Wie könnte ich wohl den Markier- Wahn meines Rüdens in den Griff bekommen?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Dass ein Hund bis zur Erschöpfung markiert finde ich ziemlich kritisch.

Es gibt zwei denkbare Auslöser, die niemand ausmachen kann, ohne den Hund zu sehen: Stress/ Übersprungshandlung oder sexuell motiviertes Verhalten.

Bei der ersten Variante würde ich mit Alternativverhalten arbeiten, das den Hund aus der Situation rausholt, die er alleine nicht auflösen kann und den Stress reduziert. Mögliche Ansatzpunkte können auch sein, schon im Vorfeld am Erregungsniveau zu arbeiten. Also Fehlerquellen auf dem Weg zu einem Wettbewerb/ neuen Auslaufgebiet auszumachen und gezielt zu desensibilisieren. Ein Klassiker wäre, dass z.B. nur zu solchen Ausflügen ein Rucksack gepackt und das Auto genutzt wird und das bereits Auslöser dafür ist, dass der Hund hochfährt.

Bei der zweiten Variante würde ich, sofern der Hund intakt ist, über einen Chip nachdenken, um zu sehen, ob das den Stress reduziert. Einen solchen Eingriff würde ich aber nicht einfach auf Verdacht vornehmen, sondern einen guten Trainer drauf schauen lassen, der das Verhalten zuverlässig einordnen kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

genau er hat Stress, da du ihn bereits durch Körpersignale die du im Unterbewusstsein aussendest deinen Hund stressen. Du denkst doch schon im Vorfeld " Hoffentlich makiert der jetzt nicht schon wieder" Dazu kommt noch wie du schreibst wenn er einigermaßen runtergefahren ist lasse ich ihn makieren als Belohnung, dass ist der Falsche Ansatz. Gehe lieber vorzeitig und übe vor so einem Event durch Ablenkung, das er sich auspieseln kann.

Aus eigener Erfahrung wenn du einen wichtigen Termin hast bist du doch auch nervös und musst 5 Mal so oft auf die Toilette. Also ruhiges Training für den Hund Autogenes Training für das Frauchen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

du musst ihn mehr in die unterordnung nehmen...den wen du auf platz bist,ist das dein platz u.nicht seiner...lass ihn vorher versäubern,nicht rumalbern nur sein geschäft verrichten...direkt vor der arbeit,einmal kurz markieren und nimm ihn dann in die uo, konsequent...dann gehst du in die arbeit wen er ruhig ist u.nicht vorher, warten u.geduld, du hast den längeren atem...lass ihn in der ganzen arbeit in der uo...mach auch zuhause mehr ou

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von FrauFanta
07.03.2017, 07:55

Danke! Das hab ich mir gedacht, das das der richtige Weg ist!

0

Vielleicht ist das Markieren ja auch eine Übersprungshandlung. Vielleicht ist er nicht aufgeregt, weil er alles markieren "muß", sondern er markiert, weil er aufgeregt ist.

Das beantwortet zwar Deine Frage jetzt nicht, gibt Dir aber möglicherweise eine andere Sicht auf die Dinge...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von adventuredog
07.03.2017, 12:37

das sind genau meine Gedanken dazu!

hinzufügen möchte ich: möglicherweise hat FrauFanta auch dieses unerwünschte Markierverhalten durch ihre Erlaubnis gefördert bzw. gefestigt. Denn

dann darf er auf ein Freigabe Komma quasi zur Belohnung eine Weile markieren wie er möchte. 

das würde ich verbieten. Vorher Gassi gehen und dann Arbeit/Prüfung/Dienst. Dienst ist Dienst und Bier ist Bier ;-))

2
Kommentar von FrauFanta
07.03.2017, 14:49

Ja! 👍🏿 über genau das hatte ich auch nachgedacht

2

hallo FrauFanta

Ich bin der gleichen Meinung wie Naninja und Berni und möchte dir ausserdem die Ausführungen von Clarissa v Reinhardt zum Thema Stress+Beschwichtigung ans Herz legen, bitteschön:

http://www.michis-hundeseite.info/stress.htm

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also, so Tipps von wegen "unterordnung" ist quatsch. Ich würde zuerst einmal beim Tierarzt seinen Hormonspiegel untersuchen lassen. Dann ist man schlauer. 

Man darf nicht vergessen, dass Hunde in unser Gesellschaft insofern nie artgerecht leben können, weil unsere Wege immer die von anderen kreuzen. Ein Rüde wird also immer andere Rüden treffen. Das kann auch zu einer Überproduktion von Hormonen führen. Eine Kastration kann sehr helfen. Wer das nicht will (was eigentlich unsinnig ist, weil es sehr hilft) kann es ja mal mit einem Chip u.a. versuchen. Der Arzt kann beraten was sich bewährt und verträglich ist.

Und die Nahrung ist auch ein Punkt. Durch die Hormonbehandlung der Masttiere ist Barfen z.B. sehr kritisch zu sehen (nicht nur deshalb). Eine vollwertige, fleischarme Biokost mit viel frischen Zutaten kann auch den Hormonspiegel normalisieren. (da versteht ein Arzt aber wieder wenig von, da gibt es andere Informationsquellen)

Das sind nun Ratschläge fernab eines Trainings, der Mensch-Hunde-Beziehung. Da kann natürlich auch was im argen liegen, das müsste man gesondert betrachten. Aber zuerst einmal zum Arzt und testen lassen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?