Wie kann man verliehenes Geld einfordern, wenn man nichts schriftlich hat?

5 Antworten

Ohne einen Beleg in Händen zu haben, wirst du deinen Anspruch nicht durch-setzen könne. Erstens steht Aussage gegen Aussage, andererseits könnte ja auch jemand behaupten, einen größeren Betrag Dritten überlassen zu haben. Selbstverständlich handelt es sich hier um eine persönliche Meinungsäuße-rung.

Das Mahnverfahren ermöglicht die Vollstreckung einer Geldforderung ohne Klageerhebung, also ohne Urteil. Das Verfahren wird von einem Rechtspfleger oder sogar voll automatisiert durchgeführt, ohne dass geprüft wird, ob dem Antragsteller der Zahlungsanspruch tatsächlich zusteht. Das Mahnverfahren ist damit eine schnelle und Kosten sparende Alternative, die sich besonders für Ansprüche eignet, über die kein Streit besteht. Praktisch finden Mahnverfahren deshalb sehr häufig statt (vier von fünf Anspruchsdurchsetzungen werden mit einem Mahnverfahren eingeleitet).

Auf Antrag des Gläubigers erlässt das Gericht nach lediglich formeller Prüfung einen Mahnbescheid. Legt der Schuldner keinen Widerspruch gegen den Mahnbescheid ein, kann der Gläubiger Erlass eines Vollstreckungsbescheides beantragen. Verteidigt sich der Schuldner während des Mahnverfahrens, gelangt das Verfahren vor das Prozessgericht, wo dann ein normales Erkenntnisverfahren abläuft. (Beim Widerspruch gegen den Mahnbescheid geschieht dies nur auf einen Antrag des Gläubigers oder Schuldners, beim Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid wird die Sache von Amts wegen an das Prozessgericht abgegeben.)

Ziel des Verfahrens ist zunächst, den Schuldner zur Zahlung zu bewegen. Am Ende des Mahnverfahrens steht jedoch der Vollstreckungsbescheid. Das ist ein Vollstreckungstitel, mit dem der Gläubiger seine Geldforderung vollstrecken kann (§ 794 Abs. 1 Nr. 4 ZPO).

Wenn noch nicht mal Zeugen vorhanden sind, würde ich sagen: Schlechte Karten.
Ich denke, es wäre gut ihn direkt zu sprechen - nicht per Telefon. Er muss Dir in die Augen sehen, dann ist es deutlich schwieriger, Dich anzulügen oder Dich zu betrügen, als wenn Du mit ihm telefonierst. Zudem kann man ein Telefonat mit einem Tastendruck beenden.
Vielleicht kannst Du ihn treffen, eine schriftliche Bestätigung in der Tasche haben, die er "nur noch" unterschreiben muss.
Dann zunächst ihn darauf ansprechen. Wenn er zugibt, Schulden bei Dir zu haben, soll er Dir sofort wenigstens einen Teil geben (was Du hast hast Du). Für das was er schuldig bleibt kannst Du ggf. Deine vorbereitete Bestätigung unterschreiben lassen. (Situation musst Du natürlich einschätzen und entsprechend agieren)
Gut ist vielleicht, wenn noch jemand dabei ist.
Insgesamt halte ich es aber für relativ aussichtslos - erzwingen wirst Du es kaum können, aber vielleicht springt sein Gewissen an.
Ich wünsche Dir viel Erfolg
Gruß wiele

Was bringt es, wenn Kreditnehmer mit schlechter Bonität höhere Zinsen zahlen müssen?

Mir ist bewusst, dass ein Zins bei einem Kredit eine Risikoprämie enthält (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Marktzins ).

Wer eine hohe Bonität (Kreditwürdigkeit) hat, braucht nur niedrige Zinsen zu zahlen. Wer hingegeben eine niedrige/ schlechte Kreditwürdigkeit hat, muss hohe Zinsen zahlen. Ich verstehe durchaus, dass der Kreditnehmer (Schuldner) mit einer schlechten Bonität für den Kreditgeber (Gläubiger) ein höheres Kreditausfallrisiko darstellt. Um dieses höhere Risiko zu kompensieren, muss der Schuldner höhere Zinsen zahlen.

Doch eine schlechte Bonität ist ja häufig Folge eines Mangels an Geld, zum Beispiel durch ein niedriges Einkommen oder keine ausreichenden Vermögenswerte als Absicherung. Die Tatsache, dass eine solche Person nun auch noch mehr Geld für den gleichen Kredit zurückzahlen muss, erhöht doch eher die Wahrscheinlichkeit, dass er den Kredit gar nicht zurückzahlen kann, weil er insgesamt mehr Geld "auftreiben" muss.

Sorgen hohe Zinsen bei Kreditnehmern mit schlechter Bonität dadurch nicht automatisch dafür, dass diese ein höheres Kreditausfallrisiko darstellen, weil sie in ihrer finanziell schlechten Lage noch mehr Geld zurückzahlen müssen?

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Im Altertum wurde das Einfordern von Zinsen für verliehenes Geld vielerorts als unmoralisch angesehen, heutzutage ist es weltweit akzeptiert. Ist es nicht aber doch unmoralisch wenn man bedenkt wo das Geld für die Zinsen herkommt? Man verleiht Geld um es "für sich arbeiten" zu lassen. Ich habe aber noch keinen Zehneuroschein beim Zeitungsaustragen gesehen. In Wirklichkeit läßt man doch andere Menschen für sich arbeiten wenn man Zins auf sein Geld nummt. Oder wie seht Ihr das?

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