Wie kann man von einem Ängstliches oder Schreckhaftem Pferd das Vertrauen Gewinnen?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Hallo, 

du kennst die Stute als schreckhaft und bist daher selbst etwas vorsichtiger. Wenn du z.B jetzt mit ihr spazieren gehst und hinten kommt ein Traktor, dann denkst du dir vielleicht "Oh nein Pferd erschreckt sich gleich...", wirst nervös und bekommst vielleicht etwas Angst. Das überträgt sich dann auf´s Pferd. Also musst du selbst sicher sein und ohne Scheu an dem Traktor vorbei, um diese Sicherheit dem Pferd zu vermitteln. 

Kurz gesagt: Das Pferd ist nur scheu, wenn du es auch bist. Wenn du ihr zeigst, dass du auf sie aufpassen kannst, dann wird sie sich dir gerne anschließen. 

Das braucht nur gegenseitigen Respekt und Vertrauen. Das bekommt man am besten durch Bodenarbeit hin, was du ja schon machst. 

Natürlich kann man es nicht vermeiden, wenn man z.B ausreitet und plötzlich fliegt ein Vogel aus dem Gebüsch, dass das Pferd sich erschreckt. Damit rechnest du ja selber nicht. Diesbezüglich kannst du später mal Schrecktraining machen. Dann dürfte es in so manchen Situationen deutlich besser werden. Passieren kann das natürlich immer. Bei jedem Pferd. Sind ja schließlich Fluchttiere. Man muss in solch einer Situation dann auch in der Lage sein, Ruhe zu bewahren und somit das Pferd wieder zu beruhigen. 

Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß mit deiner neuen RB!

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kiwi543
14.06.2016, 07:23

Aufjedenfall danke! Ich werds aufjedenfall versuchen mit ihr Viel zu machen! Schrecktraining hab ich mir auch schon überlegt, mit was msch ich das senn am besten? Mit Gegenständen im alltag oder wie?

0

Vertrauen braucht ZEIT und noch mal ZEIT. Das kann man nicht herstellen durch irgendwelche Übungen. Ein Pferd vertraut einem mit der Zeit, wenn es durch Kennenlernen erfährt, dass der Mensch verlässlich und nett ist.

Vertrauen ist etwas, das wächst. Du kannst auch das Wachsen eines Grashalms  nicht beschleunigen, indem du dran ziehst.

Da die BEsitzerin grob ist, hat sie vielleicht auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Dann dauert es noch mal so lange. Aber Vertrauen kann man nicht abkürzen.

Man kann ein Pferd gehorsam machen, aber Vertrauen bekommt man geschenkt.

Was du tun kannst: sei nett zu dem Pferd, sei einfühlsam, sei verlässlich. Und habe Geduld. Wenn du das bist, dann wirst du recht schnell Erfolge merken. Aber solltest du das Pferd lange, sehr lange haben, dann wirst du feststellen, dass Vertrauensarbeit ein immerwährender Prozess ist. Jeden Tag stellt das Pferd ständig neue Vertrauensfragen. Wenn das Vertrauen tief verwurzelt ist, dann verzeiht es natürlich auch Fehler, das ist klar. Aber es muss Wurzeln schlagen.

Man kann statt Vertrauen auch Beziehung sagen. Und jeder sollte wissen,dass Beziehung wächst und nicht machbar ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kiwi543
14.06.2016, 13:35

Eine wirklich schöne Antwort 😊 Hilft mir sehr Weiter Danke 😊

1
Kommentar von Urlewas
14.06.2016, 14:57

Sehr schön gesagt - so meine ich das auch. 

0

Das kommt einzig auf Deinen Charakter an und auf die Zeit, die Du dem Pferd widmest. 

Da brauchst Du nicht besonders machen. Das Pferd muss einfach merken, dass dich absolut nichts aus der Ruhe bringt. Diese Innere Ruhe brauchst Du - nicht mehr, und nicht weniger. Wenn du aufgeregt oder angespannt wirst, sobald das Tier erschrickt, merkt es das; du kannst dich nicht verstellen. Es spürt deinen Herzschlag, deinen stockenden Atem...

Wenn Du nicht gelassen bleiben kannst, lass  es mit dem Pferd. Wenn Du dagegen in jeder Situation Souverän bleibst, erledigt sich das Problem ganz von allein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Baroque
14.06.2016, 09:35

Genau, es ist das Vorleben von Gelassenheit. Und die muss man selbst erlernen. Dem Pferd kann man nicht verbal vorliegen "es is nix", weil es so routiniert im Lesen von Körpersprache und Atmung ist, dagegen unsere Worte nicht kenne.

