Wie kann man Menschen, die von Homöopathie überzeugt sind, erklären, dass es Unsinn ist?

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12 Antworten

Irrationale Behauptungen sollte man in dem Moment nicht mehr tolerieren, wenn die Person sich selbst oder Andere damit gefährdet.

Erkläre der Person, dass Homöpathie eine derartige Verdünnung zur Folge hat, dass rechnerisch oftmals kein einziges Atom der Ursprungssubstanz vorhanden ist. Erkläre ihr außerdem, dass jeder Tropfen Wasser aus einem See, Fluss oder Meer mehr homöpathische Inhaltsstoffe jeder nur erdenklichen Art besitzt, wenn auch nur ein Körnchen oder ein Same eines Stoffes ineinfällt.

Homöpathien argumentieren meistens damit, dass mit einer Ursprungssubstanz begonnen wird und irgendeine Energie, die sie selbst nicht beschreiben können, dadurch übergeben wird. Erklär ihr, dass diese Energie nicht existiert und nicht messbar ist und wenn sie so stark wäre, dass sie einen Einfluss auf den Körper haben könnte, auch messbar sein müsste.

Erkläre ihr, dass alle wissenschaftliche Studien mit dem Zweck, Homöpathie zu beweisen, auch jene, die von überzeugen Homöopathen selbst in Auftrag gegeben wurden, gescheitert sind und dass alles, was aus in ihrem persönlichen Umfeld darüber berichtet wird, nur auf den Placebo-Effekt zurückzuführen ist.

Erkläre ihr außerdem, dass die einzelnen Stoffe den Beschwerden total willkürlich zugeordnet werden und oftmals Beschwerden komplett unterschiedlicher Ursachen zusammengefasst werden!

Erkläre ihr außerdem, dass Homöpathie ein riesen Geschäft ist und, dass Menschen mit komplett wertlosen Stoffen unglaubliche Mengen an Geld verdienen können. Erkläre ihr, dass ihre Homöpathin ein großes, wirtschaftliches Eigeninteresse hat, andere von ihrer Lüge zu überzeugen, sofern sie nicht selbst daran glaubt.

Sollten all diese Argumente nicht ziehen, ist diese Person absolut unbelehrbar und verschließt sich vor sämtlichen Fakten. Wenn man wirklich das Ziel hat, die Wahrheit zu kennen und nicht einfach glaubt, was man glauben möchte, ist es völlig unmöglich, an Homöpathie zu glauben. Es gibt schlichtweg kein Einziges Argument dafür und hunderte Argumente dagegen.

Und nein, liebe Homöpathie-Freunde, die jetzt mit ihren persönlichen Erfahrungen kommen: Mich interessiert nicht, was eurer Tante passiert ist oder, was eure Nachbarin für Erfahrungen mit Homöpathie bei ihrer Katze gemacht hat. Es gibt hunderte von Studien, in denen unter kontrollierten Bedingungen hunderten von Menschen homöpathische und placebo-Medikamente verabreicht wurden und keine dieser Studie konnte auch nur den geringsten Hinweis auf eine noch so kleine Wirkung geben. Und alles Andere wäre auch nicht möglich.

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Kommentar von Aliha
27.11.2016, 18:37

"Sollten all diese Argumente nicht ziehen, ist diese Person absolut unbelehrbar und verschließt sich vor sämtlichen Fakten."

 
Und das ist leider bei fast allen Homöopathiegläubigen der Fall.

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Kommentar von Sleepcheap19
27.11.2016, 18:47

Ganz großes Dankeschön für diese tolle, ausführliche Antwort :)

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Kommentar von Huflattich
27.11.2016, 18:51

Ich empfinde derArtige Beiträge unerträglich, da sie Menschen diskreditieren die wahrlich einen guten Job machen .....

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Kommentar von Huflattich
29.11.2016, 09:43

Erkläre ihr außerdem, dass Homöpathie ein riesen Geschäft ist und, dass Menschen mit komplett wertlosen Stoffen unglaubliche Mengen an Geld verdienen können. Erkläre ihr, dass ihre Homöpathin ein großes, wirtschaftliches Eigeninteresse hat, andere von ihrer Lüge zu überzeugen, sofern sie nicht selbst daran glaubt.

