Wie kann man Hufrehe erkennen und behandeln?

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Bei einem Hufreheschub hat ein Pferd enorme Schmerzen in den Vorderbeinen und möchte am liebsten keinen Meter gehen. Das ist ein Notfall, der sofort durch den Tierarzt behandelt werden muss.

Es kann sein, dass Dein Pferd mal Hufrehe hatte. Um weiteren Schüben vorzubeugen, sollte das Pferd nicht oder nicht lange auf höchstens magere Weiden und keinen Zucker in irgendeiner Form gefüttert bekommen.

Danke für den Stern.

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Also: Querringe / -streifen entstehen ...

... bei jeder Stoffwechselumstellung, z.B. wenn im Frühjahr Saftfutter wieder hinzukommt, weil die Pferde nur über den Sommer Weidegras haben, z.B. wenn mal eine Krankheit länger mit Medikamenten behandelt werden musste, z.B. wenn mal der Stall gewechselt wurde und dort die Böden so anders sind, dass das Heu andere Qualität hat. Das sind dann eher "Streifen", also nichts besonders ausgewölbtes oder so. Viele Pferdebesitzer erzeugen das durch die Wahl des Kraftfutters oder durch die Gabe von unpassendem Saftfutter wie Äpfeln oder Karotten. "Abwechslung im Speiseplan" ist auch sowas, was den Tieren richtig zu schaffen macht und an sowas ablesbar ist.

... wenn man einen Hufbearbeiter hat, der nicht "zum richtig hinwachsen anregt", sondern "zurechtschneidet, was in der Zwischenzeit falsch gewachsen ist", dann bei jeder Hufbearbeitung, weil sich schlagartig die Lastverhältnisse im Huf ändern. Dadurch kommt es periodisch immer wieder zum Druck im Bereich des Kronsaums und was nachwächst, hat eine kleine Stauchung. Gleiches passiert auch, wenn man beim guten Hufbearbeiter die Termine verschleppt (wobei man, je besser der Bearbeiter schon umso länger verschleppen muss oder das Pferd auf weichen Böden leben muss, dass es so sehr zum Tragen kommt).

Hufreheanzeichen sieht man nicht unbedingt am Huf. Der Hufbearbeiter, der wirklich gut ist, hat eine Ahnung davon nach dem, was er beim Bearbeiten vorfindet, dem Laien traue ich es nicht zu. Aber man sieht die folgenden drei Risikofaktoren am Pferd und um das Pferd herum ganz gut, wenn man sich damit befasst:

Anzeichen 1: Bekommt das Pferd Kraftfutter und, falls ja, braucht es überhaupt welches? Wenn leichtfuttrige Pferdetypen Müslis bekommen, haben wir schon ein Alarmzeichen. Zum einen braucht ein leichtfuttriges Pferd, das nur im Freizeitpferdebereich arbeitet, also weder Holz rückt, noch Pflüge zieht noch Ausflugskutschen und auch nicht täglich leistungssportlich geritten wird kein Kraftfutter. Gar keins. Und jede Kleinigkeit kann da zu viel sein. Da würde ich selbst beim Mineralfutter keines zugeben. Wenn ein Pferd so schwerfuttrig ist, dass es welches braucht oder eben so viel leisten soll und man merkt, ihm geht ohne die Kraft aus, dann sollte man zu Hafer greifen und keinesfalls zu zuckerhaltigen Kraftfuttersorten, so verlockend die Aufschrift auf dem Sack auch ist.

