Wie kann man Menschen/Kindern beibringen, etwas "mit Liebe" zu tun?

... komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Glückwunsch zu deiner Überlegung!

Jetzt der Haken... :-)

Um in Liebe und mit Liebe zu handeln, muss ich die Liebe auch IN mir tragen. Das heißt: nur dann, wenn ich mich selbst liebe, wenn ich mit mir im Frieden bin, wenn ich mich so wie ich bin annehmen und akzeptieren kann, kann ich auch Liebe nach Außen tragen. Dann werde ich in Liebe sprechen und handeln.

Dies kannst du anderen nicht beibringen, aufzwingen...

Aber du kannst als leuchtendes Beispiel vorangehen.

Selbsterkenntnis ist der Schlüssel. Aufräumen der eigenen inneren Dunkelheit. Und hast du Licht ins Dunkel gebracht, es erleuchtet, kannst du es auch ausstrahlen.

Du wirst damit bemerkt werden! Und wenn du dann gefragt wirst, warum du so strahlst, kannst deine Erfahrungen weitergeben und ein Wegweiser sein.

Und noch etwas: die meiste Liebe kannst du da einbringen, wo die Tätigkeit auch deinen Gaben und Fähigkeiten entspricht!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Injure
21.03.2012, 15:40

Resumiere:

Also wäre die Vorbedingung, damit einer lernen kann, in Liebe zu handeln, die Fähigkeit, sich selbst bedingungslos zu akzeptieren und zu lieben. Denn wenn ich das bei mir kann, bin ich fähiger, alle anderen mit ihren Fehlern liebevoll anzusehen, da ich weiss, wie schwer es bei mir selbst war/ist, welchen Weg ich da selbst zurücklegen musste... Was heisst, meine Frage hätte also heissen müssen -

wie kann man Menschen dazu bringen, sich selbst lieben zu können?

0
Kommentar von Angel84
22.03.2012, 10:05

Lieben Dank!

0

Also, man muss den Kindern immer eine gute Erziehung bieten und man muss auch weise sein, also eine gewisse Moral den Kindern näher bringen. Und das Erschreckende kommt erst noch: Mehr kann man nicht tun. Wenn wir an Erziehung denken, dann denken wir fast schon dass die Kinder ein Teil der Elternseele sind, die man formt und geradebiegt, je nach Lust und Laune. Das wird nicht funktionieren. Die Kinder sind auch nur Lebewesen und lassen sich da auch nicht einfach so geradebiegen und umgestalten, wie es die Eltern wollen. Viele Kinder tun schon etwas mit Liebe, wohlmöglich hängt das mit der Erziehung zusammen aber nicht immer, es kann auch sein dass man vom sonstigen Umfeld miterzogen wird. In dem man von der außerelterlichen Welt lernt. Also Erfahrungen und Erinnerungen. Dass man sich quasi selber dazu entscheidet geistig ein Mensch zu sein, auch wenn man noch ein Kind ist, der Dinge mit Liebe machen möchte. Tja und dann gibt es die Kinder, die weniger leidenschaftlich sich den Dingen hingeben, was kann man da tun? Also die Erziehung ist nicht das A und O, da gibt es mehrere Faktoren, wie „eigener Geist“, „Umfeld“, „Erlebnisse und Eindrücke“ wie gesagt, da speichern sich ja nicht nur die Erziehungsmethoden der Eltern im Kopf ein. Man kann den Kindern weise gegenübertreten, ihnen Weisheiten einphilosophieren, aber mehr geht da auch nicht. Das Kind ist ja keine Maschine, dass danach handelt, was man ihm ins Ohr legt. Von daher, gibt es nur eine bedauerlich unbefriedigende Antwort: Nach dem man mit Kindern redet, nach dem man sie gut erzogen hat, zufällig auch auf ein gutes Umeld für die Kinder getroffen hat... und wenn das alles nichts hilft, und sie immer noch die Dinge grob anpacken, dann muss man den abwarten und den berühmten Tee trinken …

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Na ja, man ist wenn man es gerne macht konzentriertet, knetet den Teig gerne etwas länger, bemüht sich mehr um das perfekte Aussehen und den Geschmack usw.

Allerdings muss ich sagen, dass ich jemanden kenne, der mit Wutausbruch so manches Essen ebenfalls extrem gut hin bekommen hat, besser als mit normaler Gemütslage. ;) Von daher steckt in einigen Dingen auch Einbildung.

Kindern kann man es leichter beibringen, Erwachsenen, da kommt es auch drauf an wie viel Zeit da ist. "Mit Liebe etwas tun" bedeutet im Grunde etwas gut machen, weil man es gerne tut und sich Mühe geben. Um immer so zu kochen/backen ist in der heutigen Zeit oft nichtmal eben die besagte Zeit vorhanden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Erklären hilft bei Kindern nie. Es muss ihnen vorgelebt werden. Sie müssen es 'begreifen' und 'erfahren' können, was es bedeutet.

Ein gutes Beispiel sein, ist das Beste, was man tun kann. Kinder lernen durch Abschauen und Nachmachen, und wenn man es ihnen nicht aus eigener Überzeugung vorlebt, werden sie es ja auch nicht annehmen, weil sie es dann nicht verstehen können.

