Wie können viele Ausländer Arbeit in DE finden , obwohl es Arbeitslosigkeit in der Gesellschaft gibt?

16 Antworten

Ob Ausländer, oder nicht, es können nur die offenen Arbeitsstellen besetzt werden.

Derzeit sind rund 700 Tausend freie Arbeitsstellen gemeldet.

Demgegenüber stehen rund 2,5 Millionen Arbeitslose, plus rund 3 Millionen arbeitende H4-Empfänger die keinen existenzsichernden Job haben, aber gerne mehr, oder besser bezahlt arbeiten würden.

Aber, es sollen ja bald 3,5 Mio Pflegekräfte gesucht sein. Daher sind in diesem Bereich die Aussichten sehr gut, und es gibt auch realisierbare Chancen für Ausländer.

Es mag sicher auch noch andere Bereiche geben, wo Fachkräfte fehlen.

Fachkräfte für Transport und Verkehr ( Fahrer)

Fachkräfte für Facility-Management ( Reinigungskräfte)

Fachkräfte für Gastronomie ( Hilfskräfte in Küche, Service etc...)

Fachkräfte für Lager und Logistik ( Lagerarbeiter)

Fachkräfte im Einzelhandel ( Kasse, Warenverräumung, etc...)

Eine andere Qualität von "Fachkräften" gibt es selbstverständlich auch, gerade im Handwerk und in der Industrie ( da dann eher Facharbeiter) 

Sowie auf höherem Level, auch Fachärzte, Informatiker, etc...

Das ändert aber nichts darum, dass eben nur offene Stellen besetzt werden können...

Ich fürchte, dass durch zunehmende Robotisierung und Technisierung jedoch künftig eher weitere Arbeitsplätze wegfallen...

Was ja auch nicht schlimm ist, wenn Maschinen die Arbeiten erledigen, und für die Menschen den Lebensunterhalt erwirtschaften.

Der Faktor "Mensch" wird allerdings nicht wegfallen, eher eine weiteren Spezialisierung unterliegen....idealerweise würde man dann die Arbeitszeiten reduzieren, damit möglichst viele Menschen sowohl an der zunehmenden Freizeit partizipieren, aber auch zum Erhalt des Systems beitragen.

Text aus " In the year 2525"/ 1969

Your arms are hanging limp at your side
You legs got nothing to do
Some machine's doing that for you

Arbeitslosigkeit ist nicht nur ein nummerisches Problem, sondern sie hat auch eine regionale und qualitative Komponente. Das heißt, was nutzt es einem allgäuer Unternehmen, der einen Dreher sucht, wenn in Nordfriesland ein arbeitsloser Dreher lebt, denn der wird nicht sein persönliches Umfeld aufgeben wollen, um im Allgäu zu leben. Daher wird der bayerische Unternehmer ggf. einen ausländischen Arbeitnehmer einstellen, und der Nordfriese wird unter Umständen durch eine Umschulung einen neuen Job finden, denn dort gab es vielleicht einen Job als Koch oder Hotelkaufmann. Und das ist dann die qualitative Komponente, denn gesucht werden Arbeitnehmer mit bestimmten Ausbildungen (z. B. Ingenieur, Dreher oder, oder, oder) und die Arbeitslosen sind entweder Lagerarbeiter, Einzelkaufleute, Germanisten oder was anderes und müssten erst bereit sein, den Beruf zu wechseln, was auch eine gewisse Überwindung kostet, denn der ursprüngliche Beruf wurde ja auch nicht ohne Grund gewählt.

Was verstehst Du unter viele?

Für einen nicht unerheblicher Teil dieser Arbeitsstellen ist sich der "gemeine" Deutsche zu "Schade" und nimmt lieber "Stütze" in Anspruch.

Dabei handelt es sich um körperlich anstrengende Tätigkeiten oder um solche die gering entlohnt oder nicht "angesehen" sind.

Sie nehmen niemandem etwas weg, sondern belegen die Stellen, die niemand will ...

endlich mal jemand, der es sagt ....

und, byhteway:

wenn ein Ausländer, der der deutschen Sprache nur eingeschränkt mächtig ist, mit der Mentalität in D noch nicht zurecht kommt, einem Deutschen den Arbeitsplatz wegnimmt .....

dann würde ICH mir als der, dem der Arbeitsplatz weggenommen worden wäre, fragen weshalb ......

denn: vermutlich hat der Deutsche keinen Schulabschluß / Berufsabschluß und leistet Hilfsarbeiterjobs ......

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