Wie können/konnten russische Wehrpflichtige mit dieser Angst leben?

8 Antworten

Der Mensch ist anpassungsfähig und die Dedowschtschina wurde schon immer in der sowjetischen und später russischen Armee toleriert.

Mein Vater beantwortete mal eine ähnliche Frage so:

Die Dedowschtschina und die Härte der Trainings machten aus einem Muttersöhnchen einen Mann.

Das Training härtete den Rekruten physisch und die Dedowschtschina psychisch ab. So wurde der Soldat auf Extremsituationen vorbereitet. Gleichzeitig wird die Einhaltung der Hierarchie antrainiert. Jeder Rekrut durchläuft während seiner Dienstzeit die sechs Stufen vom "körperlosen Geist" bis zum "Dembel (Demobilisierter)" durch. "Ded (Großvater)" stellt dabei die Stufe 5 dar.

Jedem russischen Rekruten ist klar, dass die Armee kein Zuckerschlecken ist, aber im Nachhinein haben die meisten überwiegend schöne Erinnerungen aus ihrer Dienstzeit.

Natürlich gibt es auch welche, die übertrieben. Aber das sind dann meistens spätere Mörder und Vergewaltiger, die eine sadistische Ader haben und das Quälen anderer genießen. Sie sind nicht der Sinn und Zweck der Dedowschtschina.

Der Sinn der Dedowschtschina ist die Abhärtung der Psyche eines Neurekruten und Trainig von Einhaltung der Hierarchie.

Die Dedowschtschina und die Härte der Trainings machten aus einem Muttersöhnchen einen Mann.

Und das ist zwingend erforderlich? Muss jeder Mann unbedingt auch ein Krieger sein und sollte die Entscheidung darüber nicht ihm selbst obliegen?

Abgesehen davon, dass dies aus zweifacher Hinsicht ungerecht ist, da Frauen dieser Zwang erspart bleibt.

Natürlich gibt es auch welche, die übertrieben.

Nachdem, was man darüber so hört, sind das aber wohl eher keine Einzelfälle.

Oder warum sonst haben viele junge Männer eine derart panische Angst vor der Einberufung, dass sie teilweise sogar Selbstmord begehen?

Und warum gibt es sogar eine Vereinigung der Soldatenmütter, die gegen dieses Unrecht ankämpft?

Welche Eltern hätten keine Angst um ihren Sohn, wenn es nur glücklichen Umständen zu verdanken ist, dass er die Zeit des Wehrdienstes überlebt oder unversehrt übersteht?

Dass beim Militär ein gewisser Drill vorhanden sein muss, um die Rekruten auf Disziplin einzuschwören, ist klar. Denn das kann im Ernstfall überlebenswichtig sein.

Aber es ist sicher niemandem geholfen, wenn die jungen Rekruten gleich zu Beginn ihrer Dienstzeit schon gebrochen und fertig gemacht werden.

Das werden dann keine Elitesoldaten, sondern seelische und im schlimmsten Falle auch körperliche Wracks. Oder sie verrohen derart, dass sie später zu schlimmen Straftätern werden, die man dann wieder auf die Gesellschaft loslässt.

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@Franz577
Aber es ist sicher niemandem geholfen, wenn die jungen Rekruten gleich zu Beginn ihrer Dienstzeit schon gebrochen und fertig gemacht werden.

Und warum wird genau das dann in vielen Armeen der Welt, insbesondere in denen mit Befehlstaktik?

https://www.youtube.com/watch?v=wM1LqadfuYQ ist auch nichts anderes als Psychoterror mit genau dem Ziel die Soldaten zu brechen.

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@Nomex64

Wie gesagt, ein gewisser Drill mit Augenmaß ist in Ordnung und davon wird ein Mensch mit normaler Verfassung auch noch nicht gebrochen, weil er weiß, dass es diesen Drill gibt, das Ganze zeitlich begrenzt ist und weil er auch weiß, dass er keine körperlichen Demütigungen erleiden muss. Aber Totschlag, schwere Körperverletzung oder abartige psychische Grausamkeiten haben mit "Drill" nichts mehr zu tun.

