Wie kann man sich gegen zu hohe Nebenkosten, in dem beschriebene Fall, währen? Ist des rechtlich überhaupt erlaubt?

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4 Antworten

Da es sich um eine Vorauszahlung handelt, bei der eine Rückerstattung zu erwarten ist, fällt das nicht unter den Wucherparagraphen.

Wenn es so ist, dass die Vormieter so hohe Nebenkosten verursacht haben, dass tatsächlich monatlich € 170,- entstanden sind, dann ist der Vermieter gehalten, auch wieder einen ähnlichen Betrag als Vorauszahlung zu verlangen. Würde er zu wenig verlangen und später kommt eine Nachzahlung, sieht er sich ggf. dem Vorwurf ausgesetzt, dass er absichtlich den Betrag so niedrig angesetzt hat, um seine Bude auch an den Mann zu bringen.

Das Zinsargument ist bei dem derzeitigen Zinsniveau ein recht schwaches. Damit kommst Du nicht weit und provozierst höchtens ein feines Lächeln.

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Kommentar von Yvi48
30.10.2015, 17:06

Genau das wollte ich wissen.

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warte doch mal die nächste abrechnung ab. schau dann wieviel du zu viel gezahlt hast und verhandel dann neu mit deinem vermieter. 

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Kommentar von Yvi48
30.10.2015, 14:36

Ja, das wollte ich auch machen. Mich interessiert das rechtliche , ob nur ich das so empfinde oder ob es irgendwelche Grenzen gibt etc. Damit ich Argumente habe. Da er das ziemlich locker sieht. Nach dem Motto ich bekomme es ja irgendwann zurück. Pro Monat weniger bezahlen wäre schon schön, da es auch hier schon öfters vorgekommen ist das die Abrechnung falsch ist und dann bekommt man es nur schwer wieder.

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Deine Bemerkung, dass du monatlich p a u s c h a l 170,00€ an Nebenkosten bezahlst, ist vermutlich falsch, wenn der Vermieter und nicht eine Agentur (Vermittler) jährlich oder nach 12 Monaten die Betriebskosten abrechnet.

Allerdings hast du den Mietvertrag mit diesen hohen BK unterschrieben und kannst nicht vor einer Abrechnung die BK monatlich eigenständig herunter fahren.

Studentenheime müssen als solche gekennzeichnet sein. Hier gelten nicht in jedem Fall die Mietgesetze. Falls das Studentenwerk der Vermieter ist, kannst du mit einer ordnungsgemäßen BK-Abrechnung rechnen.  

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Kommentar von Yvi48
30.10.2015, 15:14

Also ich zahle wirklich pauschal 170 Euro Nebenkosten monatlich. Das ist eine Vorauszahlung und dann am Ende des Jahres wird geguckt wieviel ich verbraucht habe. Bei niedrigem Verbrauch wird dann der Rest wieder erstattet. ( Wenn er es schafft eine korrekte Abrechnung zu erstellen). Diese Agentur vermietet diese Zimmer. Es ist ein Studentenwohnheim aber nicht Uni zugehörige, sodass das Studentenwohnheim nicht zuständig ist.

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Wieviele Zinsen würdest Du denn erwarten bei - z.B. - um 1200€ zu hohen Nebenkostenvorauszahlungen? Das macht vielleicht 3,60€ aus und nochmal das Doppelte, wenn die Abrechnung sehr spät im Folgejahr erfolgt.

Warte die Abrechnung halt ab, wenn Du X Euro erstattet bekommst, verlangst Du halt eine um X/12 Euro niedrigere Vorauszahlung.

Ohne die Wohnung zu kennen, kann man auch nicht schätzen, wie hoch die Nebenkosten ausfallen.

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