 Stunden Schlaf hinkommen und welche die 9 Stunden benötigen. Aber:

Viel
wichtiger als die Schlafdauer ist die Schlafqualität - und für einen
guten, gesunden, fit machenden Schlaf gibt es viele Faktoren.

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1. Schlecht einschlafen: hierfür habe ich mal eine keineswegs vollständige Liste geschrieben, die hänge ich unten an.

2. Halbsieben Uhr aufstehen: Dein
Schlaf verläuft in Phasen. Eine davon ist die Tiefschlafphase - und
wenn Du in der aufwachst, weil beispielsweise Dein Wecker klingelt, dann
"kommst Du ganz schlecht aus dem Bett", weil Du im wahrsten Sinne des
Wortes aus dem Schlaf gerissen wirst.

Zuerst könntest Du
beobachten, wann Du einschläfst und wie Du um 6.30 Uhr aufwachst. So
könntest Du den besten Zeitpunkt für Dein Einschlafen finden.

Du
könntest auch mit den Zeiten experimentieren - und schon um 6 Uhr oder
um 6.15 Uhr dich wecken lassen. Vielleicht geht ja auch noch 7.45 Uhr.

Um
eines Bitte ich Dich: Lass Dir nicht einreden, dass Du kein Anrecht auf
einen guten Schlaf hast und Dich gefälligst daran gewöhnen sollst, um
halbsieben müde aufzustehen.

Mit herzlichem Gruß

Detlef

Sollte mein Antwort für Dich hilfreich gewesen sein, würde mich das sehr freuen - und hier jetzt die versprochene Liste:

Tipp 1:
Im Bett wird nur geschlafen. Im Bett zu frühstücken und fernzusehen mag
gemütlich sein, aber langfristig stellt sich unser Gehirn beim
Schlafengehen auf Aktivität ein. Einzige Ausnahme: Sex im Bett – er
unterstützt einen besseren, tieferen Schlaf.

Tipp 2: Alles, was zum Denken, zum Nachdenken anregt,
sollte im Schlafzimmer tabu sei. Wer Schlafprobleme hat, sollte im
Bett nicht lesen, nicht lernen, nicht arbeiten, essen oder Fernsehen.
Gewöhnen Sie Ihren Körper daran, dass das Bett einfach nur der Platz zum
Schlafen ist.

Tipp 3: Zähneputzen, Waschen, Haare kämmen, noch einmal zur Toilette
gehen – alles sorgt dafür, dass man sich wohl und sauber fühlt bevor man ins Bett geht. 

Tipp 4:
Computer, Smartphone, Fernseher haben am Bett nichts zu suchen. Nicht
nur aufgrund der Strahlungen, die diese Geräte abgeben. Studien haben
gezeigt, dass Fernsehen und Computerspiele vor dem Zubettgehen zu
Einschlafproblemen führen können.

Tipp 5: Das
ideale Schlafzimmer ist weder zu warm noch zu kalt. Wer friert oder
schwitzt* wacht davon auf. 45 bis 65 Prozent Luftfeuchtigkeit sind
hilfreich und es sollte dunkel sein – je nach Empfinden von tiefschwarz
bis diffus hell; ggf. kann eine Schlafmaske getragen werden.

Tipp 6: Es
sollte ruhig sein. Schnarcht der Partner oder kommt der Lärm der Straße
durchs geöffnete Fenster, sollte man nach Abhilfe suchen. Bei Lärm
können Ohrstöpsel helfen.

Tipp 7: Pflanzen
gehören nicht ins Schlafzimmer, sagte man früher, weil sie nachts
Sauerstoff verbrauchen und keinen mehr produzieren. Stimmt, aber der
Sauerstoffbedarf unserer Pflanzen ist so gering, dass man sich keine
Sorgen um seine Gesundheit zu machen braucht. Durch die Verdunstung von
Feuchtigkeit tragen die Pflanzen zu einem angenehmen und gesunden Klima
im Schlafzimmer bei. Allerdings sollte darauf achten, dass sich kein
Schimmel bildet. Der kann nicht nur den Schlaf von Allergikern
beeinträchtigen.