Wenn man als Rekrut täglich um sein Leben oder seine körperliche Unversehrtheit fürchten muss, weil man nicht weiß, welche Schikanen einen heute erwarten, dann drillt man diese Menschen damit nicht, sondern man zerstört sie.

Das ist ein Verstoss gegen die Menschenwürde!

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@Nomex64

Richtig erkannt, aber ich wurde nicht ausgemustert, sondern habe verweigert und war dann Zivi. Und es war für mich auch von Anfang an klar, dass ich verweigern werde, da ich kein Mensch für solche Machtspielchen bin.

Ich bin kein stiller Befehlsempfänger und war es auch noch nie, weshalb ich massive Probleme gehabt hätte, mich da unterzuordnen und "sinnlose" Befehle auszuführen, deren Zweck nur reine Schikane gewesen wäre.

Da war meine Zeit als Zivi für mich wesentlich sinn- und auch wertvoller.

Aber ich kenne einige, die gedient haben bzw. bei der Armee waren, allerdings nicht in Russland. Und von ein paar kleineren Schikanen oder Streichen wurde immer erzählt. Aber niemand, den ich kenne, wurde beim Bund ernsthaft verletzt oder schwer gedemütigt.

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@Franz577

Du kannst aber die Bundeswehr nur schwer mit den Armeen vergleich die eine Befehlstaktik anwenden. Das Führen mit Auftrag wie es in der BW angewandt wird bedingt einen ganz anderen Soldatentyp.

Das was du sagt hört man immer wieder von Verweigerern. Das hat mit der Realität in aller Regel wenig zu tun. Soldaten dazu zu erziehen das sie Befehle ausführen, ohne vielleicht auch noch darüber zu diskutieren, ist eine höchst komplexe Aufgabe. In vielen Situationen kann es sogar gefährlich oder oft tödlich sein einen Befehl nicht sofort auszuführen. Das gilt übrigens nicht nur für die Armee sondern auch die Feuerwehr. Wenn der Befehl "Sofort zurück" kommt dann ist der auszuführen, auch wenn jetzt nicht jedem Einzelnen klar ist warum und er vielleicht grad eben den Befehl bekommen hat genau in das Haus zu gehen.

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@Franz577
Und das ist zwingend erforderlich? Muss jeder Mann unbedingt auch ein Krieger sein und sollte die Entscheidung darüber nicht ihm selbst obliegen?

Im Falle eines Krieges muss jeder Mann ein Krieger sein. Der Militärdienst ist lediglich die Ausbildung und Vorbereitung für den Ernstfall.

Abgesehen davon, dass dies aus zweifacher Hinsicht ungerecht ist, da Frauen dieser Zwang erspart bleibt.

Den Männern bleibt auch einiges erspart, wie z.B Kinder gebären, aber das ist ein anderes Thema.

Nachdem, was man darüber so hört, sind das aber wohl eher keine Einzelfälle.

Man hört immer so einiges.

Oder warum sonst haben viele junge Männer eine derart panische Angst vor der Einberufung, dass sie teilweise sogar Selbstmord begehen?

Da übertrebst du aber gewaltig. Suizid wird aus verschiedensten Gründen verübt. Soll man jetzt alles abschaffen weswegen sich manche wenige umbringen wollen?

Welche Eltern hätten keine Angst um ihren Sohn, wenn es nur glücklichen Umständen zu verdanken ist, dass er die Zeit des Wehrdienstes überlebt oder unversehrt übersteht?

Vor Unfällen ist niemand sicher. Auch in der Armee nicht. Die Gefahr zu sterben begleitet uns tagtäglich. Sollen wir jetzt alle jeden Morgen aus Angst einfach im Bett liegen bleiben?

Aber es ist sicher niemandem geholfen, wenn die jungen Rekruten gleich zu Beginn ihrer Dienstzeit schon gebrochen und fertig gemacht werden.

Das sehen die meisten Rekruten sicher nicht so.

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@sumi79
Im Falle eines Krieges muss jeder Mann ein Krieger sein.