Was bitte ist nicht ein riesen Geschäft - wenn es um Gesundheit geht ? 

Hört doch bitte auf Homöopathen als raffgierige skrupellose Menschen darzustellen und zu verurteilen - hingegen den normalen Mediziner quasi als einen allwissenden "heiligen Gott in weiß" - in alle Himmel zu loben. 

Man merkt doch nur nicht wie viel Geld gescheffelt wird, da das alles schön verschleiert hinter den Kulissen stattfindet. 

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Viele Menschen verlieren in solchen Situationen jegliche Fähigkeit zu vernünftigen Denken. Deshalb kann man sie auch nicht mit Vernunft überzeugen.

Homöopathie ist für sie dann ein Glaube, der wirklich fast religiösen Charakter besitzt. Und jeder, der an diesem Glauben zweifelt, oder dagegen argumentiert, zählt als Ketzer, dem man nicht zuhören darf und den man am Besten bekämpfen muss.

Echte Anhänger der Homöopathie kann man nicht zur Vernunft bekehren, da kann man nur warten bis sie aussterben (auch wenn das aus moralischen Gründen schwer fällt).

Was man bekämpfen kann und bekämpfen muss, das sind die falschen Werbeaussagen der Homöopathika-Industrie, die Heilversprechen abgibt ohne sie zu erfüllen. Und man kann Politiker aufklären, das immer zu geringe Geld der Krankenkassen nur für wirksame Medikamente auszugeben und nicht für "leere Versprechungen". Und dann gibt es zumindest keine Unterstützung der Homöopathie durch die Krankenkassen mehr, denn bis heute konnte noch kein Homöopathikum eine exchte Wirkung naachweisen.

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Kommentar von Huflattich
29.11.2016, 21:17

Und man kann Politiker aufklären, das immer zu geringe Geld der Krankenkassen nur für wirksame Medikamente auszugeben und nicht für "leere Versprechungen".

Doch schon merkwürdig das überhaupt homöopathische Behandlung von den Krankenkassen übernommen wird - nicht wahr.

Von wegen knappe Kassen - wie viele Operationen werden eigentlich unnötig gemacht ? 

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Esoteriker kann man mit rationalen Argumenten nicht überzeugen. Solange sie nur mit harmlosen Wehwehchen zum Heilpraktiker rennen, schadet das auch nur ihrem Geldbeutel. Wenn sie aber ernsthaft krank sind, werden sie sich irgendwann jemand zuwenden, der evidenzbasierte Medizin betreibt. Allerdings gibt es ein paar wenige Ausnahmen, die bis zu ihrem bitteren Ende Globuli und Schüsslersalze schlucken, denen ist halt nicht zu helfen. Also spare dir deine Überzeugungsversuche, sie sind von Vornherein zum Scheitern verurteilt.

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Kommentar von Huflattich
28.11.2016, 13:10

Esoteriker kann man mit rationalen Argumenten nicht überzeugen. Solange sie nur mit harmlosen Wehwehchen zum Heilpraktiker rennen, schadet das auch nur ihrem Geldbeutel.

Krankheit schadet so oder so dem Geldbeutel. Man merkt es nur nicht, da man am Monatsersten seine Beiträge an die Krankenkasse abführt. Das andere ist zusätzlich kostenpflichtiges Privatvergnügen aus eigener Tasche.  .

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"Menschen haben das Recht, sich selbst zu schädigen" - das Zitat ist von einer Ärztin, die ich mal bei einer Fortbildung kennen gelernt habe. Und dem muss ich immer wieder zustimmen.

Gerade Homöopathiegläubige glauben daran und lassen sich mit keinem Argument davon abbringen. Je mehr Druck man aufbringt, um so weniger lassen sie sich überzeugen.

