Wie könnte ich 5 kg Gewicht verlieren?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Guten Morgen TimeosciIlator,

nun zunächst wären Daten zu deiner Person interessant wie bspw:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Körpergröße
  • Gewicht
  • Tagesablauf
  • momentane Ernährung

So kann man dir eine individuelle Antwort liefern.

Eine allgemeine Antwort wäre folgende (Achtung lang!):

Wer Körperfett reduzieren muss braucht ein Kaloriendefizit bei gedecktem Grundumsatz (=Die Energiemenge, die ein Mensch bei Ruhe für die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperfunktionen (Atmung, Herzschlag, Drüsenfunktion) pro Tag benötigt, Q: http://www.ernaehrung.de/lexikon/ernaehrung/g/Grundumsatz.php)

1 Kg Körperfett hat etwa 7.000 Kilokalorien. Je nach Kaloriendefizit (bei gedecktem Grundumsatz) kannst du dir selbst ausrechnen wie schnell du wie viel Fett abnimmst. Der Rest ist Wasser (vorallem bei Programmen wie Low Carb) oder Muskelmasse.

In der Regel gilt ein Verlust von 0,5-1 Kg Körperfett pro Woche als gesund und realistisch.

Anders wirst du kein Fett reduzieren. Bedenke: Gewichtsabnahme ist nicht unbedingt gleich Fettabnahme!

Dabei spielt es im Übrigen zunächst keine Rolle wie sich die aufgenommen Kalorien zusammensetzen. Lediglich bzgl. der Nährstoffzufuhr und der Sättigung wird das wichtig.

Auch Sport wäre nicht zwingend nötig, erhöht aber deinen Verbrauch und damit den Spielraum für dein Defizit. Auch aus gesundheitlich Sicht ist Sport natürlich von Vorteil.

Gesund ist dabei generell, wenn du...

  • ... mindestens deinen Grundumsatz deckst
  • ...deine Mikronährstoffe ausreichend zuführst
  • ...deine Makronährstoffe möglichst optimal verteilst (hierzu keine allgemeingültige Empfehlung von mir)
  • ...keinen längerfristigen Kalorienüberschuss erzeugst (je nach Ziel)

Nun klingt das womöglich sehr kompliziert. In der Praxis ist das gar nicht das Thema, mit der Zeit hast du die Übung raus und weißt was du noch essen kannst, solltest - wie auch immer.

Wichtig ist vorallem, dass du vorallem auf voluminöse und zugleich kalorienarme Lebensmittel zurückgreifst.

Von einer Pizza bspw. kannst du (im Defizit) zwar auch abnehmen wirst aber wohl nicht satt. Gerade in einer Diät ist es unheimlich wichtig die Sättigung nicht zu unterschätzen.

Auch eine erhöhte Proteinzufuhr erzielt einen positiven Sättigungseffekt. Das schadet einer gesunden Niere nicht, bei Unsicherheiten empfiehlt es sich Rücksprache mit dem Arzt zu halten.

Oben sprach ich bereits die Pizza an, die kannst du essen. Solange du im Defizit bleibst nimmst du trotzdem Fett ab. Aber sowohl aufgrund der Sättigung als auch aufgrund der Nährstoffzufuhr solltest du den Großteil (80-90%) deiner Kalorienzufuhr durch unverarbeitete Lebensmittel decken.

Dann geht auch mal ein Eis o.ä. - ohne Probleme (Defizit nicht vergessen).

Sog. "Cheat-Days" sind daher völliger Unsinn. Vorallem wenn man nicht zunehmen möchte. Der Cheat-Day gleicht vielmehr einer Essstörung, man frisst meist nur Mist, die Makroverteilung ist eine Katastrophe und die Mikronährstoffe werden völlig vernachlässigt. Hinzu kommt das ein meist hart erarbeitetes Defizit der letzten Tage schnell hinüber ist.

Du darfst dich jeden Tag "belohnen" und jeden Tag "Mist fressen" wenn du es möchtest. Solange du im Defizit bleibst, du die Makros und Mikros optimal verteilst und ausreichend zuführst steht dem "belohnen" und vorallem dem Abnehmen nichts im Wege. Und es bleibt immernoch gesund.

Ja auch Eis, Pizza, Schokolade und Co. sind dann überhaupt kein Problem. Oh Schreck.

Warum aber "cheaten"? Wen will man betrügen? Sich selbst? Wozu?

