Wie können Depression ein trend sein?

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11 Antworten

Das kann man vielleicht teilen,zum einen leben Jugendliche heute in einer schwierigen Zeit,geht man davon aus,das eine Gesellschaft Aufstieg,Blüte und Fall erlebt,sind wir am Ende der Blüte..bestenfalls vor einem Wechsel. Trump,Putin,Erdogan. Flüchtlinge,das Ökobewusstsein trifft auf "Besser jetzt Party,bevor später nix mehr geht..".
Wo sind die neuen Werte? Machen wir weiter Party mit waffenstarrenden Grenzen? Werden wir die Voll-Ökos,und was bringt das noch? Viele Fragen hat noch keine Generation vorher erlebt. Wir hatten noch nie so lange keine Kontinentumspannenden Kriege mehr,dafür geht das Sozialsystem in die Knie,weil früher ein Krieg darüberfegte und man von vorne beginnen musste. Die Politik bietet kaum Perspektiven,die Eltern auch nicht immer. Jetzt ist vieles da,aber dann..? Bislang hieß es: Mehr.
Größeres Auto,mehr Urlaub,unser Haus. Und nun? Öko-Karre und schön daheimbleiben wegen Bombenstimmung im billigen Sonnenland?
Da können schon mehr Depris auftreten,auch unter Erwachsenen.
Dann aber ist es auch der Königsweg für Abseiler.. nicht so old School wie "hab meine Tage",nicht so ausgelutscht wie "Schlecht sein,Durchfall,Rücken,Kopf"
Depression! Da ist man wer! Empfindsam,klug,Weltschmerzend! Und nicht etwa bequem,unmotiviert und Smartphone-verklemmt.
Ey,Sch'hab auch voll die Depris. Echt.
Burnout ist schon eine halbe Lachnummer geworden,weil sich jeder darauf berufen kann. Wenn man überlegt,wie schlimm es ist,wenn man etwas eigentlich gerne macht und sich hineinhängt,aber doch nie ankommt und schließlich kraftlos und mutlos zurückbleibt,ein Häufchen Asche.
Wie oft hört man schon,"Ja,Börni,ham wir doch alle!"
Ich kann z. T. sogar die katholische Kirche verstehen,wenn es heißt,"So,da habt Ihr es! Gott spielt keine große Rolle mehr,Sex gibts an jeder Ecke bzw. auf jedem Bildschirmchen,für jeden komischen Wunsch einen seltsamen Kredit und fluchen kann man über soziale Medien,bis einem keine Worte mit A..Sch mehr einfallen. Und jetzt? Seid ihr glücklich??"
In diesem Forum haben schon 20-Jährige,die nie gearbeitet haben,wegen "Depression" nach einer Art Rente gefragt.
Die Welt ist teilweise zum Depressiv-Werden,andererseits war sie es immer,wenn man die früheren Generationen fragt. Doch es gibt heute wirklich große Veränderungen,die die Generation Opa nicht für möglich gehalten hätte.
Früher waren die Wege klarer,es gab einfache Dinge zu erreichen,"mehr,besser".
Jetzt geht es um fundamentales,wie weiter,Energie,Klima usw.
Darüber können und werden wohl etliche junge Leute tatsächlich zumindest depressiv verstimmt werden.
Und einige hoffen,mit dem "Deppert"-Stempel ihr Leben vor der Konsole und im Ewig-Wochenende zu verbringen.
Die gab es allerdings auch schon immer.

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Hallo Tamara!

Oftmals bezeichnen sich Teenager als depressiv oder krank, um jene Aufmerksamkeit zu erregen, die sie auf andere Weise nicht bekämen. Wie schlimm psychische Krankheiten, die ggf. sogar zum Tod führen können, wirklich sind wissen sie in der Regel nicht -----> aber da muss ich sie auch deswegen in Schutz nehmen, weil sie das mangels eigenen Erfahrungen meist auch garnicht können!

Man sieht es daran: Wer ernsthaft psychisch krank ist, tut idR echt alles um das weithin zu vertuschen ----> denn Menschen mit psychischen Problemen gelten in der Gesellschaft bis heute als "geistesgestört", weil die Leute semi-seriöse, unterschwellig genau das propagierende und etwa Depressive als geisteskrank zu verkaufen bemühte Berichterstattung in der "Rentnerbravo" und anderen Medien wörtlich nehmen.

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Keiner "hyped" Depressionen! Die einen haben wirklich welche (was heutzutage nun mal mehr als damals sind und die Zahlen wachsen weiter) und die anderen sind schlichtweg traurig, nachdenklich, haben negative Empfindungen, was von anderen fälschlicherweise als "richtige" Depression wahrgenommen wird. Außerdem diagnostizieren sich (fälschlicherweise) viele selbst Depressionen, ohne jemals einen Arzt aufzusuchen ("nur" weil sie sich nicht gut fühlen). Diese Menschen wissen anscheinend nicht, wie es ist wirkliche Depressionen zu haben.

Das hat aber rein gar nichts mit einer Subkultur o.Ä. zutun (und falls jemand mit Emos kommt: Der Begriff "Emo" wird nicht von Emotionen oder Emotional abgeleitet! Zumal sich dieser Hype ja legte). 

Und ein Jugendlicher der Depressionen vortäuscht, scheint so oder so Probleme zu haben (ganz gleich ob Depressionen oder nicht)! So etwas kann als Hilferuf verstanden werden (sofern es nachweisliches Vortäuschen ist).

