Wie können wir eigentlich so schnell denken?

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6 Antworten

Weißt du noch, wann das Denken angefangen hat? Weißt du auch, wer da denkt? Glaubst du, daß du es bist, der da denkt? Wie kannst du erfahren, wer da im Grunde denkt? Hast du das Denken gelernt, oder denkt es einfach in dir? Und wenn du nun nachdenkst, wer glaubst du, denkt da nach? Auf jeden Fall bist du nun hinter etwas gekommen, was dich zweifeln läßt. Du ahnst die Beziehung zu dir selbst, und somit fängst du an, dir bewußt zu machen, daß du mit jemandem sprichst, der nicht du sein kann.

Jedes Selbstgespräch findet auf dieser Bewußtseinsebene statt. Wir Menschen müssen durch dieses Feld des Denkens, um zu erleben, wer da im Grunde denkt. Jedem Menschen geschieht das Denken, ohne daß er weiß, was da in ihm anfängt, zu denken. So entsteht eine Beziehung zu sich selbst. Das kannst du erleben, wenn du vor dem Spiegel stehst und dich betrachtest. Du siehst dich, oder – ich sehe mich. Du machst aus dir ein Objekt, .welches du betrachten kannst.

Das ist die Spaltung im Bewußtsein. Du bist nun das Subjekt, welches das Objekt betrachtet. Das scheint so normal zu sein, daß kaum ein Mensch dieses seltsame Spiel hinterfragt. Und auch bei einem Selbstgespräch sprichst du mit diesem Objekt, oder Ego-Bewußtsein, oder das gedankliche Ich, oder die Stimme im Kopf. Es ist eine erdachte Beziehung zu sich selbst, welche laufend behauptet: Ich bin Du.

Tiere und Pflanzen leben ohne Beziehung zu sich selbst. Sie sind sie selbst. So kommt auch der Mensch zur Welt, und so lange das Denken noch nicht begonnen hat, schaut dich ein kleines Kind aus dem unkonditionierten Bewußtsein heraus an. Hunde und Katzen zeigen das gleiche Verhalten, wenn du ihnen nur zuschaust. Da ist kein begriffliches Denken im Spiel. Nur reines Sein. Und dieses Sein ist dem Verstand unbegreiflich. Er kann es nicht erfassen, da er selbst zur Welt der Formen gehört.

Auch die Gedanken gehören zur materiellen Welt. Für den Verstand ist das hier geschriebene nicht begreifbar. Er wird sich beim Lesen bald langweilen, weil er nicht genug geistige Nahrung erhält. Er liebt den Lärm, da Gedanken Geräusche sind im Bewußtsein. Es herrscht ein Zwang, ständig denken zu müssen. Und dazu gehört auch jede Art von Selbstgespräch. Eine Unterhaltung mit dem Objekt – mit diesem erdachten Selbst.

Herzliche Grüße

kleinerKoala 18.03.2012, 09:13

Vielen, vielen danke für deine antwort :) ist wirklich interessant zu lesen :) liebe grüße

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Also wenn ich mich an etwas erinnere, dann geschieht das auch über Bilder, und Stimmen sind meist die originellen von den Personen, an die ich mich erinnere. Aber sonst, innere Monologe z.B. führe ich mit meiner eigenen Stimme, glaube ich zumindest.

Wie das Gehirn genau funktioniert, kann ich dir grad auch nicht sagen, aber allgemein gilt doch, dass wir 5 Sinne haben, die zur Wahrnehmung dienen. Die sogenannten Sinnesorgane senden dem Gehirn Befehle, die wir dann umsetzten.

Bei so reibungsloser Funktion fragt sich schon nicht ohne Grund, ob wir wirklich rein "zufällig" entstanden sind oder es einem "Programmierer" zu verdanken haben..

Das Gehirn funktioniert wie ein elektrischer Spiegel. Es speichert die geistigen Gedanken in Form materieller Korrelate. Ebenfalls bemerkenswert: Unser Denken nutzt das materielle Gehirn ab. Die Schnelligkeit des Denkens ist der elektrischen Leitfähigkeit der Neuronen zuzuschreiben. Denken verläuft so gesehen ähnlich schnell wie die Ausbreitung des Lichts (Lichtgeschwindigkeit).

Das mit der Geschwindigkeit ist so eine Sache: FRÜHER dachte man das Gehirn würde Gedanken und Erinnerungen in Form von Verknüpfungen speichern und leider glauben das heute immer noch viele Lehrer und Wissenschaftler die sich nicht viele Gedanken über die Fähigkeiten des Menschen machen.

Man weiß heute, dass das Bewusstsein eine Art Elektromagnetisches Feld ist und eine Änderung im Feld kann sehr schnell geschehen. Daher ist das eher normal das schnelle Denken.

Bezüglich deiner weiteren Frage wie man persönlich denkt, in Bildern oder in einer Sprache, nun Bilder und Symbole sind auch Bestandteile einer Sprache, Symbolsprache oder Bildersprache. Man kann es sich so vorstellen, die meiste Zeit über denken wir in einer Symbolsprache und viele dieser Symbole sind Archetypen die die gesamte Menschheit gemein hat. Dann wenn es konkreter wird, schaltet man um zu einer abstrakteren Sprache, verbal, Wörter und Sätze. Diese konkretere Form kann man eher mitteilen. Menschen die in der Lage sind mit der Symbolischen Sprache zu kommunizieren nennt man Künstler (und jeder von uns ist ein Künstler).

ich würde sagen, dass wenn wir etwas tuen, das sehr schnell abrufen, wenn wir eine erinnerung davon bekommen, also wenn dich wer fragt, was du vor 14 tagen gemacht hast, kannst du es nicht sagen

jedoch wenn man dir ein stichwort gibt, wird dir eine ganze menge wieder einfallen, da du es damit in verbindung bringst

gedanken kommen aus der welt der gedanken, und wir spiegeln sie uns durch das gehirn lediglich in unser bewußtsein.

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