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Gar nicht, das läßt man am besten bleiben, wenn man einen Funken Verstand hat. Kann man dich davon überzeugen, dass das Leben einen Sinn hat (vorausgesetzt du nimmst an, es hat keinen)?. Jeder hat ein ganzes Bündel irrationale Überzeugungen, an denen man festhält, als ob sie der letzte Strohalm wären, den man hat. Zur Frage, ob ich damit Erfahrung habe: Ja, reichlich.

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Rationale Argumentation ist bis jetzt immer auf taube Ohren gestoßen. Habt ihr Erfahrungen damit, wie man diesen Leuten die Wahrheit nahe bringen kann? 

Man hat nie was besseres als Argumente. Es gibt auch emotional überzeugende Argumente. Tote Kinder z.B. oder Leute beim lebensgefährlichen Verarschen für Geld erwischen wie in dieser Doku:

 Lies, lern die Tricks der Gegenseite, versuch vielleicht sogar die für dich und überzeugendsten Formulierungen der Argumente zu übernehmen. 

Die wenigsten Leute sind wirklich immun gegen gute Argumente, auf die Dauer. Wenn ja gibt es sowieso keinen Plan B.

Einfach das beste hoffen. 

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Lieber Sleepcheap19,

wenn du dich in wissenschaftlich-kritischem Umfeld bewegst, solltest du aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgeschlossen sein. Und zugleich die wissenschaftliche Größe zeigen, zu erkennen, dass jeder naturwissenschaftliche Kenntnisstand immer nur begrenzt ist auf die gerade aktuellen Erkenntnisse.

Ich stimme dir zu, Krebserkrankungen nicht nur mit einer Therapie behandeln zu lassen. Es empfiehlt sich, grundsätzlich mehrere Maßnahmen zu ergreifen. Auch aus dem sogenannten kompementärmedizinischen Bereich. Prof. Uhl, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im St. Josef-Hospital Bochum, weist als Experte im Bereich "unheilbarer" Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse eben darauf hin, wie wichtig die ergänzende Behandlung mit komplementärer Medizin ist (Kurzinterview dazu:)

Du fragst:

Habt ihr Erfahrungen damit, wie man diesen Leuten die Wahrheit nahe bringen kann?

Das mit der "Wahrheit ist gar keine so einfache Sache. Die kennt nämlich niemand. Da immer wieder komplementäre medizinische Maßnahmen mit "Placebowirkung" abgetan werden, möchte ich dir als wissenschaftlich interessierten Menschen dazu gerne einige Erläuterungen geben.

In der Wissenschaft ist bekannt, dass bestimmte Erwartungen von Patienten Heilreaktionen ausgelöst werden können. Tatsächlich ist bei jeder Therapie, ob "schulmedizinisch" oder nicht, dieser Effekt vorhanden.

Das ist aber nicht einfach nur "Einbildung" oder ein rein psychischer Vorgang, wie vielfach von Laien behauptet. Aus der Neurobiologie und der Psychoneuroimmunologie wissen wir, dass der Körper auf bestimmte Reize, und das kann einfach nur eine Mitteilung des Arztes/desTherapeuten sein, hochwirksame Substanzen selbst herstellt.

Wie genau dieser Vorgang zustande kommt, kann noch nicht erklärt werden. Er kann aber beobachtet und gemessen werden. So kann ein Bergsteiger, der in sauerstoffarmer Luft außer Puste kommt, wieder zu Kräften kommen, wenn ihm mit einer vermeintliche Sauerstoffflasche Sauerstoff zugeführt wird. Die verbesserte Sauerstoffversorgung im Körper lässt sich nachweislich messen. Allerdings auch, wenn die Flasche gar kein Sauerstoff enthält und der Bergsteiger einfach mit der falschen Gewissheit den Inhalt inhaliert. Die Physiologie des Körpers ist messbar die gleiche.

So gibt es viele Untersuchungen, auch in umgekehrter Form, was dann Nocebo genannt wird: Ein Schmerzpatient, der über einen Tropf stark wirksame Schmerzinfusionen erhält (bspw. Morphium), bekommt plötzlich wieder starke Schmerzen, wenn der behandelnde Arzt ihm mitteilt, der Tropf enthalte jetzt nur noch Kochsalzlösung. In Wirklichkeit enthält er immer noch unverändert das Schmerzmittel.