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Kommentar von tamaraa1245
03.07.2017, 00:04

Naja bei uns machen das mega viele um aufmerksamkeit zu bekommen. Ich kenne selber leute die an einer depression erkrankt sind und verhalten sich kaum so wie viele an meiner schule die dann zb zu jedem hingehen und sagen dass sie deoressionen haben.natürlich kann es auch sein das viele depressionen haben aber mir kommt es nur so vor da jeder 2. an meiner schule behauptet depressionen zu haben

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Kommentar von koten
03.07.2017, 01:10

Dein erster Absatz zeigt sehr gut, daß es sich hier wirklich um einen Mode-Begriff handelt. Früher ging es und während der Pubertät auch schlech. Liebeskummer, Streß mit den Eltern und in der Schule. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Es war eine Scheisz-Zeit. Aber zum Glückkemen wir nicht auf die Idee, das als Depressionen zu bezeichnen.

Depressionen sind eine Krankheit mit einer hohen Sterberate. Mit dem Begriff sollte man voraichtig umgehen. Wenn man zu jedem Pille-Palle sagt, das wären Depressionen, fühlen sich wirklich Kranke bestimmt nicht ernst genommen. Und das ist etwas, was sie näher an den Suizid bringt.

Das will keiner. Das ist mir klar. Aber Gedankenlosigkeit kann schnell tödlich werden. Nicht nur, wenn man sich denkt, nach dem bißchen Alkohol kann ich dochjnoch problemlos Auto fahren.

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Du solltest nicht alles glauben, was dir in der Schule erzählt wird.

Ich denke, dass kein einziger deiner Schulkameraden schon Mal länger als 4 Wochen in einer Psychiatrie war und dann Depressionen diagnostiziert bekommen hat!

Eine Depression kann nur diagnostiziert werden, wenn über einen Zeitraum von länger als 2 Wochen die Symptome einer Depression auftreten. Um eine genaue Diagnose zu bekommen sollte man mindestens 4-6 Wochen in einer stationären Einrichtung sein. 

Jeder Dritte Jugendliche hat vielleicht Mal eine leichte depressive Episode, die von einem ambulanten Psychologen diagnostiziert wurde. Wer keine Diagnose hat, sollte aber nicht behaupten, dass er depressiv ist.

Es gibt dann noch mittelschwere Depressionen und schwere Depressionen.

Ich glaube kaum, dass jemand aus deiner Schule unter schweren Depressionen leidet, sonst wäre er nicht in der Schule, sondern Daheim und krankgeschrieben oder in einer teilstationären Einrichtung.

 

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Kommentar von tamaraa1245
03.07.2017, 00:13

Du hast, glaube ich, meine frage nicht gsnz verstanden. Meine frage war wieso viele eine depression "vortäuschen" obeohl sie gar keine haben, oder halt höchst wahrscheinlich keine. Mir ist klar das viele keine richtige depressiln haben da uch selber leute kenne die an einer depressiln ernsthaft erkrankt sind

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Ich glaube die meisten Jugendlichen haben eben die typischen ups and downs und dann halten sie sich schon für depressiv weil sie sich einen Tag schlecht fühlen. 

Mit einer wahren Depression hat das natürlich wenig zu tun, jedoch wissen das nur wenige Jugendliche.

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Kommentar von tamaraa1245
03.07.2017, 00:01

Naja aber bei uns an der schule ist es so das jeder 2. anscheinend depressionen hat und das auch jedem erzählt ect. aber ich verstehe das einfach nicht. Ich denke wenn man wirklich deoressionen hat würde man ganz anders damit umgehen da ich auch erfahrungen mit leuten hab die wirklich an einer ernsthaften depresdiln erkrankt sind

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Ich denke, es ist weniger ein Trend sondern die Wahrheit, dass die Zahl der an Depression erkrankten Jugendlichen gestiegen ist. Der Leistungsdruck, Stichwort Schule, ist ja immens gestiegen. Dann kommen noch Probleme wie Mobbing, Pubertät usw...

Trotzdem kommt es vor, dass manche Jugendliche Aufmerksamkeit wollen. Manche geben es halt in Social-Media-Plattformen an, dass sie depressiv sind und nur Aufmerksamkeit und Mitleid wollen. Zufälligerweise hatte ich auch eine mit 15-16. Schule gewechselt, Noten gingen bergab und ich konnte mich selbst nicht akzeptieren. Ich habs trotzdem aber keinem erzählt und kam erst später drauf, dass es eine Depression war.

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Sie verwechseln einfach Depressionen mit der Pubertät. Depressiv zu sein ist in, genauso, wie sich ritzen und sich halb tot hungern. Aufmerksamkeit erregen ist alles. 

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Depressionen sind kein Trend, sondern einfach ein Versuch eine gewisse Aufmerksamkeit zu bekommen, damit es einem nicht so schlecht geht

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Jeder Mensch braucht Aufmerksamkeit. Nicht nur die Teenager, die Du dafür verachtest.

Wenn die Jugendlichen registrieren, dass man sie heute nur unter diesem Stichwort bekommt, dann nennen sie das natürlich. Und sie müssten ja unendlich blöde sein, um es nicht zu bemerken.

In GF Fragen über Aufmerksamkeit suchende Teenager zu stellen, kann allerdings auch ein Weg zur Aufmerksamkeit sein.

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Was gibt dir denn das Gefühl, dass Depressionen ein Trend sind?

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Kommentar von tamaraa1245
03.07.2017, 00:02

Bei uns an der schule erzählt gefühlt jeder 2. das er depressionen etc hat.

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Kommentar von tamaraa1245
03.07.2017, 00:10

Naja aber die art und weise wie sie damit umgehen find ich sehr untypisch da ich selber leute kenne die an ernsthaften depressionen leiden

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