Tipp 8: Bei der Einrichtung warme Farben bevorzugen. Massivholzmöbel sind allen anderen Materialien vorzuziehen.

Tipp 9: Auf das richtige Bett achten. Betten bestehen aus Unterfederung,
Matratze,
Kopfkissen und Zudecke, ggf. kommen Strahlenschutz und Topper hinzu –
und alles sollte auf einander abgestimmt und für den Schläfer optimiert
worden sein. Lassen Sie sich beraten (Siehe hierzu Seite

Tipp 10:
Empfindliche Menschen sollten nach 16 Uhr keine Energy-Drinks oder
Koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen: keinen Kaffee, Schwarz- oder
Grüntee, kein Cola.

Tipp 11:
Vor dem Schlafengehen keine alkoholischen Getränke wie Wein oder Bier
trinken. Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und macht durstig. Mit
Bier oder Wein schlafen Sie zwar schneller ein, wachen aber nachts durstig auf und müssen zur Toilette. Alkohol kann auch Einfluss auf
die Tiefschlafphasen bzw. REM-Schlafphasen haben.

Tipp 12: Es
heißt allgemein, dass eine Tasse warme Milch mit Honig vor dem Schlafen
hilfreich sei. Begründung: Die Glukose im Honig übernimmt den raschen
Transport von Tryptophan aus der Milch zum Gehirn. Dort sorge es
letztlich dafür das Melatonin ausgeschüttet wird. Das Ergebnis:
Entspannung und Schläfrigkeit. Stimmt, aber nur wenn Sie nicht eine Tasse,
sondern große Mengen Milch mit Honig trinken.

Tipp 13: Verzichten Sie abends auf zu scharfes und zu reichhaltiges Essen. Nicht
mit vollem Magen, aber auch nicht zu hungrig ins Bett gehen, denn ein
knurrender Magen ist dem Schlaf nicht förderlich und zuviel sorgt dafür,
dass Magen und Darm derart mit der Verdauung beschäftigt sind, dass an
einen ruhigen, tiefen Schlaf nicht zu denken ist.

Tipp 14:
Spät abends nur kleine Portionen und keine schwer verdaulichen
Lebensmittel essen wie Salate, frisches Obst und Vollkornbrot. (Siehe
Tipp 12).

Tipp 15: Ausreichend Bewegung sorgt für einen besseren Schlaf.
Regelmäßiger, moderater Sport hilft ebenfalls gegen nächtliche Unruhe –
vor allem bei älteren Menschen, die sich häufig nicht genügend bewegen.
Allerdings ist Sport nichts für den späten Abend. Die Anstrengung
stimuliert Ihr Sympathisches Nervensystem, sodass erst einige Stunden
später die nötige Bettschwere einsetzt.

Tipp 16: Licht
beeinflusst ebenfalls das Hormon Melatonin, das den Tag-Nacht-Rhythmus
steuert. Man sollte sich daher mindestens eine Stunde am Tag, aber vor
16.00 Uhr im Freien aufhalten. In den Wintermonaten können
„Tageslicht-Lampen“ das Sonnenlicht simulieren. Für eine – meist
halbstündige – Lichttherapie sollten die Geräte medizinisch geprüft sein
und  eine Stärke von mindestens 10.000 Lux haben.

Tipp 17: Bei dauerhafter Schlaflosigkeit gilt es, den
natürlichen Schlafrhythmus wiederzufinden. Da es die
unterschiedlichsten Gründe und häufig auch Kombinationen von Ursachen
dafür gibt, warum der Schlaf aus dem Rhythmus gekommen ist, sind
pauschale Tipps meist wenig hilfreich. Hier kann der Arzt nach
eingehender Untersuchung eine individuelle Behandlung anraten.