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Meine Empfehlung geht daher in die Richtung der Erfassung der Kcal-Aufnahme. Dies kannst du recht einfach durch Apps wie MyFitnessPal, Lifesum, etc. tun.

Gerade am Anfang wird die Kalorienaufnahme meist unterschätzt. Sich ein genaues Bild davon zu machen ist daher nicht verkehrt. Mit der Zeit weiß man dann u.U. meist schon von selbst wie viel man noch aufnehmen kann/muss ohne explizit zu wiegen und zu zählen. Zu Anfang aber ein durchaus sinnvolles Hilfsmittel.

Das Kalorienzählen wird oftmals recht kritisch betrachtet. Fakt ist aber das Kalorienzählen nicht krank macht, lediglich wie damit umgegangen wird. Wer also zu Essstörungen neigt oder bereits eine hat/hatte und/oder gar zu jung ist sollte keine Kalorien zählen. Allen anderen die damit verantwortungsvoll umgehen und sich ausreichend informieren ist vom Kalorienzählen aber nicht abzuraten.

Um zu ermitteln wie viele Kalorien du aufnehmen darfst bzw. musst (mind. Grundumsatz) ist es zunächst wichtig, dass du deinen Kcal-Verbrauch kennenlernst. Dieser setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen

  • Resting Metabolic Rate (RMR) – Auf deutsch auch als Grundumsatz bekannt.
  • Thermic Effekt of Food (TEF) – Energie die für die Verstoffwechslung der Nahrung verbraucht wird.
  • Thermic Effect of Activity (TEA) – Kcal, die du für bewusste Bewegungen (Training, Sport) benötigst.
  • None Exercise Activity Thermognensis (NEAT) – Kcal, die für alle unbewussten Bewegungen benötigt werden (Herumlaufen, Putzen, Herumzappeln, Aufräumen, Arbeit etc.)

Bzgl. TEF, TEA und NEAT findest du hier nähere Infos, das würde den Rahmen nur noch weiter sprengen: http://fitness-experts.de/grundlagen/kalorienverbrauch

Der Grundumsatz wurde von mir ja oben bereits erwähnt. Dieser macht bei einem relativ inaktiven Menschen bis zu 60-80 % des Gesamtverbrauchs aus. Das verschiebt sich je nach Aktivitätslevel. Er ist von Körpergewicht, fettfreien Masse (Muskeln), Geschlecht, Alter und deiner Genetik abhängig.

Der Grundumsatz darf beim abnehmen nie unterschritten werden. Du bewegst dich beim Abnehmen daher immer zwischen den Grundumsatz und den Gesamtumsatz.

Dein restlicher Verbrauch variiert von Tag zu Tag je nachdem wie aktiv du bist. Eine Berechnung kann auch hier vorgenommen werden, muss aber dann täglich aktualisiert werden. Ist daher ziemlich aufwendig und meist äußerst ungenau.

Viele nutzen daher etwaige Fitnesstracker. Diese Investition muss natürlich jeder für sich abwägen. Eine Motivation, gerade für Anfänger ist es aber allemal. Auch helfen sie (je nach Genauigkeit) ein Gefühl für den täglichen Verbrauch (je nach Aktivität) zu bekommen. Auch wenn diese Tracker meist nur einen Richtwert ausgeben können reicht es um sich daran bei der Kalorienaufnahme zu orientieren.

Hat man den Verbauch dann ermittelt weiß man in etwa wo man sich einpendeln muss. Beim Abnehmen erzeugt man ein Defizit indem man schlichtweg weniger Kcal aufnimmt als verbaucht werden. Will man dann das Gewicht halten so hält man die Bilanz ausgeglichen.

Vergiß nicht das auch der Grundumsatz schwankt und aktualisiert werden musst sobald sich das Gewicht verändert. Evtl. empfiehlt sich am Ende einer Diät daher eine (erneute) Spirometrie.

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Zum aktiven Sport findest du bspw. ausreichend Videos auf YouTube bspw. für HIIT oder Zumba. Mach das was dir Spaß macht und womit du zurecht kommst.

Mit Sport ist aber nicht nur Radfahren, Schwimmen, Turnen etc. gemeint sondern das beginnt schon bei den kleinen Dingen im Alltag. Werde generell aktiver und mache dir das täglich bewusst. Nehme die Treppe anstatt den Aufzug/die Rolltreppe, fahre mit dem Rad zur Schule/Arbeit und steige bspw. mit dem Bus eine Station früher aus um den Rest zu Fuß zu gehen.

