Wie kannst du vor dir selbst rechtfertigen, daß es in Ordnung ist, Computerspiele zu spielen?

6 Antworten

Es macht Spaß, und Spaß haben ist ein wichtiges Ziel in meinem Leben. Es ist also kein "anstatt", sondern ein "dafür". Das heißt nicht, dass ich nicht auch an anderen Zielen arbeite. Auf die Balance kommt es an. Entspannung und Freude ist mindestens genauso wichtig wie Disziplin, um ein erfülltes Leben aufzubauen. Das ist sogar wissenschaftlich belegt: wenn man nur "zweckdienliche" Tätigkeiten vollführt, macht einen das krank und depressiv, und das schon nach kurzer Zeit. Wenn es allerdings ein schlechtes Spiel ist, das mir eigentlich keinen Spaß macht, und ich mich vor irgendetwas drücke, wird es Zeit, ehrlich mit mir zu sein.

Meine Denkweise entspricht ungefär der von Cersei:

Warum tun wir Menschen Dinge? Weil es uns glücklich macht und ausschließlich deswegen.

Das beginnt bei der direkten Form von Geschlechtsverkehr, geht über soziales Handeln was wir tun da wir Menschen gelernt haben, dass man dadurch auf Dauer mehr Glück hat und wir gehen sogar zur Schule und studieren und gehen arbeiten, weil wir glauben, dass uns das Geld zu mehr Glück verhilft oder uns zumindest vor dem Unglück bewart. 

Manches Handeln kommt auch nur durch inzwischen angeborene Verhaltensweisen. Zum Beispiel handeln wir inzwischen teilweise sozial ihne einen direkten oder indirekten Vorteil zu ziehen.

Computerspiele nehmen dabei einen eher direkten Platz ein. Wir spielen computerspiele weil es Spaß macht. Spielt man, viel, wird man besser und es macht noch mehr Spaß.

Das selbe gilt auch fürs Lesen.

Warum wir nicht an unseren Zielen arbeiten?

Weil wir es ausblenden, es ignorieren oder aufschieben. Ein großes Problem ist, dass Computerspiele einen solche Dinge zumindest während man spielt vergessen lassen. Im jungen Alter ist es ja, zumindest wenn man relativ intelligent ist, tatsächlich noch nicht nötig viel in der Schule zu tun. Und um diese direkte Art von Glück zu haben, ist auch nicht viel Geld nötig.

Also die kurze Antwort: man tut es, weil man keinen direkten Nutzen in den anderen Dingen erkennt, weil man alles im Endeffekt sowieso nur tut um glücklich zu sein.

solange alles andre glatt läuft, ist es ja kein stress zu zocken.

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