Tipp 18: Halten
Sie möglichst regelmäßige Schlafzeiten ein. Das bedeutet, stehen Sie
auch am Wochenende auf wie unter der Woche und gehen Sie wie immer ins
Bett. Der Gedanke, am Wochenende nicht ausschlafen zu können, versüßt
Ihnen die Gewissheit, dass Studien gezeigt haben, dass Menschen, die
jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen, seltener an Schlafstörungen
leiden. Ausnahme: Wenn Sie sich unter der Woche ein Schlafdefizit
einhandeln, dann sollten Sie am Wochenende den fehlenden Schlaf
nachholen.

Tipp 19: Rituale etablieren. Rituale
etablieren, sie verstärken noch die festen Zu-Bett-Geh-Zeiten und
reduzieren so Schlafstörungen – beispielsweise: zuerst Zähneputzen, dann
ein wenig Musik hören und danach zu Bett gehen. 

Tipp 20: Im Bett nicht über Probleme oder anderes nachdenken. Wenn man nicht einschlafen kann, lieber wieder aufstehen, als sich lange im Bett hin- und herzuwälzen. Wenn
man eine oder gar zwei Stunden schlaflos im Bett liegt, beginnt man
automatisch über irgendetwas nachzudenken, die Gedanken kreisen – und
das ist Gift bei einer Neigung zu Schlafstörungen.

Tipp 21: NIcht
dauernd auf die Uhr sehen. Viele Menschen mit Schlafstörung schauen
nachts häufig auf die Uhr. Dadurch sind sie gedanklich wieder aktiv
(siehe Tipp 22).

Bevor Sie ins
Bett gehen, versuchen Sie sich zu beruhigen und zu entspannen. Lassen
Sie den Tag Revue passieren und notieren Sie sich, was morgen erledigt
werden soll. Jetzt ist auch nicht die Zeit für Sport, es ist besser ein
Buch zu lesen oder sich zu unterhalten. Das gilt auch für die Arbeit.
Wer ständig an seine Arbeit denkt, wird auch nachts nicht zur Ruhe
kommen. 

Tipp 22: Was Sie
aufgeschrieben haben, müssen Sie nicht im Kopf haben. Schreiben Sie all
die Dinge auf, die Sie am nächsten Tag beschäftigen werden. Auf diese
Weise haben Sie Ihre Gedanken auf dem Papier
festgehalten und sie schwirren nicht mehr im Kopf herum.

Tipp 23: Gehen
Sie langsam im Kopf noch einmal den Tag durch. Denken Sie an all die
schönen und guten Dinge, die Sie an diesem Tag erreicht haben. Positive
Gedanken helfen der Entspannung.

Tipp 24: Entspannen Sie aktiv. Versuchen Sie nicht nach einem hektischen Tag sofort einzuschlafen. Körper
und Geist hatten noch keine Zeit einen Gang runterzuschalten. Yoga,
Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung haben sich dafür
bewährt.

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Kommentar von Detlef Rochow
29.06.2016, 10:08

Hallo Marioho, irgend etwas hat mir den Text zerschossen - weiß nicht, woran das liegt - bitte entschuldige die schlechte Lesbarkeit.

Detlef

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Ich benutze eine App, die mich weckt wenn ich früh nur im Leichtschlaf bin so, dass ich nicht aus dem Tiefschlaf geholt werde. (Sleep as Android)

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Ich habe mal gelesen das man als Weckerton sein Lieblingslied nehmen soll. Durch das Lied wachst du auch sofort mit einer Freude auf

Hoffe konnte dir helfen ;)

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Ok danke werd ich mal versuchen

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Also wenn du nach 7 Stunden im vermutlich jungen Alter schlecht aus dem Bett kommst, hast vielleicht zu lange geschlafen

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Kommentar von marioho
29.06.2016, 07:16

zu lang? Ich bin aber voll K.O..Viele freunde pennen so bis 9:00 wenn sie um 23:00 pennen gehen..Ich aber steh dann immer um 7:00 uhr oder sogar um 6:00 uhr auf .Normal? Wir sind alle 14-15 Jahre

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Kommentar von Nemo75
29.06.2016, 07:18

Versuch es mal!
Im späteren Berufsleben wirst nur 6-7 h schlafen können.

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