1
Kommentar von Dahika
14.06.2016, 13:04

das finde ich jetzt etwas übertrieben. Ich bin eine weitgehend angstfreie Reiterin und reite meine Stute nun seit 11 Jahren. Aber bin ich in JEDER Situation gelassen? Nö, bestimmt nicht. Allerdings kenne ich mich, und wenn ich merke, dass meine Gelassenheit flöten geht, dann steige ich kurzerhand ab.
Ich überfordere weder mich noch mein Pferd.
Mein Pferd ist nun umgezogen in ein neues Reitgebiet. Um dahin zu kommen, muss ich ca 200 m eine enge, aber sehr befahrene Straße entlanng gehen. Ne, das muss ich nicht haben. Also führe ich mein Pferd auf dieser Straße und sitze erst auf, wenn wir sie hinter uns haben.
Ich gebe freilich zu, dass mein Pferd an der Hand sehr sicher ist.

1

arbeite stetig, am besten täglich mit Geduld, Einfühlungsvermögen und Liebe, mach alles, worauf Du Lust hast und hole immer mal wieder ganz nlangsam 3-5mal tief Luft neben dem Pferd - da bringt euch beide runter....

Geduld ist  das Rezept,
die Zutaten variieren: Ausleinen, Musik, auslappen, klappersack, kullernde Bälle, Kindergeschrei, Hunde/KAtzen, Folien, anfangs gehst du hiterher, später daneben, noch später davor

und nie den ruhigen Atem vergessen...

Viel Erfolg und noch viiiiel mehr Geduld wünsch ich dir

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Am besten bekommt man vertrauen wenn man fast täglich bei ihr ist und sie nicht unter Druck setzt vllt findest du auch noch etwas was sie Verdammt gerne macht wie Zirkus Lektionen oder Ball spielen etwas damit sie Selbstvertrauen gewinnt und vertrauen in dich. Wenn sie erschrickt immer ruhig bleiben. Und du hörst am besten auch auf dein Bauch Gefühl wenn du selbst aufgeregt bist geh entweder gar nicht zu ihr oder putze sie nur.

Du kannst auch wenn sie soweit ist dir ein Buch über die GHP also gelassenheitsprüfung besorgen und dann damit weiter üben.

Zudem sollte klar sein wer bei euch zweien der herdenchef ist sollte sie dich anrempeln dann remple zurück einem herdenchef vertraut das Pferd mehr.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dahika
14.06.2016, 13:11

Na ja, es sollte sich aber langsam mal herumgesprochen haben, dass das Konzept des Herdenchefs soooo einen Bart hat. gähn. Wir Menschen sind Menschen und nicht Herdenchefs.  Und durch Chefgehabe a la Parelli kann man ein Pferd gehorsam machen, aber sein Vertrauen bekommt man auf die Art nie. Und wehe, wenn der Gehorsam mal reißt und dann keine Vertrauensbasis da ist....

0

So wie du das beschreibst ist Pferd nicht ängstlich, es kennt einfach nix und bekommt deshalb Panik. Was man dagegen machen kann ist üben, üben üben... Also viel raus gehen und sie mit allem möglichem Bekannt machen.. Und selbst ruhig bleiben. Nimm dir einfach viel Zeit und lass das Pferd sich Sachen anschauen wovor es Angst hat..

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dahika
14.06.2016, 13:08

LOL... außerdem ist das Pferd ein Araber-Haflingermix. Ich will die Fragestellerin nicht ängstlich machen, aber das kann eine brisante Mischung sein. Wenn das Temperament des Arabers sich mit der Sturheit des Haflingers paart... oh la la....
Ich kenne so eine Stute. Bei ihrer Besitzerin gut Western geritten und leicht händelbar, bei den diversen RB ... au weiah...

0
Kommentar von Boxerfrau
14.06.2016, 15:14

mhm ich hab mit denen immer gute Erfahrungen gemacht... Aber hab auch schon viel gehört von anderen.

0

Du könntest sie mit deinem Sattel oder mit deiner Trense noch viel vertrauter machen, so merkt sie auch schon das sie davor keine Angst haben muss.☺
Lg☺

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?