Wie könnte aus toter Materie Bewusstsein entstehen, welches diese Frage stellt?

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Seit Menschengedenken beschäftigen sich Philosophen und Wissenschaftler mit der Frage, was ist Geist und Bewusstsein und wie lassen sie sich erklären.

Um dies zu erklären, gab es schon viele verschiedenen Ansätze.

Der religiöse Ansatz laut Bibel ist der, dass Körper und Geist getrennte Dinge sind (Dualismus). Der Leib entsteht im Körper der Mutter, aber der Geist kommt von Gott und wird dem ungeborenen schon im Mutterleib von Gott durch die Nase eingehaucht.

Mit der Begründung des mechanistischen Weltbildes durch Réne Descartes im Jahre 1600, nachdem der Mensch wie eine Maschine bzw. ein Uhrwerk aus Einzelteilen aufgebaut ist, konnte der Dualismus zwischen Leib und Geist nicht aufgelöst werden, da nirgendwo im Uhrwert Mensch lein Rädchen "Geist" gefunden werden konnte.

Basierend auf diesem Weltbild Descartes’ entwickelte sich die deterministische bzw. reduktionistische Physik. Beide Begriffe sind inhaltlich gleichwertig, nur aus einer anderen Perspektive betrachtet. Sie setzen beide die universelle Gültigkeit des Kausalitätsprinzips voraus. Kennt man die Grundlagen (Ursachen) kann man daraus deterministisch exakt auf die Folgen schließen. Kennt man die Folgen (Wirkungen), kann man reduktionistisch auf die Ursachen schließen. Innerhalb dieses Weltbildes konnte aber ebenfalls nicht erklärt werden, was Geist bzw. Bewusstsein eigentlich ist und wie er entsteht. Dieses Problem führte letztlich auch zu dem Schisma (Trennung) zwischen Geistes- und Naturwissenschaften. Die Naturwissenschaften versuchten weiter, teils bis in die heutige Zeit, Geist rein physikalisch reduktionistisch zu erklären (Physikalismus) oder darzustellen, dass Geist letztlich nur physikalische bzw. chemische Vorgänge im Gehirn sind. Solche völlig erfolglosen Erklärungsversuche gibt es noch heute und die solltest du als veraltet meiden.

Ein völlig neues Weltbild schuf Ilya Prigogine mit seiner Theorie Dissipativer Strukturen, für die er 1977 den Nobelpreis erhielt. In dieser Theorie zeigt er unter anderem, dass viele natürliche Phänomene nicht durch das Kausalitätsprinzip erklärbar sind, sondern dass sie emergente Erscheinungen eines komplexen Systems darstellen, das in intensiven Wechselwirkungen mit seiner Umwelt steht. Solche emergenten Erscheinungen sind grundsätzlich irreversibel, d.h., sie lassen sich keinesfalls mehr auf tieferliegende Ursachen reduzieren. Sie sind etwas Neues und als solches auch nur ganzheitlich und an sich phänomenologisch weiter zu erforschen. Progogine plädiert darauf basierend, das Schisma von Natur- und Geisteswissenschaften zu überwinden und beide wieder zu vereinigen. Für Prigoine sind Geist und Bewusstsein emergente Erscheinungen der Gehirntätigkeit, das sowohl auf physikalischer als auch informeller Ebene stark mit seiner Umwelt wechselwirkt. Prigogine zeigt in seiner Theorie genau, was physikalisch im Gehirn passiert, damit aus der Dissipation von Energie Geist und Bewusstsein emergieren kann. Diese Physik, die da abläuft, hat einen ganz neuen Zweig der Physik begründet, den man als die Physik des Lebens bezeichnen könnte. Zu finden ist das insbesondere unter den Stichworten nichtlineare Thermodynamik, nichtlineare Physik, nichtlineare Dynamik, deterministisches Chaos, dissipative Strukturen oder auch Komplexitätstheorie.

Bei dieser neuen emergentistischen Betrachtungsweise gibt es auch keinen Dualismus Leib-Geist mehr, denn beide können nicht mehr getrennt (reduktionistisch), sondern nur noch gesamtheitlich betrachtet werden. Sein neues emergentistisches Weltbild durchdringt zur Zeit sämtliche Human- und Lebenswissenschaften.

Einer der ersten Wissenschaftsphilosophen, der dieses neue Weltbild adaptiert und propagiert hatte, war Karl Jaspers. 

Sowohl in der medizinischen, psychologischen als auch philosophischen Hirn- bzw. Geist- und Bewusstseinsforschung spielt dieses neue Weltbild Prigogines inzwischen die dominierende Rolle.