Was aber in der Realität nicht der Fall ist bzw. nur auf die Männer zutrifft, die auch tatsächlich militärisch ausgebildet wurden. Alle anderen sind Zivilisten und die kann man in keinen Krieg schicken.

Den Männern bleibt auch einiges erspart, wie z.B Kinder gebären, aber das ist ein anderes Thema.

Dieser Vergleich hinkt komplett, da keine Frau gesetzlich dazu gezwungen ist, ein Kind zu gebären. Der Wehrdienst hingegen ist in vielen Ländern für Männer obligatorisch und kann nicht überall auf legalem Weg umgangen werden.

Da übertrebst du aber gewaltig.

Findest du? Dann hör dich mal unter jungen Russen um, wie viele sich auf ihren bevorstehenden Wehrdienst "freuen", wenn sie wissen, was sie dort erwartet.

Vor Unfällen ist niemand sicher. Auch in der Armee nicht.

Du willst jetzt nicht ernsthaft systematische Schikane und absichtliche Gewaltorgien mit einem "Unfall" vergleichen, oder?

Das sehen die meisten Rekruten sicher nicht so.

Ach so, du meinst also, die wollen das so?

Merkwürdige Sichtweise...

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@Franz577
Was aber in der Realität nicht der Fall ist bzw. nur auf die Männer zutrifft, die auch tatsächlich militärisch ausgebildet wurden.

Du bist nicht wirklich so naiv, oder?

Im Falle eines Krieges wird jeder Mann, der gesund und im entsprechenden Alter ist mobilisiert. Ob er will oder nicht.

Die Realität ist, dass die Zukunft ungewiss ist. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden soga minderjährige Kinder für den Kampf mobilisiert. Und der nächste Weltkrieg wird kommen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Dieser Vergleich hinkt komplett, da keine Frau gesetzlich dazu gezwungen ist, ein Kind zu gebären.

Na gut, wenn die Haare gespalten werden sollen, dann eben ein anderer Vergleich:

"Die Männer müssen keine Kinder gebären, wenn sie ein Elternteil werden sollen."

Und wenn dir das nicht reicht: Männer bekommen keine Periode, in der Sie Schmerzen erleiden und bluten müssen. Und zwar monatlich.

Es gibt aber noch zu genüge andere Vor- und Nachteile, die Männer haben. Man muss doch nicht gleich so eine Pfinse sein?

Findest du? Dann hör dich mal unter jungen Russen um, wie viele sich auf ihren bevorstehenden Wehrdienst "freuen", wenn sie wissen, was sie dort erwartet.

Tatsächlich freuen sich die meisten auf ihren Wehrdienst. Ich habe mich bereits umgehört. In Russland ist der Dienst bei der Armee Ehrensache.

Du willst jetzt nicht ernsthaft systematische Schikane und absichtliche Gewaltorgien mit einem "Unfall" vergleichen, oder?

SStematische Schikane gibt es in jeder Armee. Frag mal die Bundeswehausgedienten, ob sie freiwillig im Winter in einem Erdloch mitten im Wald fie ganze Nacht liegen mussten und ob sie höfflich darum gebeten wurden.

Du dramatisierst das ganze. Die meisten kommen gesund nach Hause. Ein kleiner Teil erleidet Verletzungen durch Unfälle. Manche sterben durch diese Unfälle. Aber so ist nun mal das Leben..

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@sumi79
Im Falle eines Krieges wird jeder Mann, der gesund und im entsprechenden Alter ist mobilisiert. Ob er will oder nicht.

Das war vielleicht früher mal so, ist aber heute nicht mehr denkbar, zumindest nicht hierzulande.

Was will man denn mit Leuten im Krieg, die nicht mal mit eine Waffe umgehen können?

Und der nächste Weltkrieg wird kommen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Naja, so pessimistisch wie du denke ich jedenfalls nicht.

Es ist zwar gut möglich, dass sich die Menschheit irgendwann mal zerfleischen wird, aber nicht weil irgendeine Nation die Weltherrschaft an sich reißen will, sondern weil elementarste Dinge zum Überleben nicht oder nur noch sehr begrenzt vorhanden sein werden (sauberes Trinkwasser, Lebensmittel etc.).

