wie könnte ich mit raucchen aufhören?

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7 Antworten

Bin seit 4 Jahren rauchfrei. Habe mir beim Aufhören kein Verbot aufgesetzt sondern zu mir selber gesagt "Ich rauche jetzt nicht mehr, das heißt aber nicht, dass dies die letzte Zigarette meines Lebens sein muss". Habe ich sozusagen überlistet. wenn man sich selber ein Verbot aufsetzt, kommt automatisch die Lust bzw der frust, sowas nie mehr im Leben haben zu dürfen. Ist wie mit der Schokolade, verbietet man sich die Schokolade, kommt automatisch die Lust darauf. Natürlich ist das aufhören nicht leicht und klar, ohne festen Willen und und der definitive wunsch aufzuhören, wirds nicht klappen. Aber du kannst dich selber reinlegen. Bei mir hats funktioniert ;9

shakalaka18 09.10.2010, 20:15

hahaha ich versuche es genau so wie du hinzubekommen :D

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Wenn es im Kopf nicht klickt, dann funktioniert das nicht. Du musst es wirklich wollen und ich versuche Dir jetzt einmal ein paar Gründe zu geben.

Das Rauchen gesundheitsschädlich ist, dürfte Dir klar sein. Nikotin wird im Hirn aufgenommen und auch abgebaut. Je mehr Kippen man raucht, um so höher wird die Toleranzschwelle. Das heißt das Nikotin wird schneller abgebaut und neues muss zugefügt werden.

Und genau darin liegt die Gefahr. Denn durch stets vermehrte Rauchen, werden dem Körper mehr Giftstoffe wie Teer und Blausäure zugeführt. Das Teer sowie auch die Blausäure graiefen die Lungenbläschen an. Dies führt im Ergebnis dazu, dass sich die Oberfläche der Lungenbläschen vergrößert und somit das Lungengewebe zerstört wird.

Die Lunge überbläht und es bildet sich sodann ein Emphysem. Die Zerstörung des Gewebes ist irreversibel, also nicht rückgängig zu machen. Der vorgang kann nur gestoppt werden, in dem man absolut rauchfrei wird.

Aber leider ist das nur der Anfang. Denn bekanntermaßen befindet sich in der Lunge der kleine Blutkreislauf. Mit Sauerstoff angereichertes Blut wird an das herz geliefert, welches das blut in den großen Kreislauf einbringt. Da es sich um einen Zusammenhängenden Kreislauf handelt, wird allerdings auch vom Herzen - bereits gebrauchtes Blut- zur Lunge zurückgepumpt, um dies dort wieder mit Sauerstoff anzureichern.

Dieser Vorgang wird jedoch durch das Emphysem gestört, weil in der Lunge ein höherer Druck entsteht. Das Rechtsherz muss also diesem Druck standhalten und dagegen arbeiten. Dies führt über kurz oder lang zu Rechtsherzschwäche. Und dann muss ärztliche Hilfe in Anspruch genommen, weil es megagefährlich wird. Das erste Anzeichen sind Durchblutungsstörungen, die sich durch Kribbeln in den Händen, Wassereinlagerungen in den Beinen und vor allem durch veränderte Atemgewohnheiten bemerkbar macht. Kutschersitzstellung und Ausatmen über gespitze Lippen sind ein gutes Erkennungszeichen.

Hört man dann nicht mit dem rauchen auf, führt das unweigerlich zur Zyanose, die unweigerlich zum Tod führt.

Wenn Du jetzt wirklich noch weiterrauchen willst, können wir Dir hier nicht helfen. Als Bild sende ich Dir mal eine Raucherlunge.

Raucherlunge - (Sucht, Zigaretten)

Nimm Dir ein festes Datum vor ab dem Du nicht mehr rauchen willst.

Erzähle möglichst vielen Menschen von Deinem Vorhaben (und übe gleich mal die Argumente mit denen Du den Zweiflern begegnest)

Entferne alle Zigaretten, Kippenreste, Aschenbecher, Feuerzeuge, Tabakbeutel und Papers aus Deiner Wohnung (und wenn nötig auch aus Garage, Treppenhaus und Garten).

Überlege Dir Sinnvolle und angenehme Beschäftigungen oder Dinge, auf die Du bei Suchtdruckattacken zurückgreifen kannst.

Mache Dir bewußt, daß die Attacken zwar vielleicht noch unangenehmer werden - daß sie aber auch wieder aufhören. Je öfter Du es schaffst zu widerstehen, desto leichter wirds.

Mach Dich schlau über Sucht im Allgemeinen und Nikotin im Besonderen. Je besser Du Bescheid weißt, desto eher erkennst Du die Fallstricke. Was mir sehr geholfen hat (Nicht nur bei Nikotin) war die "Suchtfibel" von Ralf Schneider ISBN 978-3-8340-0600-4

Volker13 09.10.2010, 20:49

Das hilft alles nicht, wenn es im Schädel nicht klick macht.

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Rollostoimetz 10.10.2010, 11:03
@Volker13

Das stimmt wohl. Aber ohne den Hintergrund ist es auch mit Klick verdammt schwer. Ich habe es Gott sei dank vor einem halben Jahr geschafft. Aber auch das nur "Relativ einfach" - auch ich bin 6 Wochen lang die Wände hoch :-) - weil dies der krönende Abschluß meiner Suchtentwöhnung war (1. Alkohol, 2. THC, 3.Nikotin). Ich hatte also die Erfahrung der vorherigen Entwöhnungen.

Aber die von mir aufgezählten Tips entsprechen den gemachten Erfahrungen.

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Bei der bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es ein "Ich werde Nichtrauchjer" Set kostenlos. Das hilft dir bestimmt die erste Hürde zu nehmen.

geh in eine selbsthilfegruppe.

Der absolut feste Wille muß da sein, ohne den gehts gar nicht.

wenn es im Kopf nicht klick macht, funktioniert das alles nicht,....die ganzen Wundersachen helfen nicht, wenn der Kopf nicht erkennt, wie Schwachsinnig das Rauchen ist...

Tschipsa 10.10.2010, 10:52

Der Kopf erkennt es schnell, nur das Unterbewusstsein nicht.

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