Wie kann mein Dad Sorgerecht bekommen? Sorgerecht, Erziehungsberechtigung, Streit?

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7 Antworten



Nur meine Mum will ihm das Sorgerecht nicht übergeben, da sie natürlich finanzielle Unterstützung "verlieren" würde.


Von wem hast Du denn diese Aussage? Und warum ist "verlieren" so hervor gehoben?

Falls es hier um die Unterhaltszahlungen geht, die Dein Vater derzeit an Deine Mutter überweist, so würde sich das automatisch ändern und Deine Mutter müsste Deinen evtl. Unterhaltsanspruch an Deinen Vater überweisen. Das alles hat aber absolut nichts mit dem Sorgerecht zu tun!

Bedenke bitte auch, dass man als Teenager immer mit dem Elternteil Stress hat, mit dem man unmittelbar zusammen lebt! Der Alltag kehrt immer wieder ein und Stress gibt es überall!

Ich möchte Dir Deine Absicht beim Vater leben zu wollen nicht ausreden - nur darauf hinweisen, dass es nicht immer hin und her gehen sollte und kann, wenn denn der Stress in einem halben Jahr beim Vater zurück kehren sollte!

Das Sorgerecht hat übrigens auch nichts mit einem Aufenthalt bei Deinem Vater zu tun. Es sei denn, Dein Vater wohnt etliche Kilometer von Deiner Mutter entfernt. In Absprache könntest Du dort wohnen und man würde wichtige Dinge gemeinsam besprechen. Immerhin bist Du bereits 16 und kein kleines Kind mehr!

Wer hat Dir das also mit dem Sorgerecht nicht geben wollen und der finanziellen Unterstützung "verlieren" erzählt? Und warum hat Dein Vater bei der Scheidung nicht das "gemeinsame" Sorgerecht erhalten. Seit etlichen Jahren wird kaum noch einem Elternteil das alleinige Sorgerecht zugesprochen - es müssen schon wirklich wichtige Gründe vorliegen, wenn ein Elternteil das Sorgerecht verliert!

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Kommentar von annaskacel99
16.05.2016, 16:06

Von meiner Mum, und es geht ihr darum, dass Sie die Alimente und Kinderbeihilfe (Unterstützungen) für mich nicht mehr bekommen würde. Sie hofft jetzt also, das ich nicht zu meinem Dad ziehen kann, wenn er nicht das Sorgerecht hat. Und sie somit auch die Zahlungen weiter für mich erhält. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich, wenn ich zu meinem Dad ziehe, nicht mehr zurück kann! Das mit der Absprache ist vermutlich nicht möglich, da meine Eltern kaum bis nicht freiwillig miteinander reden... Ich weiß nicht weshalb, aber meine Mum hat auf das alleinige Sorgerecht bestanden, und mein Dad hatte keine "Einwände".

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Du kannst Dich beim Jugendamt beraten lassen.

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Mit  16 darfst du entscheiden, bei welchem Elternteil du leben möchtest. 

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Kommentar von annaskacel99
13.05.2016, 20:05

In Österreich auch...?

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Kommentar von huldave
13.05.2016, 20:12

wenn die Sorgerechtsinhaberin, Spich Mutter, das nicht will, kann er nicht selbst entscheiden. Der Vater soll bei Gericht einen Antrag auf Übertragung des Sorgerechts stellen, im Rahmen dieses Verfahrens wirst auch du angehört. Wie das Gericht dann entscheidet, hängt von vielen Faktoren ab, da kann man jetzt nichts dazu sagen. Viel Erfolg

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Kommentar von annaskacel99
13.05.2016, 20:17

@huldave Danke!

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Wenn sie das nicht will, wird sie begründen können warum sie das nicht will. Wenn es zu einer gerichtlichen Entscheidung kommt muss sie das auch. Dein Vater kann erstmal ein Gespräch mit ihr im Jugendamt bei einem Mediator (Vermittler) führen. Wenn das nichts fruchtet, kann er das gemeinsame Sorgerecht beantragen gerichtlich. Da sie geschieden sind, wurde ihm irgendwann mal das Sorgerecht entzogen. Warum?

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es wird schon einen grund haben, warum deine mama das alleinige sr hat. und sie wird mit sicherheit keine finanzielle unterstützung verlieren, wenn du nicht mehr bei ihr lebst! hast du eigentlich ne ahnung, was du sie kostest bzw schon bis jetzt gekostet hast? 

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Kommentar von annaskacel99
13.05.2016, 20:15

weil mein Vater damals zu meiner heutigen Stiefmutter gezogen ist, und meine Mum nicht wollte, das wir dort aufwachsen. Mein Vater zahlt 440€ Alimente für mich, die meine Mum dann natürlich nicht mehr bekommt, weil ich ja bei meinem Vater lebe... Und er bekäme dann noch 200€ Familienbeihilfe, womit wir bei 640€ wären, monatlich natürlich. Und dagegen sträubt sich meine Mum, weil sie ihm keinen Cent "vergönnt".