In der Placeboforschung ist bekannt, dass die im Mittel bei jeder normalen Behandlung einsetzende Placebowirkung von 30 Prozent um ein Vielfaches durch verschiedene Maßnahmen gesteigert werden kann. Am besten wirkt es, wenn auch der Arzt von der Wirksamkeit seiner Maßnahme/seines Arzneimittels überzeugt ist. Allein damit können Wirksamkeitsgrade erreicht werden, die zu einer wirksamen Heilung führen können.

Nocheinmal: Wie die genauen Mechanismen funktionieren, kann derzeit noch noicht schlüssig erklärt werden. Es kann aber durch labordiagnostische und bildgebende Verfahren gezeigt werden, dass der Körper selbst die wirsamen "Arzneien", also Botenstoffe, Hormone u.a. produziert, die unvorstellbar viele Kettenreaktionen auslösen, die letztlich Heilungen bewirken können, die naturwissenschaftlich nicht plausibel erscheinen. Der etwas hilflose Begriff "Spontanheilung" unter den Medizinern und der Begriff "Wunderheilung" unter den Laien versucht dieses Resultat zu benennen.

Möglicherweise bewirkt die homöopathische Therapieform eine Placeboreaktion. Wenn wir aber wissen, dass damit eine äußerst starke Mobilisierung der körpereigenen Gesundheitskräfte bewirkt wird, wie die neuesten Erkenntnisse der Placeboforschung zeigt, sollte eine Verurteilung dieser Methode eher mit Neugier, statt mit pauschaler Ablehnung begegnet werden.

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Kommentar von Sleepcheap19
28.11.2016, 16:55

Vielen Dank für die Antwort und das interessante Kurzinterview!

Mir ist schon bekannt gewesen, dass der Placebo-Effekt, auf den sich die Homöopathie tatsächlich "stützen" kann, durchaus in der Lage ist, einen Krankheitsverlauf im positivem Sinne zu beeinflußen, wenn ich auch nicht wußte, dass er so ernorme Folgen haben kann.

Und wie auch schon erwähnt, habe ich kein Problem damit, wenn man sich zusätzlich zu einer "koventionellen" Behandlung bei Heilpraktikern Hilfe holt, wobei ich es trotzdem dreist finde, dass man (bis auf den Placebo-Effekt) unwirksame Mittel teuer verkauft.

Aber wenn es - und den Eindruck habe ich bei der besagten Person - zusätzlich dann noch zu einer Ablehnung bzw. Verteufelung  der "normalen" Medizin kommt, dann finde ich das zumindest etwas bedenklich und daher rührt diese Frage

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Kommentar von Huflattich
28.11.2016, 21:53

Genau ich hätte es nicht besser ausdrücken können !

Zumal z.B. Homöopathie nun mal wirklich keine Nebenwirkungen hat.!

Verbindung erfolgt nicht. Im Gegenteil die Schulmedizin versucht verbittert lediglich Ihre Einkommen zu sichern .

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Kommentar von Grobbeldopp
29.11.2016, 15:44

Das Interview ist geradezu skandalös. Da wird immer wieder die "Maly-Meditation" belobhudelt, die Methode eines einzigen entweder kriminellen Betrügers oder massiv fehlgeleitetn Menschen, dem so oder so mit seinen falschen Behauptungen das Handwerk verboten gehört:

https://www.psiram.com/ge/index.php/Wolfgang_Maly

Also kurz gesagt der Herr Uhl redet ein Haufen dummes Zeug.

So kann ein Bergsteiger, der in sauerstoffarmer Luft außer Puste kommt, wieder zu Kräften kommen, wenn ihm mit einer vermeintliche Sauerstoffflasche Sauerstoff zugeführt wird. Die verbesserte Sauerstoffversorgung im Körper lässt sich nachweislich messen. 

Das stimmt nicht. Du versuchst den Placeboeffekt zu was aufzubauschen, was er nicht ist, um die Alternativmedizin zu verherrlichen.

