Wie kann man sich vor Falschaussagen (Lügen) eines Arztes schützen?

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5 Antworten

Vielleicht solltest Du zunächst einen anderen Arzt aufsuchen, um dieses Problem zu klären. Dann kannst Du immer noch darüber nachdenken, die Ärztekammer einzuschalten.

Ich sage mal ganz lapidar "weg ist weg". Deine Sorge ist wahrscheinlich, dass Du jetzt denkst, dass Du keine Kinder mehr bekommen kannst. Das ist aber unbegründet. Auch mit nur einem Eierstock kannst Du noch Kinder bekommen. Und Kinder bekommen ist nicht von der Anzahl der Eierstöcke abhängig.

In jungen Jahren musste mir ein Eierstock entfernt werden. Todunglücklich war ich und habe geheult. Ich war wirklich der Meinung, dass ich nie Kinder bekommen könnte. Erst mein Frauenarzt konnte mich durch Aufklärung beruhigen.

Habe die Erfahrung gerade umgekehrt gemacht, dass der Arzt zwar eine Diagnose in den Unterlagen hat, ich aber davon nichts wußte. Du bist als Patient der Gelackmeierte. Beschweren würde ich mich bei der Ärztekammer, denn wenn die Beschwerden sich häufen, können evtl. die etwas machen. Du selbst hast davon aber herzlich wenig.

"Der Arzt meinte", oder hast du das schriftlich in Form eines OP-Protokolls. Denn dein Arzt kann erzählen was er will, wenn der Tag lang ist, wichtig sind einzig und allein Beweise mit der Unterschrift des operierenden Arztes. An die Ärztekammer wenden geht auch nur wenn man etwas Schriftliches in der Hand hat. Die holen sich zwar Unterlagen beim Arzt und aus der Klinik, aber wenn dort nur das vermerkt ist, was gemacht wurde, war die Aufregung mit der zuständigen Landesärztekammer umsonst.

Die Kammer wird natürlich fragen, welche Schädigung die Patientin, also du, erlitten hat. Und da wird es dann eng bei der Antwort, denke ich.

P.S. Ich habe mich 2 Jahre mit der Bläk (bayerische Landesärztekammer) herum geschlagen. Da ging es um die Entfernung eines Uterus ohne Wissen und Zustimmung der Patientin. Ich weiß also wovon ich rede.

Bei dem besagten Arzt war ich in Nachbehandlung!Ich wurde im Spital nicht in Kenntnis gesetzt, dass ein Eierstock weg ist, sondern eine Laparoskopie wurde gemacht. Das was dann ja stimmte (Lt.Befund). Trotzdem lügte mich der nachbehandelnde Arzt (mündlich) an. Meine Frage war, darf er dies überhaupt? Ich vertschüßte mich (ohne Streit) und ging einfach nicht mehr zu ihm. LG

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Einfach noch mal nachfragen, was denn nun wirklich gemacht wurde, das ist der einfachste Weg. Ein Arzt darf einen nicht anlügen und so ganz nebenbei, was hätte er denn davon. Das alles war sicherlich nur ein Missverständnis.

Unbedingt an die Aerztekammer wenden. Wenn ohne Reaktion, Anwalt einschalten, oder mit Rechtschutzversicherung (falls vorhanden) sprechen. Oder gibt es in Deutschland Patientenberatung wie in der Schweiz ?

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