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Kommentar von annaskacel99
14.05.2016, 09:36

nein, nicht genau. aber sie sagt selbst, dass sie die ganzen 440€ nicht braucht.

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Dein Vater kann vor Gericht die gemeinsame Sorge und das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen und er wird es auch bekommen.

Auch gegen den Willen Deiner Mutter.

Aaaber - auch Väter kochen nur mit Wasser und Probleme haben die dumme Angewohnheit mitumzuziehen.

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Sorgerecht heißt nicht aufenthaltsbestimmungsrecht und genau das sollte der Vater beantragen.Formlos einfach auf ein Blatt hier mit beantrage ich usw

beim Amtsgericht abgeben und dann gibt's eine Anhörung evt sogar Verhandlung wo du auch gehört wirst und dein Anliegen wieso weshalb warum du zu deinem Vater willst.

Denn ab dem 12 Lebensjahr kannst du entscheiden bei welchem Elternteil du leben möchtest. Wenn deine Erklärung dem Gericht plausibel ist entscheidet der Richter das du zu deinem Vater ziehen kannst.(war bei mir jeden falls so Tochter war damals 12)

Nur würde ich dir raten einen Anwalt auf zu suchen der als Schwerpunkt Familienrecht hat. Ohne wird es nicht klappen.

Du bekommst mit Sicherheit Prozesskostenbeihilfe und brauchst dir um die Kohle keine Sorgen zu machen.

Wünsche dir viel Erfolg und zieh es durch vor allem wenn es dir danach besser geht.

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Kommentar von Grinzz
14.05.2016, 09:10

Na, ganz so einfach ist es nicht...

Du bekommst mit Sicherheit Prozesskostenbeihilfe und brauchst dir um die Kohle keine Sorgen zu machen.

Prozesskostenhilfe kann die Fragestellerin mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht bekommen. Denn zunächst heißt die "Prozesskostenhilfe" in Familiensachen bereits seit 2009 Verfahrenskostenhilfe (VKH). Und darüber hinaus bekommt VKH nur eine Partei eines Verfahrens. Die Fragestellerin ist hier jedoch nicht Partei, da nicht sie selbst das Aufenthaltsbestimmungsrecht bzw. Sorgerecht einklagen will, sondern ihr Vater.

Ob der Vater der Fragestellerin VKH bekommt, hängt von mehreren Faktoren ab - unter Anderem vom Einkommen, Vermögen und den Erfolgsaussichten des Verfahrens (sprich: Kann der Richter auch nur ansatzweise erkennen, dass eine Übertragung des Rechts auf Aufenthaltsbestimmung erfolgreich sein könnte?).

Ein pauschales "Du bekommst mit Sicherheit Prozesskostenbeihilfe" ist daher deutlich zu kurz gegriffen.

Sorgerecht heißt nicht aufenthaltsbestimmungsrecht und genau das sollte der Vater beantragen.Formlos einfach auf ein Blatt hier mit beantrage ich usw 

Das ist richtig. Allerdings gibt die Fragestellerin an, dass der Mutter das alleinige Sorgerecht zusteht. Es ist daher nicht auszuschließen, dass es bereits einmal ein gerichtliches Verfahren hinsichtlich der Übertragung des Sorgerechts gegeben hat (wenngleich auch gesetzliche Fälle des alleinigen Sorgerechts möglich sind - dann allerdings wird sich der Vater vorhalten lassen müssen, dass er sich 16 Jahre lang nicht um das Sorgerecht gekümmert hat und sich der Frage ausgesetzt sehen, weshalb es nun auf einmal so dringend ist).

Wie sinnvoll es aus der Sicht des Vaters ist, sich "nur" das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu angeln und nicht ein anteiliges Sorgerecht, mag dahingestellt bleiben.

Insbesondere in einem schwierigen Alter (Pubertät) sind auch Familienrichter bei der Entziehung/Übertragung von Befugnissen und Rechten der persönlichen Sorge eher zurückhaltend. Es müssen schon handfeste Gründe vorliegen, die das Kindeswohl gefährden, wenn keine Änderung eintritt. Ein simples "Ich hab mit meiner Mum nur mehr Streit, bin dauergestresst, meine Noten sinken ab...." und "Sie macht mich wahnsinnig" reichen dafür nicht aus.

Dein (späterer) Verweis auf einen Rechtsanwalt ist daher folgerichtig und auch aus meiner Sicht notwendig. Ich würde aber zuvor das (bereits in anderen Antworten angesprochene) Jugendamt ansprechen - ggfs. auch bereits vorgerichtlich mit einem Rechtsanwalt sprechen - denn wenn man erst einmal ein Gerichtsverfahren eingeleitet hat, dann kommt man ohne Kosten nur selten da wieder raus; auch mit VKH ist es kein Zuckerschlecken ;-)

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