Der etwas hilflose Begriff "Spontanheilung" unter den Medizinern und der Begriff "Wunderheilung" unter den Laien versucht dieses Resultat zu benennen.

Weißt du wie außerordentlich selten so was ist? Nicht mal der Herr Uhl hat schon eine erlebt. 

Wenn wir aber wissen, dass damit eine äußerst starke Mobilisierung der körpereigenen Gesundheitskräfte bewirkt wird, wie die neuesten Erkenntnisse der Placeboforschung zeigt,

Du hast keine Ahnung von den neusten Erkenntnissen der Placeboforschung. Tu nicht so oder belege deine Behauptungen. Was soll das denn überhaupt sein, 

"Mobilisierung der körpereigenen Gesundheitskräfte"

Deine Behauptung, dies sei wissenschaftlich noch nicht erklärbar soll nur eine bequeme Black Box herzaubern, worin die wundersamen Heilwirkungen der Alternativmedizin stattfinden können, ungestört von Forderungen nach Wirkungsbelegen.

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Wenn diese Person (oder jemand, für den sie verantwortlich ist) eines Tages schwer krank ist, dann zwing sie zum Arzt. Mehr kannst du nicht tun.

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Aber wenn es so weit geht, dass Leute meinen bei schweren Krankheiten diese Scharlatane aufzusuchen, dann erschüttert mich das schon schwer.

Ich sehe die Behauptung das Homöopathen "Scharlatane" sind als eine Beleidigung an .Selbst wenn Globuli nicht wissenschaftlich beweisbar helfen so ist nicht gesagt ,dass die Aufmerksamkeit und die bewusste Einnahme nicht doch ausgezeichnet helfen 

Ich glaube an die Heilkraft  des nicht beweisbaren da ich es schon mehrfach erlebt habe - auch wenn Du das nicht glauben magst .

Ergo lasse den Menschen ihren Glauben. 

Solange die Dinge helfen die Ihnen gegeben werden, gehen sie halt hin, spätestens wenn sie erfahren müssen dass es nicht hilft, werden sie es selbst aufgeben .kostet ja alles viel viel Geld das sie aus der eigenen Tasche zahlen müssen., 

Erfahrungsgemäß wird das was hilft, von der Krankenkasse nicht bezahlt..

Traurig aber meiner Meinung und Erfahrung nach, leider wahr  .

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Kommentar von Aliha
27.11.2016, 18:56

"Erfahrungsgemäß wird das was hilft, von der Krankenkasse nicht bezahlt."

Eigenartig dass die Krankenkasse meine Bandscheiben OP und die anschließende Physiotherapie bezahlt hat, obwohl ich nachher Schmerzen und Lähmung los war. Eigenartig dass die Krankenkasse die operative Entfernung eines Darmtumors bezahlt hat, obwohl meine Mutter danach noch rund 3 Jahrzehnte beschwerdefrei leben konnte. Usw., usw.

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Kommentar von GoodFella2306
27.11.2016, 19:31

lieber Huflattich, es geht nicht um die Wirkungsweise von Globuli, sondern darum, dass hier normaler Haushaltszucker für 600 bis 2200 € pro Kilogramm verkauft wird. Denn ein Fläschchen Globuli hat gerade mal 10 Gramm und wird für 6 Uhr bis 22 € im Schnitt verkauft. Und das ist eben ein riesen Geschäft und ein riesen Betrug. Es soll jeder Zuckerpillen nehmen, wie er gerne möchte. Doch wenn man den Leuten mit falschen Versprechungen und dem Ausnutzen von Hoffnungen das Geld aus der Tasche zieht und sich dann darüber beschwert, dass die ach so böse Pharmaindustrie doch nur Geld verdienen will, der hat den letzten Knall nicht gehört.

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Kommentar von MalNachgedacht
28.11.2016, 07:48

Ich sehe die Behauptung das Homöopathen "Scharlatane" sind als eine Beleidigung an.

Was ist denn ein Scharlatan?

Wikipedia schreibt:

Als Scharlatan wird eine Person bezeichnet, die vortäuscht, ein bestimmtes Wissen oder bestimmte Fähigkeiten zu besitzen

Und täuschen Homöopathen nicht vor sie würden über Wissen auf dem Gebiet der Homöopathie verfügen?

