wie kann man vertrauen zu einem pferd gewinnen wie zb. in dem filmen "ostwind " oder "flicka"?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Im Film sind das immer gut dressierte Filmpferde und Schauspieler und Kameras und Szenen. So wie im Film geht das also schon mal nicht.

Ordentlich zusammengeschnitten aus allen positiven Ereignissen die jemand schon mit einem Pferd hatte, und voila du hast ein Tier das vollkommen dir vertraut und an jedem deiner Bewegungen hängt.

Ordentlich zusammengeschnitten aus allen negativen Ereignissen, die jemand schon mit einem Pferd hatte und ich kann dir das genaue Gegenteil mit genau dem gleichen Tier und Menschen aufzeigen.

Oftamls bemerkt der Halter des Pferdes selbst nicht mal wie stark ein Pferd sich an ihn angebunden hat. Das zeigt sich dann erst in einzelnen Situationen.

Ein Pferd entscheidet in den ersten paar Minuten eures Kennenlernens, ob es dich als Führungsmensch einstuft oder als Lakai. Es ist immer die Kompetente Ausstrahlung des Menschen.

Ich habe schon Pferde gesehen, die innerhalb von Secunden einem völlig fremden Menschen bedingungslos gefolgt sind.


finde es witzig dass hier nur von Bodenarbeit geschrieben wird... "so, jetzt machen wir Bodenarbeit und bauen Vertrauen auf". Und wenn die Bodenarbeit beendet wird? Dann zerrt man sein Pferd wieder blind und blöd durch die Gegend oder wie? 

Vertrauen zu erlangen ist ein langer, langer Prozess der sich - je nach Pferd und Mensch - über Jahre hinweg ziehen kann. Vertrauen erlangt ein Pferd dadurch, dass es weiß, was mein Mensch tut ist vernünftig und gut für uns beide. Es reicht nicht bzw es bringt überhaupt nichts das Pferd am Rope über den Platz zu schleudern. Es bringt auch nichts das Pferd frei mit Leckerlis zuzustopfen bis es einem hinterherdackelt. Man muss jede Sekunde die man beim Pferd ist auf es Acht geben und der umsichtige Chef sein. Wenn du dein Pferd in den Morast reitest und es da stehn lässt weil du es nicht mehr rausbekommst, dann wird es dir in zukunft nicht mehr Folge leisten, da es nicht weiß ob es da je wieder lebend rauskommt. Reitest du es in den Morast rein und gezielt wieder raus, dann weiß das Pferd dass du erfahren und umsichtig bist. Das ist das wichtigste für das Pferd. Man arbeitet immer mit dem Pferd wenn man bei ihm ist, nicht nur am Platz oder wenn man gerade am Strick hängt. Wenn du einfühlsam und freundlich aber auch konsequent bist, umsichtig handelst und dein Pferd durch jede Situation gelassen leitest dann wird es sich dir gerne anschließen und dir vertrauen. Aber dafür gibt es eben keine Anleitung wie "drei mal im Kreis drehen und am Rope jagen". Es gibt nur Leitlinien und es ist nicht jeder Mensch als leitendes Tier geeignet. Nicht jeder Mensch ist umsichtig und nicht jeder Mensch ist vertrauenswürdig. Du kannst dich bemühen, aber ob du es wirklich wert bist entscheidet das Pferd

Hallo, 

ich denke sowas bekommst du nicht hin. Allein deswegen, weil Flicka und Ostwind von mehreren Pferden gespielt wurden. Gerade weil ein Pferd nicht alles genau so macht, wie es während der Dreharbeiten erwünscht ist. 

Du kannst die gegenseitigen Respekt und Vertrauen erarbeiten durch Bodenarbeit. Damit das funktioniert beginnt man mit der Grundlage: Führtraining. Pferd am Strick auf dem Platz/in der Halle führen. Dabei achten, dass das Pferd hinter oder neben dir läuft, nicht vor dir. Wenn, dann beförderst du es zurück. Macht zwischendrin Stehpausen, dabei sollte dein Pferd auch hinter oder neben dir stehen. Stellt es sich vor dich, beförderst du es rückwärts. Wenn das gut klappt kann man das Ganze noch mit kleinen Hindernissen ausschmücken und anschließend im Gelände ausprobieren. 

Zunächst würde ich dann Horsemanship (z.B Parelli) machen. Damit ihr miteinander kommunizieren könnt und euch gegenseitig versteht. 

Dann kann man nach Gefühl so vieles an Bodenarbeit machen: Zirkuslektionen, Longieren, zirzensisches Pferdegymnastik, Trail, Schrecktraining, Apportieren uvm. 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

danke für deine hilfreiche antwort^^ 

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