Wie können wir unser Geld vom Kunden verlangen! Was ist der beste Weg den wir beschreiten können?

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8 Antworten

Entweder zu einem Anwalt. Die Kosten muss der Schuldner dann bezahlen oder direkt selbst einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen (online-Mahnantrag.de)

Der Kunde darf bestenfalls mindern um den Betrag, den eine Behebung normalerweise ausmachen würde, ganz verweigern darf er die Zahlung nicht.

Aber selbst die Minderung ist strittig. Ihr habt eindeutig die Nachbesserung angeboten. Der Kunde hat einen utopischen Termin genannt, sich danach verweigert. Das ist kein vernünftiges Vorgehen. Im BGB steht dazu einiges: Ihr schuldet die Leistung, aber wenn der Kunde das Angebot, die Leistung zu erbringen, verteiltet oder nicht annimmt, fallen ihm auch die Folgekosten der Rechtsverfolgung zur Last.

Ich würde hier zur Sicherheit nochmals meinerseits 2 Termine benennen, von denen der Kunde ausdrücklich einen bestätigen soll. Ich würde klar stellen, dass er unabhängig davon die Rechnung zu bezahlen hat. Macht er das nicht, hat er Pech gehabt und muss voll bezahlen.

Manchmal sind Kunden besonders schlau. Erfinden Mängel und versuchen darüber die Zeche zu prellen. Oftmals sind es dann kleinere Arbeiten, wo der Handwerker die Kosten und den Aufwand scheut, vor Gericht zu ziehen. Und am Ende freut sich der Kunde, wieder jemanden verarscht zu haben. Daher wäre es in meinen Augen vernünftig, sich hier auch jemanden zu suchen (und sei es ein Inkasso), der auch direkt einen Schufa-Eintrag beim Kunden hinterlässt. Den bekommt er nicht mehr raus, denn die komplett verweigerte Zahlung ist auf Kundenseite einfach nur ein dummer Fehler.

Und ja, das mit dem Inkasso sage ich bewusst, denn ihr seid ein kleines unerfahrenes Unternehmen, was Hilfe braucht und genau an dem Punkt sind Inkassos sinnvoll und müssen vom Schuldner auch bezahlt werden.

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Kommentar von MarkoRService
17.10.2016, 18:22

Danke für die Antwort.
Wissen Sie eine gute Anlaufstelle, Inkasso oder ähnliches (die einen Schufaeintrag hinterlassen).

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Nach all dem Hin- und Her von uns, habe ich mir alle Antworten noch einmal durchgelesen, auch die Fragen. Ich bin nicht der Überzeugung, daß Ihr bereits ein Mahnverfahren einleiten solltet, bringt Kosten und keinen Erfolg. Ich würde den Kostenschuldner sicherheitshalber noch einmal brieflich kontaktieren, die Rechnung neu stellen und die Nachbesserung anbieten. Darauf hinweisen, wenn wieder keine Reaktion innerhalb 1 Woche erfolgt, seht Ihr dies bereits als letzte Mahnung an, und werdet dann endgültig beim Gericht das Mahnverfahren gegen ihn einleiten. Schreiben per Einschreiben mit Rückschein.

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Unsere Buchhaltung ruft an.
Wenn dann keine Zahlung kommt geht das Dingen zum Rechtsanwalt.

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Kommentar von MarkoRService
17.10.2016, 18:15

Problem ist nur, dass wir die Rufnummer des Kunden nicht mehr haben nach einer Systemabsturz.

Auch wenn der Kunde Reklamiert hat weiterleiten an einen Rechtsanwalt?
Wie sehen denn unsere Chancen aus?

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Eine Mail ist keine offizielle Rechnung! Ihr solltet umgehend eine ordentliche Rechnung stellen mit ZAHLUNGSTERMIN, nach dem Ablauf mahnen mit Hinweis auf ein Mahnverfahren bei Gericht, wenn die Zahlung nicht fristgemäß erfolgt.

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Kommentar von mepeisen
17.10.2016, 18:08

Eine Mail ist keine offizielle Rechnung!

Wo hast du denn diesen Rechtsirrtum ausgegraben? Eine Mail ist genauso rechtsgültig, wie alles andere auch.

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Kommentar von kevin1905
17.10.2016, 18:10

Eine Mail ist keine offizielle Rechnung!

Wie eine Rechnung auszusehen hat, steht in § 14 Abs. 4 UStG. Dass diese nicht per Email erfolgen kann wird dort nirgends erwähnt.