Grund dafür ist die immer weiter fortschreitende Überbevölkerung, aber das ist ein anderes Thema.

Männer bekommen keine Periode, in der Sie Schmerzen erleiden und bluten müssen. Und zwar monatlich.

Als ob alle Frauen hier Schmerzen hätten. Bei vielen verläuft das weitgehend unkompliziert aber auch wenn nicht, dann sind das rein biologische Nachteile, die nicht per Gesetz verordnet wurden.

Männer können ja nichts dafür, dass sie diese biologischen Nachteile nicht haben, aber deswegen muss man nicht künstliche Nachteile für sie schaffen.

Frauen haben z.B. den biologischen Vorteil, eher nicht von Haarausfall und Glatzenbildung betroffen zu sein. Soll man daher etwa Frauen per Gesetz dazu verpflichten, sich aus Solidarität auch eine Glatze rasieren zu müssen?

Manche sterben durch diese Unfälle.

Ja, und manche sterben eben auch durch Misshandlungen oder begehen deswegen Suizid, was du ja komplett ausblendest und herunterspielst bzw. wahrscheinlich am Liebsten verleugnen würdest.

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@Franz577
Das war vielleicht früher mal so, ist aber heute nicht mehr denkbar, zumindest nicht hierzulande.

Und warum gibt es deiner Meinung nach immer Noch die Bundeswehr, NATO etc?

Es ist alles denkbar. Auch ein Krieg.

Als ob alle Frauen hier Schmerzen hätten. Bei vielen verläuft das weitgehend unkompliziert aber auch wenn nicht, dann sind das rein biologische Nachteile, die nicht per Gesetz verordnet wurden.

Die physische Überlegenheit der Männer wurde genausowenig per Gesetz angeordnet. Die meisten Krieger waren Männer und selten Frauen. Die Natur hat das so bestimmt.

Ja, und manche sterben eben auch durch Misshandlungen oder begehen deswegen Suizid, was du ja komplett ausblendest und herunterspielst bzw. wahrscheinlich am Liebsten verleugnen würdest.

Dann schlage ich vor du schreibst dem Putin und seinen Generälen einen Brief und schilderst ihnen deinen Unmut.

Unsere Meinungen gehen stark auseinander, aber ich muss und will dich nicht von irgendwas überzeugen.

Ich möchte aber gerne anmerken, dass mir die Mimimi-Leute, welche die Nachteile ihres Geschlechts in den Vordergrund stellen und sich ewig benachteiligt fühlen generell unsympathisch sind. Ganz egal, ob es Feministinnen oder Maskulinisten sind.

In dem Sinne ein schönes Leben! Mehtlr habe ich dir nicht zu sagen.

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@sumi79
Und warum gibt es deiner Meinung nach immer Noch die Bundeswehr, NATO etc?

Und warum wurde die Wehrpflicht ausgesetzt bzw. faktisch abgeschafft?

Sicher, weil wir so dringend Soldaten brauchen und ständig mit einem Kriegsfall rechnen.

Denn eher glaube ich an den Weihnachtsmann als dass in Deutschland nochmal eine Wehrpflicht so wie früher eingeführt wird.

Es ist alles denkbar. Auch ein Krieg.

Irgendwo auf der Welt gibt es immer Krieg, aber etwas Vergleichbares wie die beiden Weltkriege halte ich für ausgeschlossen. Dafür ist einfach zu viel passiert, als dass man sowas nochmal zulassen würde.

In diesem Zusammenhang bringe ich immer wieder gerne den Satz "Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin". So wäre es vermutlich dann auch.

Ich möchte aber gerne anmerken, dass mir die Mimimi-Leute, welche die Nachteile ihres Geschlechts in den Vordergrund stellen und sich ewig benachteiligt fühlen generell unsympathisch sind.

Und mir sind Leute unsympathisch, die offensichtliche Missstände herunterspielen und verharmlosen.

