Wie können HGÜs (Gleichstrom-Leitung) verlustarmer sein als Wechselstroml.? Ohne Supraleitung!?!

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2 Antworten

von hohen leitungsverlsuten bei gleichstrom war nie die rede. es geht bei gleichstrom lediglich darum, dass man ihn nicht über weite strecken transportiren konnte, weil es keine möglichleit hab, die spannung zu erhöhen, um den transportwiderstand als störfaktor zu reduziren.

die verluste eines elektrischen leiters richten sich nach dem widerstand des leiters, der sich aus länge, material und temperatur ergibt, einzig und alleine nach dem stromfluss. je größer er ist, desto höher fallen auch die spannungsverluste aus.

das anheben der spannung hat noch dazu den nebeneffekt, dass die verlustspannung prozentual betrachtet weniger ins gewicht fällt, was neben stabileren spannungen für endverbraucher auch einen positiven effekt auf den wirkungsgrad hat...

ein beispiel: die Lampe eines PKW leuchtet mit einer gemessenen Spannung an der Wendel von 10,8 Volt.... an der Batterie sind es exakt 12... ja ich weiß, das beispiel hinkt, weil es selten genau 12 sind... und außerdem ist der verlust geringer aber das ist ja nur ein rechenbeispiel !

gehen wir davon aus, dass es sich um ein aufblendlicht handelt (60 Watt) dann fließen exakt 5 ampere... das entspricht einer verlustspannung von 1,2 volt ergo: 10%

bei einem 24 volt system wären 60 Watt nur 2,5 Ampere... mit der halbierung des stromflusses halbiert sich auch bei gleichem leiterwiderstand der Spannungsverlust !

also gingen unter gleichen leiterbedingungen von den 24 volt die vorne an der batterie anliegen nur 0,6 volt verloren ! - verlustleistung nur 2,5 % !!!

du siehst also, mit der verdopplung der spannung vierteln sich die verluste.... rechne das mal hoch, von den damals im verteilernetz üblichen 120 volt auf 450.000 volt....

lg, anna

warum ergibt deine birne 1,2 volt verlustspannung wenn da 60 watt und 5 ampere sind?

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Das Problem bei Wechsel- bzw- Drehstrom sind die Blindwiderstände. Also die Leitungskapazitäten und induktivitäten. Bei sehr langen Leitungen summieren sich diese auch auf einen recht großen Wert. Bei Gleichstrom fallen alle diese Widerstände und somit Verlustleistungen weg!

Zudem kann man in Drehstromnetzen die Spannung nicht beliebug hoch ansetzen, da sich dann wieder Coronaverluste ausbilden.

Die Wirkungsgrade von Konverterstationen bei solchen Leistungen sich heuzutage schon sehr groß >99%!!

Also bleiben fast ausschlieslich die Leitungswiderstände übrig.

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