Den fortschrittlichsten und konsequentesten Ansatz im Sinne Prigogines und Poppers, das Phänomen Geist und Bewusstsein zu erklären, vertritt m.E. Thomas Fuchs. Er hat, Nomen est Omen, an der Universitätsklinik Heidelberg die Karl Jaspers-Professur für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie inne und vereinigt auf herausragende Weise seine praktischen Erfahrungen als Mediziner mit der Philosophie des Geistes und deren physikalischen Grundlagen. Er betrachtet den Menschen als eine Gesamtheit und löst damit den Leib-geist-Dualismus endgültig auf. Im Sinne der Theorie dissipativer Strukturen beleuchtet er intensiv die Wechselwirkungen der einzelnen Komponenten innerhalb des Menschen sowie die Wechselwirkungen des Menschen mit seiner Umgebung und verzichtet dabei auf jeglichen Reduktionismus und betrachtet stattdessen das Bewusstsein im Sinne Prigogines und Poppers hauptsächlich phänomenologisch.

Wie könnte aus toter Materie Bewusstsein entstehen, welches diese Frage stellt?

Wie soll es denn vom Anfang her tote Materie gegeben haben ? Das geht schon mal nicht...

Materie kann man Zweifels Ohne, als geronnene Energie ansehen, so wie es auch Einstein schon publizierte...

Daraus folgt, das sich Materie immer noch als Energie bestätigt, welche weder erzeugt noch zerstört werden kann...

Zum anderen gibt es auch keine Materie in der Materie , die man letztendlich darin finden könnte...

Bewusstsein , kann es also nicht in toter Materie geben ...und in dem Fall "Wie könnte aus toter Materie Bewusstsein entstehen," wird das Pferd von hinten aufgezäumt ..., denn Bewusstsein ist keineswegs etwas was erst entstehen muss...

Braucht ein Stein also nur sehr, sehr lange Zeit der Entwicklung, um eines Tages denken bzw. Bewusstsein hervorbringen zu können?

Alles scheint eine Entwicklung zumachen , doch diese findet immer zuerst in der geistigen Ebene statt ...Dort ist der Wandel des Prozesses durch Bewusstsein zu Bewusstwerdung und Bewusstheit im Gange und daraus folgt sie weiteren groben, aber auch feineren Ebenen der Wirklichkeit , jedoch nicht alle mit unseren Sinnen wahrnehmen können...

Zum anderen ist ein Stein nicht nur ein Stein sondern enthält viele Mineralien und nun überlege mal, warum der Mensch diese zum leben braucht ? z.B. nur mal bei dem Salz angefangen ? Die Verbindung zu den Mineralien , die der Körper benötigt , geht weit über das medizinischen Wissen unserer Zeit... Wir müssen immernoch lernen das wir ein Teil des Ganzen sind welches alles mit allem verbunden ist , da das Bewusstsein ausmacht...

Mit anderen Worten ; was ich hier denke, ist gleichzeitig Über-All ...Aber das ist bereits in der Quanten-welt angekommen und wird einestages auch noch besser verstanden werden...

Schließlich brachte ja unser Universum selbst Bewusstsein und sogar Ich-Bewusstsein hervor.

?? Aus was denn...? Verfolge den Gedanken weiter und du musst dem Bewusstsein auch ein Alter zuweisen und sogar einen Geburtsmoment, welcher von den Astronomen als Big Bang ( Urknall) usw. postuliert wird... Das ist natürlich nur Quatsch mit Soße und verfolgt das Ziel, Bewusstsein , als etwas wie eine natürliche Entwicklung oder Evolution zu verkaufen welche auch sogleich mal mit etlichen Endzeit-zenarien bestückt wird, wie das Kollabieren des Universums, riesen schwarze Loch usw ...Nichts davon beruht auf irgendwelche Fakten...!

Ein Ich-Bewusstsein ist eine Illusuion die sich das Gehirn ausgedacht hat ... es meint Du zusein , aber es ist nur das Ego in dir ... Du bist aber viel mehr als nur ein Ich bin , ich will- ich -ich -ich.... ;)

Sonst gäbe es uns nicht - wir, und unser ICH.

Weisst du denn woher du kommst ? Warum es dich gibt ? Ausgerechnet Dich ? Ausgerechnet jetzt ? Ausgerechnet Hier ?

Wer oder Was hat das ausgerechnet ?

Ein Wir oder ein Ich ?

Das kann nicht mal ein Zufall , da jede Wahrscheinlichkeitsrechnung zu gering wäre als das sie tatsächlich existent wäre ... Somit bleibt nur noch die Illusion einer Realität übrig... ;)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das Leben ist das Produkt besonderer physikalischer und chemischer Bedingungen auf der Erde. Das Bewußtsein ist das Produkt besonderer biologischer und sozialer Bedingungen. Alle biologischen Phänomene einschließlich des Bewußtseins haben sich aus sich selbst entwickelt, dies muß immer unter Berücksichtigung der physikalischen, chemischen und nach Entwicklungsbeginn auch der biologischen und sozialen Voraussetzungen betrachtet werden.

Ein Stein kann erodieren, zerfallen, verschmelzen, platzen, kurz: physikalischen, chemischen und biologischen Wirkungen unterliegen, er kann nur passiv aber nicht aktiv sein; er kann sich deshalb nicht entwickeln wie ein biologisches Phänomen.

