Wie könnte man den Begriff Lehnsakt (in kurzfassung) erklären?

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2 Antworten

Eine muntere Vermutung von Geldzwerg, aber er hat sich getäuscht.

Beim Lehnsakt geht es um die Belehnung, d.h. um die Vergabe des Lehens durch den Lehnsherren an den Lehnsmann.

Ein Beispiel aus der Wikipedia:

"Am 25. November nahm Rudolf in Straßenkleidung und auf einem Holzschemel die Huldigung Ottokars entgegen. Rudolf demütigte damit den auf öffentliche Geltung bedachten böhmischen König gezielt, denn dieser war zum Belehnungsakt in prunkvollen Gewändern und großem Gefolge erschienen.[37] Diese Szene war für Ottokar und seine Gemahlin Kunigunde besonders erniedrigend. Für sie war Rudolf nur ein kleiner Graf, der sich die Königswürde anmaßte. Ottokar musste Rudolf als König anerkennen und seine rechtlich fragwürdigen Erwerbungen, die Herzogtümer Österreich, Steiermark und Kärnten mit Krain und Pordenone, herausgeben. Mit dem Königreich Böhmen und der Markgrafschaft Mähren sollte er belehnt werden. Der Lehnsakt drückte eine Hierarchisierung zwischen thronendem König und Reichsfürsten aus. Ottokar empfing mit gebeugten Knien in Anwesenheit zahlreicher geistlicher und weltlicher Fürsten vom König sein Lehen. Dabei sind im Reich erstmals beim Belehnungsakt gebeugte Knie zweifelsfrei belegt." (Artikel Rudolf I.(HRR))

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Naja, ein Lehnsakt ist eine Aktion, welche ein Lehnsherr von seinem Untertan verlangt.

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