Es ist übrigens nie 'altbacken', wenn man möchte, dass die Kinder lernen, etwas aus sich zu machen und Dinge mit innerer Anteilnahme und Begeisterung zu tun.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von HerrDeWorde
21.03.2012, 00:55

Ich möchte dir zu gern zustimmen, aber leider beißt sich Wunsch mit Realität. Kinder leben gern in Opposition zu den Eltern, wollen alles anders machen und ausprobieren, ob es nicht auch auf die bequeme Weise geht. Wenn die Eltern ihr Brot zu sehr loben, winkt das Kind ab und bringt keine Schulkameraden mehr mit heim zu den überdrehten, peinlichen Erzeugern. Es geht mit ihnen lieber zu Mc D.

0

Es ist ein Irrtum zu glauben, Erziehung sei in erster Linie Vermittlung von Theorie (und Philosophie). In Wirklichkeit ist Erziehung fast ausschließlich Wirkung durch Vorbild.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

...auch wenn es sich zunächst vielleicht bisschen pathetisch anhört: Ich bin mir sicher, dass "die Liebe" nie ihre Wirkung verfehlt - dafür ist sie eine zu starke und zu wirksame Kraft.

Und entsprechend ist sie auch in unterschiedlichster Form wirksam, hat verschiedenste Gesichter. Das heißt:

Nicht nur der "mit Liebe" gebackene Kuchen schmeckt besser, die "mit Liebe und Freude" erzählte Geschichte ist schöner - sondern auch ein tief empfundenes, überzeugtes "Nein!" einem Kind gegenüber ist (zwar nicht gern gehört und auch nicht schön in dem Sinne, aber) in Liebe wirksam.

Was für mich nur die These stützt, dass bei alledem nicht so entscheidend das Zeigen/Erklären/Beibringen ist (als ein fast schon "vorsätzlich, nach außen gerichtetes Tun"), sondern vielmehr das "In-der-Liebe-Sein" (und zwar als einer ganz grundsätzlichen Haltung).

Es gibt einen ganz bekannten dänischen Pädagogen (Jesper Juul mit Namen), der behauptet: Wer nicht "Nein" sagt, der kann auch nicht lernen, aus vollem Herzen "Ja" zu sagen.

Und der Eltern -in dem Zusammenhang- gern dazu auffordert, tief in das eigene (!) Herz zu blicken. Denn wenn ein "Ja" nicht auch zutiefst ehrlich empfunden und so gemeint ist, dann kann es auch nicht "richtig" (=liebevoll) sein.

Ganz so einfach ist das also dann doch irgendwie nicht - mit der Liebe.

Das heißt: Eigentlich ist es einfach (in seiner schlichten Form) - nur innerhalb der Umsetzung braucht es doch sehr viel mehr ein "Sich-gewahr-Sein (hinsichtlich dessen, was man verkörpert, vermittelt...), als (mal exemplarisch gesehen) allein den mit Freude gebackenen Kuchen - zu dem lässt sich ja leicht und liebevoll "Ja!" sagen...

;-)

"Nein ist die schwierigste und gerade deshalb die liebevollste Antwort - sie erfordert am meisten Umsicht, Engagement, Ehrlichkeit und Mut." (J. Juul)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ist einfach nur dein gehirn, dass dir das vorspielt, und dich täuscht, es schmeckt nicht besser, solang du durch deine stimmung nicht es anders gekocht hast oder zu lang zu kurz usw.

Bei manchen sachen ist es total egal, ob mit liebe oder nicht :D, mein zimmer kann ich nicht mal mit liebe aufräumen und wenn macht es keinen unterschied ...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

du musst eben kinder, menschen und mitmenschen ebenfalls mit liebe " backen " , oder das wort backen durch- behandeln und vorleben- ersetzen .

wenn man keine anleitung erhält , kann man es auch nicht nachmachen , bzw nachleben . also geh mit gutem beispiel voran , auf das sich deine lieben an dir orientieren mögen .-lg.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bei Kindern ist das relativ einfach. Sie achten viel mehr, wo sie selbst Mühe investiert haben. Was sie dagegen vorgesetzt bekommen, ist fast nichts wert. Also lass sie machen und lobe das Ergebnis, dass sie stolz darauf sind.

Wenn das Kind allerdings antriebsarm und wenig ehrgeizig ist, sehe ich schwarz. Auch für das Schwarzbrot, dass dann nicht nur bitter, sondern auch angebrannt schmeckt.

-

Bei den Sachen, die du selbst mit Liebe zubereitest ist es so, dass du ihnen mehr Aufmerksamkeit widmest und Fehler vermieden werden. So gedeihen ja auch bei vielen die Blumen besser, wenn sie mit ihnen reden. Beim Reden aber bemerken sie, ob die Blumen zu nass oder zu trocken stehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Menschen machen einander alles nach. Und gerade so was. Also mach alles selbst mit Liebe, dann hast Du selbst auch was davon!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

hm ...

ich kippe die Zutaten in den Brotbackautomaten, und das Brot schmeckt immer gleich ... vermutlich, weil der Automat immer die gleiche Stimmung hat ;-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Injure
21.03.2012, 01:33

kicher* Spliff hatte da ein schönes Lied "Computer sind doof": ...der Wäschetrockner flirtet mit dem Video und sendet Strahlen aus ...die Kaffemaschine törnt den Toaster an..."

0

Was möchtest Du wissen?