Ebenso wie ewige Pessimisten, die immer nur alles schwarz sehen und ständig eine Kriegsgefahr sehen.

Ich bin Pazifist und haben mit Krieg und Militär nichts am Hut und mich wird auch niemals irgendwer in einen Krieg zwingen können.

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@Franz577
Und warum wurde die Wehrpflicht ausgesetzt bzw. faktisch abgeschafft?

Sie ist faktisch ausgesetzt, nicht abgeschafft. Das bedeutet nichts anderes, als das was ich weiter oben geschrieben habe. Wenn es Krieg gibt, wird man eingezogen.

Irgendwo auf der Welt gibt es immer Krieg, aber etwas Vergleichbares wie die beiden Weltkriege halte ich für ausgeschlossen.

Was du für ausgeschlossen hältst ist irrelevant. Das ist deine rein subjektive Haltung.

In diesem Zusammenhang bringe ich immer wieder gerne den Satz "Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin". So wäre es vermutlich dann auch.

Nö. Weil wir immer noch die Wehrpflicht und die Bundeswehr haben, wird es immer jemanden geben, der hingehen müssen wird. Also wäre es so gewiß nicht!

Ich bin Pazifist und haben mit Krieg und Militär nichts am Hut und mich wird auch niemals irgendwer in einen Krieg zwingen können.

Dann hoffen wir mal, dass es nicht so schnell zu einem kommt, denn sonst wirst du als Wehrdienstverweigerer deine Zeit im Knast verbringen müssen. Da kannst du dann deinen Pazifismus unter Beweis stellen. 😁

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@sumi79
Weil wir immer noch die Wehrpflicht und die Bundeswehr haben, wird es immer jemanden geben, der hingehen müssen wird.

Tja, nur gibt es einen Unterschied zwischen "Müssen" und auch tatsächlich tun.

Wenn sich schlichtweg jeder verweigern würde, was könnte die Regierung dann noch machen? Alle einsperren? Sicher nicht...

Dann hoffen wir mal, dass es nicht so schnell zu einem kommt, denn sonst wirst du als Wehrdienstverweigerer deine Zeit im Knast verbringen müssen.

Sei dir da mal nicht so sicher...

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@Franz577
Tja, nur gibt es einen Unterschied zwischen "Müssen" und auch tatsächlich tun.

Klar gibt es den Unterschied. In der Regel tut man jedoch, wofür man verpflichtet ist. Das nennt man Pflichtbewusstsein.

Wenn sich schlichtweg jeder verweigern würde, was könnte die Regierung dann noch machen? Alle einsperren? Sicher nicht...

Naja, wir sind etwas vom Thema abgewichen, welches sich um den Militärdienst in Russland dreht.

Im zweiten Weltkrieg wurden Kriegsdienstverweigerer und Deserteure einfach erschossen und die Angehörigen mussten dann mit der Schande leben.

Das ist heute zum Glück nicht mehr so. Jedoch wird man in so einem Fall in der Tat in den Knast gehen müssen. Und das wird man dann auch tatsächlich tun und nicht nur müssen.

Das werden sich alle drei mall überlegen, weil der russische Knast nicht mit den deutschen Kurorten ala Justizvollzugsanstalten vergleichbar sind.

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@sumi79
In der Regel tut man jedoch, wofür man verpflichtet ist.

Aber nicht, wenn ich mein Leben dadurch gefährde.

Das werden sich alle drei mall überlegen, weil der russische Knast nicht mit den deutschen Kurorten ala Justizvollzugsanstalten vergleichbar sind.

Egal ob in Deutschland oder Russland, wenn sich alle weigern würden, dann könnte die Regierung nichts machen.

Alle einsperren geht nicht.

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Hier werden in den Antworten allerlei Kommentare aka. "ja das gehört zu einer harten militärischen Ausbildung dazu, ist ja kein Zuckerschlecken" geschwungen.