Wer kann mir beweisen, dass diese Welt nicht nur ein Traum bzw. eine Simulation ist?

Ich habe gestern den Film Inception gesehen und konnte danach fast nicht einschlafen XD

Gut, sollte es ein Traum sein, würde man aufwachen, sobald man davon ausgeht, dass es ein Traum ist und eine Simulation würde diesen Gedanken erst garnicht zulassen....

Aber ich kenne ja nur diese Welt. Vielleicht ist es ja von der Simulation so gewollt, dass ich von ihr weiß :O

Jeder User hier könnte nur ein Bot und alle anderen Lebewesen und jede Materie in diesem Universum aus Nullen und Einsen bestehen...

Ich habe irgendwie Angst, dass ich in etwas gefangen bin und konnte gestern kein anderen Gedanken fassen :(

Es ging mir erst besser, als ich mich ablenkt habe :) (ein weiteres Anzeichen dafür, dass diese Welt real ist und ich mich verrückt mache?)

Diese Angst, die ich gestern Abend vor dem Schlafen gehen verspürte, kannte ich von vor ein paar Jahren. Damals bekam ich auch Herzrasen, unkontrolliertes Zittern und das Bedürfnis zu rennen, als ich mir einbildete Unsterblich zu sein oder nie wieder schlafen zu können, nachdem ich schon 1 Stunde wach im Bett lag XD

Heute weiß ich natürlich, dass das kompletter Blödsinn war aber gestern kamen diese Gedanken wieder hoch und in Kombination mit diesem Film, brachte es den Topf einfach zum überlaufen...

Ich rede mir aber wirklich häufig etwas ein... Beispiel: ich schneide mich und denke direkt an eine Infektion. Ich komme aus dem Wald und denke direkt an Borreliose usw.

Aber das sind nur Randinformationen.

Aber wer kann mir meine eigentliche Frage beantworten?

(ich hatte diesen Gedanken, eigentlich komplett allein zu existieren schon ein paar mal. War aber nie so schlimm)

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Alles soll erst im Urknall entstanden sein?

Astrophysiker behaupten, alles sei erst im Urknall aus dem Nichts entstanden, also Zeit, Raum, Energie, Materie, Naturgesetze, Eigenschaften und Möglichkeiten, ohne allerdings diese Behauptung auch stichhaltig logisch begründen zu können! Darum die Frage, ob man das erklären kann? - Meine eigene persönliche logische Antwort dazu ist folgende: 1. aus einem philosophischen - oder absoluten Nichts = kann absolut und ewig unmöglich irgendetwas jemals wirklich spontan und zufällig was entstehen und sich dann auch noch weiter entwickeln und diese unbedingte unangreifbare empirische Grundtatsache ist ein absolutes logisches, unabwendbares ewiges philosophisches Grunddogma! 2. logische Definition von absoluten Nichts ist folgende: absolutes Nichts ist gleich = absoluter Anfangs-punkt = absoluter Bezugspunkt = absolute Nullgröße im absoluten Kleinen, weil es nicht kleiner mehr geht, so die menschliche Vorstellung oder - Fiktion = absolute Unmöglichkeit aller Dinge, weil ja absolut nichts da ist in einem absolut leeren Raum ! Da wir ja empirisch existieren (Mensch, Bewusstsein, Universum), kann es logisch nur ein relatives Nichts existieren, aus dem der Urknall entstehen konnte! Definition des physikalischen - oder relativen Nichts ist folgende: siehe bitte dazu auch alle physikalischen (Planck-Größen, Quantenschaum und das mathema-tische unendliche Kleine bei Wikipedia!). Da es nun aber aufgrund unserer Existenz logisch ergo kein absolutes (Nichts = absoluter Bezugspunkt = absoluter Null-punkt = absoluter leerer und unendlich großer Raum ohne jede Zeit = absolute Unmöglichkeit gibt, muss es also logisch umgekehrt eine absolute Möglichkeit = Allmacht = Gott geben! Weil es kein absolute Null gibt, kann es logisch auch somit gar kein absolutes Gleichgewicht von irgendwas (+ und -, Materie und Antimaterie = Symmetrie) geben und das ist auch genau der logische Urgrund für den unbe-dingten = absoluten Antrieb = Motor = Energie und alles spielt sich in diesem unbedingten und absolut unendlich großen Raum ab, in dem alles enthalten ist, also Gott und seine Schöpfung = Universum und Zeit ist die von Gott festgesetzte Wandlungsgeschwindigkeit aller Dinge! Lesen sie bitte auch meine Gedanken ab Seite 115 bis 131 im Buch: "Jede Stunde Mühe und Kampf - Gedanken und Erinnerungen eines Schwerbehinderten, Autobiografie, Christoph Thomas, Autobiografie, Klecks Verlag, im April 2016 erschienen!

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