Nur wenn es darum geht mal ein konkretes Beispiel homöopathischen Wissens zu nennen, das diese Bezeichnung auch verdient - also Wissen dass einer unabhängigen Überprüfung nach objektiven Kriterien wiederholt standgehalten hat und nicht irgendwelche überlieferten Rituale die man eben glauben kann oder auch nicht dann fällt Homöopathen regelmässig rein gar nichts ein.

Homöopathen verfügen also über kein bestimmtes homöopathisches Wissen - behaupten das aber.

Damit sind sie schon mal Scharlatane.

Selbst wenn Globuli nicht wissenschaftlich beweisbar helfen so ist nicht gesagt ,dass die Aufmerksamkeit und die bewusste Einnahme nicht doch ausgezeichnet helfen 

Das nennt man den Placeboeffekt. Den gibt es bei jeder Art von Therapie und entsprechend ist er auch keine Besonderheit der Homöopathie.
Man könnte für Kranke auch Hühner in Vollmondnächten opfern  - auch da hat man einen Placeboeffekt aber deswegen noch keine seriöse Medizin....

Ich glaube an die Heilkraft  des nicht beweisbaren da ich es schon mehrfach erlebt habe - auch wenn Du das nicht glauben magst .

Ob das was Menschen erleben tatsächlich durch ein eingenommenes Mittel verursacht wurde oder nicht läßt sich im Einzelfall gar nicht feststellen. Untersucht mal systematisch viele solcher Fälle im Rahmen einer medizinischen Studie kann man ermitteln wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Effekt tatsächlich auf das Mittel zurückzuführen ist.
Homöopathische Mittel scheitern regelmässig in solchen Studien.

Ergo lasse den Menschen ihren Glauben. 

Aha - weil DU an die "Heilkraft des nicht beweisbaren" glaubst und obendrein mit diesem Glauben auch noch Geld bei anderen Gutgläubigen verdienst soll man diese anderen nicht darüber aufklären dass kein Homöopath der Welt eine Zuckerpille anhand der Wirkung von einem Hochpotenzglobuli unterscheiden kann?

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Vielleicht könnte ein Angehöriger eines Verstorbenen, den die Schulmedizin hätte retten können, etwas Überzeugungsarbeit leisten.

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Kommentar von Sleepcheap19
27.11.2016, 18:28

Interessanter Ansatz, aber sie hat ja keine schwere Krankheit, sondern glaubt nur, dass sie im zweifelsfalle so gerettet werden könne.

Deshalb ist ein Notfall noch nicht gegegeben :-)

Außerdem wurde bis jetzt jeder Verweis auf Interviews mit Medizinern etc. ignoriert.

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Kommentar von knox21
27.11.2016, 18:31

Dann lass die Person in ihrem Glauben. Immerhin kann ihr da ja der Placebo Effekt helfen.

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Kommentar von Huflattich
27.11.2016, 18:56

Vielleicht könnte ein Angehöriger eines Verstorbenen, den die Schulmedizin hätte retten können, etwas Überzeugungsarbeit leisten.

Vielleicht war diesem Menschen weder so wie so zu helfen und er war ohnehin dem Tode geweiht. Hat nur nicht die qualvollen "Segnungen " moderner Medizin über sich ergehen lassen müssen 

Wer weiß schon wirklich ob, wann, was, hilft ..

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Kommentar von knox21
27.11.2016, 18:59

Man kann auch auf dem Weg zum Arzt vom Bus überfahren werden...

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Lass sie bei ihrer Überzeugung. Sie ist in gutem Glauben dabei. Manchem hilft das. Sie sind so damit beschäftigt und nehmen keine Hilfe an.

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Dass Homöopathie bei Krebs hilft, glaube ich auch nicht.

Es gibt allerdings die thailändische Pflanze Murdannia, die zerstört im Gegensatz zur Chemo, nur die Krebszellen und lässt die gesunden Zellen in Ruhe. Warum man darüber nichts oder wenig hört? Weil das die Pharmaindustrie nicht will.