Eine gute Orientierung sind auch die oft angepriesenen 10.000 Schritte. Davon allein wirst du nicht abnehmen, aber du wirst generell aktiver und du wirst dir der Thematik bewusster.

Sport erhöht deinen Verbrauch was deinen Spielraum für das Defizit und deine Kcal-Aufnahme vergrößert. Auch aus gesundheitlicher Sicht ist Sport natürlich sehr zu empfehlen.

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Mit einem Kaloriendefizit wirst du abnehmen! Wenn deine Waage keine Veränderung zeigt hast du entweder kein Defizit oder vergißt gewisse Dinge wie bspw:

  • Körpergewicht schwankt täglich! Schwankungen bis zu 4 Kg sind da durchaus möglich.
  • die aufgenommene Salz- und Kohlenhydratmenge beeinflusst das Körpergewicht (Wassereinlagerungen)
  • Hitze, Stress etc. lagert ebenfalls Wasser ein

Zum Schluss noch ein zu oft vernachlässigter Punkt: Das Richtige Wiegen. (egal ob m oder w)

  • Immer zum selben Zeitpunkt messen: morgens, nach dem Aufstehen und nach dem Toilettengang, ohne Kleidung.
  • Gewichtsänderungen über 1-3 Tage sagen praktisch nichts darüber aus, ob du Fett zu- oder abnimmst. Eher etwas über: Wassereinlagerungen, Stress, Salz-, Kohlenhydrat- und gesamter Essensmenge.
  • Vergleiche immer nur 7 Tages-Durchschnittswerte derselben Wochen zweier Zyklen (beispielsweise immer Woche 1 deines Zyklus). Du kannst sinnvollerweise nur den Wochendurchschnitt aus Zyklus A, mit dem korrespondierenden Wochendurchschnitt aus dem folgenden Zyklus B vergleichen.
  • Hast du mit Krafttraining neu begonnen oder steigerst du dich im Training, kalkuliere eine Gewichtszunahme durch Muskelwachstum mit ein.

Q: http://fitness-experts.de/frauen/wie-frau-sich-richtig-wiegt-frauen-und-das-gewicht

Du siehst also: Gewichtszu- oder -abnahme hat nicht immer direkt etwas mit Fettzu- oder abnahme zu tun.

Bessere Indikatoren als dein Körpergewicht wären da Fotos, Messung der Umfänge und deine Kleidung.

Ich hoffe das ich dir weiterhelfen konnte. Bei weiteren Fragen kannst du dich gerne an mich wenden. Dennoch bitte ich dich auch um etwas Eigenrecherche. Das wird oftmals einfach vernachlässigt.

Lg

HelpfulMasked

Der Jojo-Effekte ist Unsinn.

Kleines Rechenbeispiel: Person benötigt zu Beginn ihrer Diät 2.500 kcal / Tag.
Sie nimmt ab.

Natürlich hat sich ihr Gesamtbedarf verringert.
Den Grundbedarf ignoriere ich, da dieser nur für komatöse (bewegungslose) Personen gilt.

Person braucht jetzt mit ihrem neuen Gewicht nur noch 1.500 kcal / Tag, um über den Tag zu kommen.
Sollte sie sich mehr bewegen, dann natürlich etwas mehr.

Wenn sie natürlich wieder soviel wie vor ihrer Diät isst, ohne sich entsprechend zu bewegen, ist es normal, dass die Person dann wieder zunimmt.

Mal von natürlichen Gewichtsschwankungen abgesehen.

Das Abnehmen verursacht keinen Jojo-Effekt.
Ebensowenig zerstört es den Stoffwechsel - wenn, dann wäre Mensch tot.

Abnehmen erfolgt nach der Regel: Kaloriendefizit erzielen.

So neu sind die Erkenntnisse auch nicht. Weniger essen, als du verbrauchst. Dann nimmst du ab.

Der Jojo-Effekt bedeutet, der Körper neigt dazu in der Diät Muskelmasse abzubauen. Dadurch sinkt der Kalorienbedarf, die Diät stagniert und es gibt Frust und Jojo-Effekt.

Dementsprechend kann man dem vorbeugen, indem man versucht, die Muskulatur bestmöglich zu erhalten. Also, langsam abnehmen und Krafttraining dazu.

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