Da fallen mir gleich zwei Punkte auf:

  • viele Schikanen haben nichts mit Abhärtung oder halt militärischem Drill zu tun sondern sind einfach nur Misshandlungen ohne militärischen Bezug
  • Dem dass ein Land eine Armee braucht werden die meisten ja noch zustimmen, aber durch die Wehrpflicht werden allerlei junge Männer in so einen Dienst hinein gezwungen die sich weder dafür interessieren, noch dafür geeignet sind. Aus diesem Grund lehne ich moralisch die Wehrpflicht ab.

Dem was du hier sagst, das habe ich auch schon oft gehört. Teilweise wird es übertrieben sein aber teilweise wird es so zutreffen. Während in Österreich das schlimmste meist ist dass die Grundwehrdiener wegen Kleinigkeiten Ausgangsverbot kriegen, wegen was auch immer ständig angeschrieen werden, teilweise sinnlos-Tätigkeiten aufgezwungen bekommen und unbezahlt Überstunden machen müssen (unbezahlt ist eh gut 300€im Monat ist eine Frechheit, sogesehen arbeiten sie im Monat 3/4 Wochen oder so unebzahlt) und ähnliches, denke ich wird es in Russland tatsächlich an der Tagesordnung sein dass sie auch geschlagen werden, oder extremer Kälte ausgesetzt werden etc.

Es ist halt sowas was die meisten schon irgendwie halt durchhalten und mehr oder weniger gut verarbeiten können, eine Sauerei ist es dennoch. Alleine schon weil der Staat in meinen Augen nicht dass Recht hat jemanden zu sowas zu zwingen.

Sehr guter Kommentar, der mir aus der Seele spricht und dem ich uneingeschränkt zustimme!

Dennoch erschreckend, mit welcher Gleichgültigkeit und Kaltschnäuzigkeit manche dieses Thema betrachten.

Solchen würde ich ganz ehrlich mal einen Tag dort mit derlei Schikanen wünschen und dann würde ich sie gerne fragen, ob sie immer noch bei ihrer Meinung bleiben.

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@Franz577

Wie gesagt, ich bin da extrem libertär.

Eine Schande für jedes Land wo es das noch gibt ist die Wehrpflicht...

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@Franz577

die wehrpflicht war eh immer nur da um kanonenfutter zu beschaffen, und heute in AT ist sie da um Sklaven für den Zivildienst zu kriegen.

Dass es da allen ernstes Leute gibt die das auch noch gut finden können..... widerlich

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In der NVA (DDR-Armee) gab es die sogenannten EKs. Das wuchs sich in einigen Kompanien ganz ähnlich aus. Die harmlosen Fälle waren die, wo die Neuen ("Springer") für die EKs einkaufen gehen mußten, ihnen die Stiefel putzen und dergleichen. Die weniger harmlosen Fälle (in Spind sperren und Spind umdrehen, "Schildkröte" und andere Nettigkeiten mehr) wurden vertuscht, weil in einer sozialistischen Armee angeblich so was gar nicht vorkommen konnte. Inoffiziell hat so mancher Feldwebel diese Dinge geduldet oder sogar gefördert, weil "teile und herrsche" immer noch funktioniert.

Die meisten Berichte über Exzesse der EK's in der NVA sind sogenannt Urban Legends. Das sind immer wieder die gleichen Geschichten, die mit wechselnden Zeiten, Orten und Handelnden versehen wurden. Meistens sind das auch noch Geschichten, die man genau so noch aus der Wehrmacht kennt.

Solche Berichte sind also mit Vorsicht zu genießen, selbst wenn man jemanden kennt, der behauptet jemanden zu kennen, welcher auch einen kennt, dem so etwas passiert sein soll.

Richtig ist, dass sich oftmals Soldaten der älteren Diensthalbjahre Vorrechte herausgenommen und durchgesetzt haben, die ihnen nicht zustanden. Und richtig ist, dass so etwas Seitens Vorgesetzter zu oft geduldet wurde, weil sie auf diese Art und Weise weiniger Arbeit bei der Durchsetzung der Disziplin hatten.

Richtig ist aber auch, dass die Militärstaatsanwaltschaft bei so etwas sehr empfindlich reagierte und hart durchgriff.