Homöopathie  grundsätzlich abzulehnen oder vielmehr als Humbug abzutun, ist völllig falsch. Man braucht nur einen erstklassigen Homöopathen, was allerdings schwierig ist, bei der Schwemme die es da gibt.

Bei Tieren hilft es sehr gut. Einer meiner alten Papageien, er ist 41, hatte furchtbar schmerzhafte Krämpfe. Der Spezialist sagte, das kommt von dem Alter und man kann da kaum etwas machen. Eine Tierärztin die eine Klinik hat und was möglich ist, mit Homöopathie behandelt, hat uns ein Mittel gegeben, das von Anfang an geholfen hat. Deshalb, ich schwöre darauf, würde mich aber nicht einzig und alleine darauf verlassen.

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Kommentar von Adrian593
27.11.2016, 19:31

Die Pharmaindustrie kann sie nicht patentieren, das ist der Knackpunkt!

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Kommentar von uteausmuenchen
27.11.2016, 23:40

dennybub,

Es gibt allerdings die thailändische Pflanze Murdannia, ...

Hat halt nichts mit Homöopathie zu tun. Die Anwendung pflanzlicher Wirkstoffe nennt sich "Phytotherapie". Und ja, es gibt pflanzliche Präparate, die bei bestimmten Indikationen nachweisbare Wirksamkeit haben.

Aber dann halt auch Nebenwirkungen und Wechselwirkungen. Denn pflanzliche Präparate wirken über die chemischen Eigenschaften der Inhaltsstoffe.

Homöopathie dagegen ist der Glaube, dass Stoffe in ihrer Abwesenheit gezielt wirken, dass es verschiedene Grade von Abwesenheit eines Stoffes geben könne oder dass es einen Unterschied macht, welcher Stoff abwesend ist.

Bei Tieren hilft es sehr gut.

Nein. Studien belegen auch bei Tieren keine Überlegenheit gegen Placebo. Natürlich können aber auch bei Tieren während man gerade Placebos gibt Besserungen auftreten. Placebos verhindern schließlich auch nicht, dass Beschwerden natürlich ausheilen oder zumindest temporär besser werden. Zusätzlich greift bei der Behandlung eines Haustieres immer der "Placebo-by-proxy" Effekt, der gut nachgewiesen ist. (http://www.pfotenleser.de/titelform/407-2/andere-mechanismen-des-placebo-effekts)

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Kommentar von MalNachgedacht
28.11.2016, 07:36

Es gibt allerdings die thailändische Pflanze Murdannia, die zerstört im Gegensatz zur Chemo, nur die Krebszellen und lässt die gesunden Zellen in Ruhe. Warum man darüber nichts oder wenig hört? 

Solche "Wunderpflanzen" und andere Wundermittel gegen Krebs (am besten auch noch gleich gegen alle Arten von Krebs) gab es früher schon - und es werden wohl auch zukünftig immer mal wieder neue Mittel aus dem Hut gezaubert....

Das Problem bei solchen Mitteln ist, dass sich das Wunder regelmässig in Luft auflöst wenn man mal anfängt die Werbebehauptungen der Wundermittelverkäufer (auch mit Wundermitteln soll Geld verdient werden...) kritisch zu hinterfragen.

Wenn "Murdannia" so toll wirken hätte sich das doch zumindest in Thailand längst herumgesprochen - aber auch in Thailand sterben die Menschen genauso an Krebs wie in Deutschland....

(Wobei die durch die Ernährung manche Krebsarten in Thailand etwas häufiger sind - andere etwas seltener)

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Kommentar von Huflattich
28.11.2016, 13:44

Murdannia 

Bewertung und Empfehlung:

Der Verzehr bzw. die Einnahme von Murdannia oder ihrer Extrakte kann nicht empfohlen werden, da ihre krebsvorbeugende bzw. krebstherapeutische Wirksamkeit nicht belegt ist und gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen, die die Krebsstandardtherapie hemmen könnten, nicht auszuschließen sind.


Was denn sonst ? Wer hat denn wirklich ein Interesse daran ?





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