Wie kann man Hochdeutsch lernen ohne das es gekünstelt klingt?

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8 Antworten

Ich mag den Ludwigshafener Dialekt (ich komme fast "aus der Nachbarschaft" - nördliches Saarland, der dortige Dialekt ist aber deutlich verschieden). :)

Bei mir ist es so, dass zwar viele in der Schule den lokalen Dialekt gesprochen haben (eine Variante des Moselfränkischen), aber ich habe von meinem Elternhaus verschiedene Dialekte mitbekommen (meine Mutter spricht einen kölschen Dialekt).

Ich selber verstehe viele Dialekte, spreche aber selber Hochdeutsch (zumal meine Frau aus Niedersachsen ist; und wohnen tun wir wieder ganz woanders). Dennoch liebe ich Dialekte, und finde es auch gar nicht schlimm, wenn jemand im Dialekt spricht.

Der Ludwigshafener Dialekt hat für mich etwas sehr gemütliches.

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Du hast diesen Text doch in astreinem Hochdeutsch verfasst. Es geht also eher um die Klangfärbung deiner Sprache, der man offenden den Pfälzer noch anmerkt. Sicher hast du auch ein paar charmante regionale Ausdrücke dazwischen. Und das ist gut so, denn das ist deine individuelle Sprechweise.

Solange deine Grammatik nicht völlig Kobolz schießt, deine Kollegen dich nicht verstehen oder du bestimmte Dinge nicht sagen kannst, weil du nicht weißt, wie sie ausdrücken, würde ich mir keine Sorgen um deine Sprache machen.

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Ich komme aus einem völlig andern Bundesland und lebe jetzt in einer Stadt, wo überwiegend hochdeutsch gesprochen wird, ja, die hier haben auch Dialekt, aber nun denn - ich werde oft gefragt, warum ich nicht deren Dialekt spreche. Weil ich Dialekt nicht wirklich mag. Ich mochte meinen "früheren" Dialekt (der mir quasie mit der Geburt in die Wiege gelegt wurde) schon nicht, sprach ihn aber, weil es da so üblich war/ ist.

Musste beruflich mehrmals umziehen, so durfte ich schnell hochdeutsch sprechen, ich denke, mir fiel das deshalb nicht so schwer, da ich mit meinen Büchern aufgewachsen bin, mehr gelesen (hochdeutsch), als gesprochen habe "damals".

Manche wundern sich, wenn sie irgendwann mal - so nebenbei - mitbekommen, wo ich ursprünglich herkomme und sagen, das würde man nicht hören. Manchmal hört man es glaub schon, wenn ich nervös oder so bin, aber das ist ja nicht so schlimm.

Ich finde - wie Du ansprichst - so "gekünsteltes" Hochdeutsch nicht schön, hörte ich erst die Tage wieder auf der Straße. Tja, was soll man machen? Sich bemühen, irgendwann wirds besser, glaub ich jedenfalls.

"Wenn Du pfälzisch redest kommst Du normal rüber-jedoch beim Hochdeutsch sprechen wirkst Du total künstlich und effeminiert....(schon fast tuntig)

Kann ich gut nachvollziehen...ich finde es schon mal schön, dass Du was ändern möchtest, auch wenn es den meisten mit (fast) "angeborenem" Dialekt schwer fallen mag. Viele versuchen es gar nicht anders, da sie dazu stehen, woher sie kommen und daran nix ändern möchten (sich auf gut deutsch "nicht" dem hochdeutschen Volk anpassen möchten). Tja, Volkshochschulkurse? Das wärs. Aber da müsste es viele Kurse, so viele, wie Dialekte geben.

Vielleicht solltest Du mehr mit Deinen "hochdeutschen" Arbeitskollegen unternehmen, so dass Du auch in Deiner Freizeit "gezwungen" wirst hochdeutsch zu sprechen, was meinst Du?

Aber erstmal Hut ab, dass Du Dich mit dem Thema beschäftigst und alles Gute beim weiteren hochdeutsch sprechen :)

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Dein Hochdeutsche klingt wahrscheinlich nur für die gekünstelt, die dich normalerweise Dialekt sprechen hören und dich so kennen. Ich persönlich finde es nicht schlimm, wenn jemand Hochdeutsch spricht und eine Klangeinfärbung vom Dialekt hat. Man erkennt deine Herkunft, so what? Ich spreche mit meinen Eltern beispielsweise anders als bei der Arbeit, wo ich mich um Hochdeutsch bemühe. Wichtig ist doch nur, dass man sich versteht. Und der Pfälzer Dialekt kommt doch ganz sympathisch rüber 😜

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naja als schweizer kann ich hier ja eigentlich auch mitreden. grundsätzlich finde ich, man soll so reden wie einem der schnabel gewachsen ist:-) ich finde leute mit dialekt und akzent generell sympathischer. Zudem finde ich nicht, dass man dies wegkorrigieren muss, da man ja auch auf die herkunft stolz sein darf. 
ich finde es aber auch schrecklich, wenn schweizer hochdeutsch reden, dies tönt bei allen einfach komisch. da ich noch in einem unternehmen arbeite mit vielen deutschen angestellten hat es viele, die automatisch mit den deutschen hochdeutsch reden. Finde ich aber falsch... solange man sich versteht, soll man im dialekt plaudern.

Betreffend den Kursen kann ich dir nicht sagen. in der schweiz redet man grundsätzlich in der schule hochdeutsch (schulsprache). aber auch mit 10jahren praxis hört man im normalfall die herkunft sofort.

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Steh doch zu Deiner Herkunft.

Wenn man, wie bei einem Auslandsaufethalt ständig gezwungen ist, die Fremdsprache zu benutzen, gewöhnt man sich auch nach und nach daran, ohne seine Herkunft jemals komplett verschleiern zu können. Die "Fremdsprache" ist in diesem Zusammenhang Hochjdeutsch.

Astreines Hochdeutsch, wie es Rundfunksprecher draufhaben, kannst Du höchstens an einer Sprechschule (Schauspielerausbildung) lernen, aber das ist zeit- und kostenintensiv.


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Komme aus OÖ und mir fiel es damals auch irrsinnig schwer, normal auf Hochdeutsch zu sprechen. Was hilft? Üben, üben, üben und nochmals üben. Ich habe ca. ein Jahr lang gebraucht, um das vernünftig rüberzubringen.

LG

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Hochdeutsch: alles was im Süden von Deutschland gesprochen wird
Niederdeutsch: Plattdeutsch und alles was im Norden von D. gesprochen wird.

Meinst du vielleicht das, was derzeit der gemeine Modegeschmack als Standarddeutsch festgelegt hat, also Deutsch mit (gefühlt) dialektfrei?

Leb mal 'ne Weile in Hannover. Da sprechen die das.

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