Wie können Sprachen an Wichtigkeit gewinnen/verlieren?

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5 Antworten

Englisch ist natürlich durch die vielen britischen Kolonien weltweit bekannt geworden. Zu den wichtigsten gehören natürlich USA und Kanada (wobei hier auch andere Sprachen, unter anderem Spanisch und Französisch bedeutend waren/sind). Auch Australien und Neuseeland sind zu nennen.

In Südafrika versteht man zum Teil Englisch, ebenso in Indien (obwohl es an beiden Stellen sehr viele andere Sprachen gibt).

Auch in Asien kennt man Englisch: Hongkong ist da zu nennen.

Obwohl es mehr chinesische als englische Muttersprachler gibt, ist bei den Zweitsprachen Englisch ganz weit vorne: ca. 1,5 Milliarden Menschen können Englisch (sogar Syrer und Iraker können oft Englisch). Chinesisch ist bei den Muttersprachen ganz weit vorne, es wird aber fast nur in China (und Singapur) gesprochen  (1,1 Milliarden Menschen weltweit).

Wichtige Sprachen sind zudem: Hindi (jedoch zumeist auf Indien beschränkt), Spanisch, Französisch. 

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"Schönheit" spielt vielleicht privat schon eine Rolle (ein Bekannter von mir lernt Italienisch, weil er Land und Sprache mag; ich lerne Schwedisch, weil ich Land und Sprache mag).

Beruflich ist natürlich (in Europa und den USA/Kanada) Englisch wichtig.

"Unkompliziertheit" spielt eine Rolle. Ich habe mich recht lange mit germanischen Sprachen befasst, man kann sagen, dass Schwedisch und auch Englisch Vereinfachungsprozesse durchlaufen haben. Das weitgehende Fehlen von Genus im Englischen (nicht ganz komplett fehlend) erleichtert es z.B. vielen, diese Sprache zu erlernen.

Übrigens ist auch Chinesisch in einer Hinsicht recht "einfach": die Grammatik. Zwar ist es lexikalisch und auch von seiner Tonalität her deutlich anders als europäische Sprachen, aber ich habe hier auf GF von jemandem gelesen, der es einfacher zu lernen als z.B. Spanisch fand. Ist aber sicher Geschmackssache (ich finde Spanisch einfacher, basierend auf französischem Vorwissen).

OlliBjoern 28.06.2016, 22:03

Zum zweiten Teil der Frage noch: natürlich können Sprachen auch an Bedeutung verlieren. Nehmen wir mal Russland als Beispiel. Sehr viele Sprachen werden da auch heute noch gesprochen.

Viele sind aber "auf dem Rückzug", da Russisch vorherrscht und auch den Bildungssektor bestimmt. Viele mit dem Finnischen verwandte Sprachen werden noch in ländlichen Gegenden benutzt (Komi, Udmurt, Mari...). Oft sind es ältere Leute, die sich z.B. vor der Kamera scheuen, ihre Muttersprache anzuwenden (und dann lieber in Russisch antworten).

Beim Eurovision Song Contest trat mal eine Gruppe älterer Frauen auf, die auf Englisch "Party for Everybody" und auf Udmurt gesungen haben. https://de.wikipedia.org/wiki/Buranowskije_Babuschki

Früher gab es am Jenissej die "jenissejischen Sprachen", die sind so gut wie ausgestorben. Die beiden mit dem Ungarischen verwandten Sprachen Khanty und Mansi sind sehr selten geworden. Der Bürgermeister von Moskau, ist in Njaksimwol geboren (ist aber vermutlich ethnischer Russe). Die Stadt gehört jedoch zum "autonomen Kreis der Chanten und Mansen".

Gerade solche Sprachen sind es, die vom historischen und linguistischen Standpunkt wichtig sind, da sie die Vergangenheit beleuchten.

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Zu Zeiten der Kolonisation wurde englisch zur Weltsprache. In Fällen, wie dem damaligen Indien, dass keine gemeinsame Sprache sondern viele Sprachen und Dialekte hatte, mag es Vorteile gebracht haben. Das größte Sprachgebiet ist wohl Nordamerika. 

Französisch hat an Hof und im Adel in Europa eine große Rolle gespielt. Wer etwas auf sich hielt, sprach Französisch. Auch in der Diplomatie. Ich kann mir vorstellen, dass Französisch wieder an Bedeutung gewinnt. 

Spanisch hat aufgeholt und wird heute an vielen Schulen unterrichtet. Das große Sprachgebiet, der Einfluss von Spanisch in den USA durch die Einwanderer aus Ländern wie Mexiko ua. und das gestiegene Interesse an Fernreisen nach Südamerika haben dazu beigetragen, dass Spanisch Wichtiger geworden ist. Unter Jugendlichen sind Sprachen wie Japanisch sehr beliebt, wahrscheinlich durch die Mangas. 

Wirtschaftlich sind neben englisch und französisch Spanisch und Portugiesisch durch den Handel mit Brasilien nützlich. 

Privat sind die Interessen breit gestreut. Der Klang mag eine Rolle spielen und die Vorliebe für ein Land. Auch wenig verbreitete Sprachen haben ihre Anhänger. Im Bekanntenkreis interessiert sich jemand für Tschechisch, ich versuche mich an Kroatisch. Auch weil es Sprachen sind, die nicht jeder kann. 

Also im Mittelalter war Latein die Weltsprache. Später sprach man bei Hof dann Französisch - auch in St. Petersburg.

Das hängt auch oft von den " Reichen"ab.
Man könnte sagen das alt.Griechisch in der früh Antike sicherlich eine große Rolle gespielt hat, da auch die normalsten Bürger sie sprachen.Mit dem Römischen Reich und dessen Ausweitung wurde Latein zu Weltsprache. Diese spielte natürlich auch im Mittelalter aufgrund der Religion eine wichtige Rolle wurde aber natürlich nicht mehr im Altag gesprochen.
Um aufs Englische zurück zu greifen, da England oder das "Britisch Empire" so gut wie überall vertreten war ( Kolonien rund um die Welt), hat sich die Sprache dort etabliert und sich festgesetzt, immerhin wurde sie ja ohnehin schon rund um den Globus gesprochen. Als andere wichtige Sprachen würde ich noch Französisch zählen.
Erwähnenswert ist das irgendwie Japanisch immer beliebter wird, weiß aber nicht wieso.
Hoffe das hat dir etwas geholfen

Also das Englisch eine Weltsprache ist kann man begründen mit das England fast überall gesprochen wurde. Hätte zum Beispiel Deutschland denn Zweiten Weltkrieg nicht verloren hätte wir jetzt Deutsch als Weltsprache

Schischa3 28.06.2016, 22:41

Ich liebe Sprachen und deshalb ist es mir egal, dass Deutsch keine Weltsprache ist und ausserdem lebe ich in einem 4 sprachigem Land.
Es könnte schon sein, dass Deutsch zur Weltsprache geworden wäre, wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte.

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