Anzeichen 2: Wie sieht das Pferd von seinem "Trainingszustand" her aus? Ein Freizeitpferd, das korrekt gefüttert wird, ist ein wenig kantig, das steht nicht da wie ein Bodybuilder. Hat man heute ein korrekt gefüttertes Freizeitpferd in etwas blütigem Typ, kann man sich drauf verlassen, dass man angesprochen wird, was das Pferd für eine Krankheit hat, dass es so "mager" ist. Das Auge des Menschen hat sich inzwischen so dran gewöhnt, dass jedes Pferd aussieht wie ein Leistungssportler - oder noch runder, wenn ich jetzt mal die Vielseitigkeitspferde ansehe, die international laufen, die sind nicht knubbelig. Aber woher kommen diese angeblich so wohlgeformten Muskeln, wenn das Tier doch gar nicht im Leistungssport ist und auch nicht in der Landwirtschaft oder im Tourismus ackern muss? Ganz einfach: Pferde lagern Fett vorzugsweise in den Muskelsträngen ein. Erst in der Bewegung bei An- und Abspannung der Muskeln kann man oft gut beurteilen, wieviel davon wirklich Muskel ist und wieviel Fett. Leider ist es sehr oft viel zu viel Fett. Natürlich "sehen die Pferde gut aus" - wer freut sich nicht, ein Pferd zu haben, das aussieht wie ein top trainiertes Exemplar. Nur spätestens, wenn ich vergleiche, was ich mit dem Tier wirklich an Sport mache, sollte mir ein Licht aufgehen. Diese Regel "man soll die Rippen fühlen, aber nicht sehen können" hat auch der Teufel gesehen. Ich sehe beim übergewichtigsten Pferd, das ich kenne, noch die Rippen, wenn das Licht entsprechend einfällt und es das richtige Vorderbein grade nach vorne stellt, z.B. zum Grasen. Sehen das die Besitzer, wird gleich noch eine Schaufel mehr Kraftfutter in die tägliche Schüssel nach der "Arbeit" gegeben.

Anzeichen 3: Speckplatten bzw. Kammspeck. Wenn wir Stellen haben, wo am Pferd komische Formen sind, z.B. auf dem langen Rückenmuskel nur im Bereich vom Sattelende noch was nach oben kommt oder rechts und links der Schweifrübe sich was erhebt oder über dem Mähnenkamm etwas ist, was die Stute nach Hengst aussehen lässt oder den Hengst, der einer ist, gut zur Geltung kommt, dann ist wirklich allerspätestens die Notbremse zu ziehen. Meist haben wir dann schon einen EMS Patienten vor uns, der sein Leben lang Diät halten muss, um nicht in Gefahr zu kommen. Das erkennen fällt vielen sehr schwer, inzwischen auch, weil es wenig Referenztiere gibt, die keinen Kammspeck haben. Daher versucht unbedingt mal, bei einem Pferd, das sehr schlank auf Euch wirkt, an den Kamm zu greifen. Erklärt dem Besitzer, Ihr möchtet fühlen, wie sich ein "trockener Kamm" anfühlt und ob Ihr dafür mal an der Mähne abtasten dürft ... und dann vergleicht mit dem eigenen. Selbst, wenn es etwas rundlicher mal ist (man muss ja nicht immer gleich Diät halten, wenn man ein paar Gramm mehr hat), der Kamm muss trocken bleiben, sonst geraten wir in die Gefahrenzone. Lässt sich vergleichsweise bei Eurem was hin und her bewegen, was bei dem schlanken Pferd nicht ging, dann könnte das schon Kammspeck sein. Das wirklich abklären, ist schwierig. Dazu muss man einen Tierarzt oder anderen in dieser Hinsicht sehr erfahrenen Pferdemenschen haben, der noch Pferde in trockenem Zustand kennt, denn auch die meisten Tierärzte verlieren hier an Erfahrung, je mehr dicke Tiere sie in die Hand bekommen. Auch ein Dressurtrainer könnte den Blick verloren haben, so viele übergewichtige Dressurpferde wie man sieht.

Bei meinem Pony hab ich es daran gemerkt das er kaum gelaufen ist, ihm enge Wendungen schwer gefallen sind und das er öfters lag. Behandeln kann man es unterschiedlich. Bei der Schulmedizin kommt das Pferd halt in die Box, wird im Futter begrenzt, bekommt ggf. Schmerzmittel und Entzündungshemmer und werden hinten entweder durch Verbände, spezielle Hufschuhe oder orthopädischen Beschlag hochgestellt. So habe ich es in den ersten Tagen auch gemacht, aber das war für ihn absolut nicht gut sondern hat eher noch mehr kaputt gemacht. Seit einem Monat kommt einmal in der Woche eine hufpflegerin nach Strasser und er steht 24/7 auf der Wiese! Viele haben natürlich gesagt das er dadurch nur noch mehr krank werden würde, aber ihm geht es super! Er galoppiert über die Wiesen und hat keine probleme😊

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bitte schnelle antwort!

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