Wie können Religiöse ueberhaupt frei und selbsverantwortlich leben, wo sie doch an den Vorschriften ihrer Religion mehr oder weniger gebunden sind?

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5 Antworten

Solange niemand von seiner Familie oder irgendwelchen Menschen gezwungen wird, ist die Religion kein Zwang und die Vorschriften auch nicht.
Der Mensch entscheidet selbst, ob er einem Glauben nun nachgehen möchte oder nicht. Ob er sich bedeckt oder nicht, ob er auf Dinge verzichtet oder nicht, das ist seine freie Entscheidung. Ob er betet oder nicht - ist seine freie Entscheidung.
Uns wurde diese Wahl nicht genommen.
Wir durften zwar nicht entscheiden, welches Geschlecht wir bekommen, aber ob wir unsere Zeit in eine Religion investieren, ist eine freie Entscheidung.
Hoffe du verstehst, was ich meine.

Mahpee 08.08.2017, 00:09

Fragliche Freiheit. Der junge Mensch, aufgewachsen in einer streng religiösen Familie, hat da kaum Spielräume

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Mahpee 08.08.2017, 00:14
@Mahpee

Es sei denn, er steht mit seiner Familie auf Kriegsfuß

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junayuu 08.08.2017, 01:52

Ja das ist etwas anderes. Es gibt immer Unterschiede, und die, die durch ihrer Familie keine andere Wahl haben, tun mir leid. Es bringt oft auch nichts, denn Vorschriften nachzugehen, wenn man es nicht möchte und das sollte den streng religiösen Familienmitglieder bewusst sein, was die meisten dennoch nicht davon abhält, ihre Kinder zu 'zwingen'.

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Frei und selbstverantwortlich ist jemand, der seine Freiheit nicht missbraucht und Verantwortung für seine Entscheidungen übernimmt, auch wenn dadurch seine Freiheit eingeschrenkt wird. 

Nicht jeder religiöse Mensch ist Jude oder Moslem.

Mahpee 07.08.2017, 23:04

Freier sind Christen, Buddhisten oder Mormonen auch nicht.

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tryanswer 07.08.2017, 23:11
@Mahpee

Als Christ habe ich keinen Talmud und auch muß ich keine Angst davor haben etwas falsch zu machen, weil Gott mich später dafür hassen wird. Bei Mormonen und Buddhisten dürfte es ähnlich sein.

Im Übrigen schränken die weltlichen Gesetze meine Freiheit mehr ein, als die religiösen. Und was die Verantwortung für das eigene Handeln angeht, die nimmt einem kein Gott ab - im Gegenteil.

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Mahpee 07.08.2017, 23:11
@Mahpee

Sie blicken vielleicht liebevoller gen Himmel, das aber ist  nur nebensächlich. Denn ihr geistiges Gefängnis ist das selbe in Grün

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junayuu 07.08.2017, 23:17

Das macht kein Sinn. Es ist egal, welcher Religion man glaubt, es ist eine freie Entscheidung, zu glauben und das zu tun, was dir dann vorgeschrieben wird.

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tryanswer 07.08.2017, 23:20
@junayuu

Religion ist kein Hobby, welches man sich nach belieben wählt, und es gibt schon Unterschiede hinsichtlich religiöser Verpflichtungen und der persönlichen Freiheit.

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Mahpee 07.08.2017, 23:38
@junayuu

Ob es wirklich eine freie Entscheidung ist, welcher Religion man glaubt? Wenn du z. B. In Israel geboren wirst, wirst du dich kaum für den Hinduismus entscheiden, entscheiden können. 

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junayuu 07.08.2017, 23:25

Es ist kein Hobby, möchte ich auch nicht sagen. Es ist dennoch die freie Wahl eines Menschen, wie er handelt. Die Religion zwingt keinen. Man verzichtet bei manchen Religionen natürlich auf einige Sachen, aber man möchte es selbst, wenn man daran glaubt, es sei richtig. Wenn man es nicht möchte, dann würde man es in wenigen Fällen machen.

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tryanswer 07.08.2017, 23:31
@junayuu

Dann hatte ich dich falsch verstanden und so betrachtet stimme ich dir zu.

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junayuu 08.08.2017, 01:58

Ja, also da hatte ich dir schon geschrieben, das es halt was anderes ist, als wenn man selbst sagt: "Ich möchte Muslim/ Jude/ Christ werden".
Aber es liegt dann nicht an der Religion, der man folgt, sondern an den Menschen, die in meinen Augen nicht genug denken und falsch an die Sache rangehen. Manche meinen es gut, andere eben nicht, aber ob das Endergebnis immer gut ist, kann man nicht unbedingt sagen.
Beispiel im Islam zählt es nicht, wenn du beispielsweise für andere fastet und es nicht möchtest. Du musst es selbst wollen und nur für deinen Gott machen. Das sollten die Familienmitglieder wissen, denn sie lassen den Menschen etwas tun, was im Nachhinein nichts bewirkt, wenn er es halt nicht freiwillig möchte.

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Ich denke mal wenn man sein Leben "gerne" nach seiner Religion richtet. Also die Religion als wahren Weg sieht und voll und ganz versteht, wieso etwas verboten oder eine Pflicht ist und das dann auch gerne tut.

Mahpee 07.08.2017, 23:57

Gerne beten oder gerne in den Gottesdienst gehen, dürfte auch kein großes Problem sein

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Gute Frage! Frei leben heißt auch, dass jeder seine Religion Leben kann. Gehört auch zu Freiheit. 

Mahpee 07.08.2017, 23:18

Kann ja auch jeder. Doch um welche Art Freiheit handelt es sich hier? Kann der Religiöse jederzeit seine Religion infrage stellen? Er kann es nicht, denn in dem Moment, wo er es tut, gehort er ihr nicht mehr an

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Mahpee 07.08.2017, 23:46
@onidagori

Infrage stellen heißt daran zweifeln. Warum zweifeln? Der Pfarrer hält gerade einen Gottesdienst ab und fängt an, an ihn zu zweifeln. Geht nicht

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onidagori 07.08.2017, 23:48
@Mahpee

Weil sich die Menschheit seit Jahrtausenden immer verändert hat. Sonst würden wir noch auf Bäumen sitzen.

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Mahpee 07.08.2017, 23:50
@onidagori

Bis auf die Religionen des Menschen. Alles ist im Prinzip hier so geblieben, wie es von Anfang an war

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onidagori 07.08.2017, 23:53
@Mahpee

Am Anfang gab es keine Religionen. Diese hat der Mensch erfunden, weil er sich vieles nicht erklären könnte. Und jede Religion hat sich mit der Zeit verändert. So wie auch der Mensch.

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Mahpee 08.08.2017, 00:17
@onidagori

Die Anfänge der Welt Religionen waren gemeint. Geändert hat sich bei ihnen im Kern nichts

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Mahpee 08.08.2017, 00:20
@Mahpee

Beten, fasten oder meditieren immer nach dem selben Strickmuster

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