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Das ist doch ganz einfach und offensichtlich wie sie damit leben konnten :

Sie wußten was auf sie zukommt und das dies unausweichlich ist. So hatten sie Jahre Zeit sich auf genau das vorzubereiten. Die mental und/oder körperlich Starken überstanden diese erste Zeit als Neuling problemlos, so lange bis sie selbst zu "Großvätern" wurden. Die Schwächlichen körperlich oder mental wurden ausgesondert oder sonderten sich selbst per Suizid aus. Was übrig blieb waren die Überlebensfähigen, die Anpassungsfähigen = SOLDATEN.

Wie glaubst Du waren die Zeiten NACH der Instuction damals bei uns in der légion étrangère ? Insbesondere im 2°REP ? Du kommst als Neuling mit gerade mal 4 Monaten in der Truppe dort an - und mußt Dich durchsetzen. Wer es schafft sich Respekt zu verschaffen der erweist sich damit als zuverläßiger camerade auch in Gefechtssituationen. Es kommt NICHT darauf an die Längerdienenden in Kloppereien zu besiegen - es kommt darauf an sich GERADE zu machen und wenn Du 20 mal unterliegst wieder aufzustehen.

Respekt wird nirgendwo verschenkt.

Respekt muß man sich verdienen !

Sorry, aber hat dir ein Legionär mal sehr hart auf den Schädel gehauen ? Natürlich muss man sich Respekt verdienen, aber solch brachiale, archaische „initiationsriten“ haben in einer modernen, disziplinierten Armee nichts verloren. Rekruten sind in kleinster Weise zu drangsalieren. Der ganze Käse bringt auch nichts.

meinst du ernsthaft dass ich im Gefecht auch nur einen Finger krumm machen würde, um jemandem zu helfen der mich misshandelt hat ? Eher nicht...

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@Erenenenen
meinst du ernsthaft dass ich im Gefecht auch nur einen Finger krumm machen würde

Nein, von Dir meine ich das ganz sicher nicht. In welchen/wie vielen Gefechten warst Du denn ? In keinem Einzigen wie ich vermute. Mein erster Kriegseinsatz war mit dem 2°REP in Kolwezie. Du hältst tatsächlich die légion étrangère nicht für eine moderne, disziplinierte Truppe ? Da kann ich aus Erfahrung vergleichen, vor meinem Engagement dort habe ich 4 Jahre in der BW gedient, zuletzt als Stuffz.

Die Disziplin in beiden Truppen ist SEHR unterschiedlich.

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Halte ich für eine äußerst unsinnige und menschenverachtende Begründung.

So hatten sie Jahre Zeit sich auf genau das vorzubereiten.

Klar, sie werden mit 18 einberufen und hatten dann "Jahre" Zeit, sich darauf vorzubereiten, dort so richtig durchgelassen zu werden. Also als Kinder bzw. Jugendliche sollten sie sich darauf vorbereiten. Was für ein Schwachsinn!

Würdest du das auch so locker flockig sehen, wenn du selbst oder dein Sohn/deine Tochter davon unmittelbar betroffen wäre und es nicht sicher ist, ob du ihn/sie danach überhaupt noch lebend oder gesund wieder siehst?

Und haben die Schwachen etwa kein Recht auf körperliche Unversehrtheit, nur weil sie schwach sind?

Kein Mensch hat so eine menschenunwürdige Behandlung verdient, egal ob beim Militär oder sonstwo! Das ist ein ganz klarer Verstoss gegen die Menschenrechte!

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Also, da ist nichts neues dran! Diese Vorgänge gibt und gab es schon in jeder Armee, seit es Armeen gibt.

Und trotzdem sind sie in keinster Weise zu tolerieren.

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Also es wäre mir neu, dass es bei der deutschen Bundeswehr auch dermaßen brutal zugeht. Noch von keinem habe ich derarige Geschichten gehört und ich kenne einige, die gedient haben.

Auch hatte man in Deutschland das Recht, den Dienst an der Waffe zu verweigern und dies war auch in den allermeisten Fällen problemlos möglich, ganz im Gegensatz zu anderen Ländern.

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