Ihr solltet umgehend eine ordentliche Rechnung stellen mit
ZAHLUNGSTERMIN, nach dem Ablauf mahnen mit Hinweis auf ein Mahnverfahren bei Gericht, wenn die Zahlung nicht fristgemäß erfolgt.

Der Kunde muss nichts bezahlen, so lange die Arbeiten nicht ordnungsgemäß abgeschlossen wurden (§§ 320, 273 BGB). Hier gab es eine Reklamation.

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Kommentar von faiblesse
17.10.2016, 19:04

Eine digitale Signatur ist schon seit Jahren nicht mehr notwenig.

Allerdings muss die original Email für 10 Jahre aufbewahrt werden.
Ein Ausdruck reicht nicht.

Die Rechnung muss im Anhang versendet sein, und darf nicht mehr änderbar sein. Also zB kein Word oder excel format

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Einmal anrufen?

Ich hätte ein Einschreiben mit Rückschein gesendet, weil er das annehmen oder ablehnen muss.

Und wenn nach gutem Zureden nichts passiert, dann den juristischen Weg gehen.

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Kommentar von kevin1905
17.10.2016, 18:11

weil er das annehmen oder ablehnen muss.

Der Empfänger kann auch einfach nicht an die Tür gehen, was dann?

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Kommentar von MarkoRService
17.10.2016, 18:13

Auch bei einer Reklamation? Wir würden die Ausbesserung gerne durchführen. Der Kunde gibt uns aber leider nicht die Möglichkeit dazu. Telefonnummer ist nicht mehr vorhanden aufgrund eines Systemabsturzes

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Privat- oder Firmenkunde?

Sind die Reklamationen nachvollziehbar?

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Kommentar von MarkoRService
17.10.2016, 18:14

Privatkunde.
Bedingt. Unsere Arbeiten die Nötig und vereibart waren wurden durchgeführt. Dennoch haben wir uns bereit erklärt den Kunden zufrieden zu stellen.

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Das erste Mal,da habt ihr aber Glück.

Das ist inzwischen zur Normalität geworden.

Für Euch heist das ,Mahnkosten + Zinsen auf die Rechnung und ab zum Anwalt.

Der Weg,

http://www.freelancer-blog.de/der-kunde-zahlt-nicht/

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Also ihr habt eure Arbeiten ausgeführt und der Kunde hat diese bemängelt und Nachbesserung verlangt. Die Frist seinerseits war unangemessen und ihr hätte ihm einen zeitnahen Termin innerhalb einer angemessenen Zeit (meist 14 Tage) mitteilen sollen. 

Habt ihr denn inzwischen nachgebessert? Ansonsten wird der Kunde mit der Bezahlung warten, bis der Auftrag ordnungsgemäß ausgeführt wurde.

Vielleicht war es auch rein psychologisch gesehen nicht gerade gut, dem verärgerten Kunden direkt die Rechnung zu schicken, bevor geklärt ist, wann der Auftrag erfüllt bzw. nachgebessert wird.

Es gibt Kunden, die sitzen das aus. Und für mangelhafte Dienstleistung kann man bis zur vollständigen Vertragserfüllung mit der Bezahlung warten.

Wenn ihr noch nicht nachgebessert habt, dann würde ich die Mahnungen erst einmal aussetzen. Es ist ja eh die letzte Mahnung. 

Und ihm dann nach der Nachbesserung nochmals 14 Tage im separaten Schreiben Zeit geben, eure Rechnung zu begleichen.

Und ich würde versuchen den Kunden mal anzurufen und so ein Termin vereinbaren zur Nachbesserung.

Habt ihr schon nachgebessert, dann hilft wohl nur ein Mahnbescheid.

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Kommentar von mepeisen
17.10.2016, 18:10

Ansonsten wird der Kunde mit der Bezahlung warten, bis der Auftrag ordnungsgemäß ausgeführt wurde.

Mag sein. Dürfen tut er das aber nicht. Es darf ggf. mindern um einen angemessenen Betrag. Einfach komplett verweigern darf er sich nicht.

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Kommentar von MarkoRService
17.10.2016, 18:11

Das Problem ist, dass wir den Kundne nicht erreichen und der Kunde sich bei uns nicht meldet. Wir bekommen keine Rückmeldung vom Kunden.

Die Telefonnummer besitzen wir aufgrund eines Systemabsturzes nicht mehr.

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