Wie kann man seinen Urlaubsanspruch ausrechnen?

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Es gibt einen gesetzlichen Urlaubsanspruch, der im § 3 Bundesurlaubsgesetz geregelt ist. Dort geht man allerdings von einer 6-Tage Woche aus und bei Minijobs gibt es oft Abweichungen, wodurch sich folgende Berechnung ergibt:

  • ein Arbeitstag pro Woche: 1 x 24 : 6 = 4 Urlaubstage
  • zwei Arbeitstage pro Woche: 2 x 24 : 6 = 8 Urlaubstage
  • drei Arbeitstage pro Woche: 3 x 24 : 6 = 12 Urlaubstage
  • vier Arbeitstage pro Woche: 4 x 24 : 6 = 16 Urlaubstage
  • fünf Arbeitstage pro Woche: 5 x 24 : 6 = 20 Urlaubstage
  • sechs Arbeitstage pro Woche: 6 x 24 : 6 = 24 Urlaubstage  

Quelle: http://www.geringfuegigebeschaeftigung.net/urlaubsanspruch/

Es besteht übrigens auch Anspruch auf Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld, wenn dieses Vollzeit-Mitarbeitern gezahlt wird. 

Wichtig: Aber das ist in der Praxis leider nicht die Regel. Einer Studie 2014 zufolge wurden im vergangenen Jahr in NRW 2/3 aller Minijobber der gesetzliche Urlaubsanspruch vorenthalten! 

Die Erkenntnis, zu einer Minderheit zu gehören, ist schon interessant :-)

Aber im Ernst: Leider werden Minijobber immer noch gerne wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Der eigentliche Skandal ist, daß diese Menschen keine Lobby haben, obwohl sie zahlenmäßig sehr stark vertreten sind. In NRW und vor allem deutschlandweit.

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1/12 vom Jahresurlaub pro Monat in der Firma.

Wenn der Stundenumfang immer variiert, nimmt man: Löhne der letzten 3 Monate geteilt durch 72 gleich Satz(Geld) für einen Tag.

Wenn im Vertrag nichts zu Urlaub steht, dann gilt gesetzlich: 24 Tage/ Jahr bei 6-Tage-Woche. 

Die Dauer des Urlaubs (§§ 3–6 BUrlG)[]

Gesetzlicher Mindesturlaub[]

Nach  Abs. 1 BUrlG beträgt der gesetzliche Mindesturlaub 24 Werktage. Weitere bundesgesetzliche Bestimmungen zur Dauer des Urlaubs finden sich in §§ 56 und 57  (ab 1. August 2013 SeeArbG), § 125 , § 19  und in § 17 . In einem Tarifvertrag oder im Arbeitsvertrag kann ein höherer als der gesetzliche Mindesturlaub vereinbart werden (häufig), jedoch kein ungünstigerer (§ 13 Abs. 1 S. 1 BUrlG).

Der gesetzliche Mindesturlaub ist bezogen auf eine 6-Tage-Woche. Bei einer anderen Verteilung der Wochenarbeitszeit ist der Anspruch im Dreisatz umzurechnen. Im Fall einer 5-Tage-Woche beträgt der gesetzliche Urlaubsanspruch daher umgerechnet 20 Arbeitstage. In allen Fällen entspricht er also vier Arbeitswochen.

Je nach Vertrag hat man 4 - 6 Wochen Urlaub im Jahr. Wenn man nur ein paar Monate arbeitet hat man den Urlaub anteilig 1/12 pro Beschäftigungsmonat. Wenn man nur x Tage in der Woche eingesetzt ist, also nur x Tage Urlaub nehmen muss, um eine Woche frei zu haben wird diese Zahl dann mit den Urlaubswochen, die einem zustehen multipliziert.

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