Wie kann man etwas erlernen obwohl man es nicht so gut kann(Programmieren, Mathematik)?

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10 Antworten

aber ich kann es einfach nicht ab Formeln zu lernen

In der Mathematik - ebenso wie beim Programmieren - geht es nicht darum, sonderbar viel auswendig zu lernen, sondern eher darum, zu verstehen, was du machst. Letzten Endes willst du deinen Code ja auch so schreiben, dass der möglichst kurz und gut verständlich ist. Und dabei kann die Mathematik dein Helfer sein. Ein triviales Beispiel in Pseudocode:

if ((iCanSing and iCanDance) or (iCanSing and iCanAct)) {

print ("I am an entertainer!");

}

und das lässt sich vereinfachen zu

if (iCanSing and (iCanDance or iCanAct)) {

print("I am an entertainer");

}

. Sieht irgendwie einfacher aus, ne? Herzlichen Glückwunsch, das ist eine Anwendung des Distributivgesetzes in der boolschen Algebra https://de.wikipedia.org/wiki/Distributivgesetz . Man muss nicht zwangsläufig wissen, dass das Verfahren "Distributivgesetz" heißt, aber man sollte ein Auge für diese Vereinfachung haben.

Ebenso kann es sinnvoll für deinen sportlichen Ehrgeiz sein (oder für die Klärung der Frage, warum dein eigentlich einfaches Programm ewig lange rechnet), einen Algorithmus - z.B. eine Suchfunktion oder die Suche nach der x-ten Primzahl in ein möglichst schnelles Programm zu pressen. Und auch dazu musst du dein Köpfchen anstrengen und überlegen, wie du das machst.

Wie gesagt, es geht nicht darum, zig Formeln auswendig zu lernen, sondern die Mathematik in der Informatik sinnvoll anzuwenden, und diese Fähigkeit erlangt man mit ein wenig Übung.

Wenn du richtig vorgehst, dann arbeitest du mit einem sehr schmalen Hauptprogramm und lagerst so viel wie möglich in funktionierende Funktionen und Unterprogramme aus, die du beliebig oft wiederverwenden kannst.

Wenn du zum Beispiel einmal ein fehlerfrei funktionierendes Unterprogramm geschrieben hast, welches lineare Gleichungssysteme lösen kann, dann brauchst du das danach nie wieder tun, es sei denn du brauchst ein weiteres Unterprogramm, wo dasselbe Problem auf eine andere Art und Weise gelöst wird, oder du in eine Programmiersprache wechselst die sich stark von deiner bisherigen unterscheidet.

Du musst eine Formel / einen Algorithmus also im Idealfall nur ein einziges mal verstanden haben, gerade so weit, dass deine Unterprogramme fehlerfrei funktionieren.

Unterprogramme können ihrerseits wieder Unterprogramme aufrufen, so dass du ein größeres Unterprogramm in mehrere kleinere Unterprogramme zerlegen kannst, soweit das auch Sinn macht.

Für gewöhnlich verstehst du es danach immer wieder, wenn du so schlau warst dein Unterprogramm / deine Funktion gründlich zu kommentieren mit der Kommentarfunktion die (fast) jede Programmiersprache hat.

Außerdem musst du dich ja mit Formeln nicht allein gelassen fühlen, es gibt ja wirklich genug Foren im Internet, wo du Fragen stellen kannst, wie zum Beispiel hier bei Gutefrage.net.

Außerdem gibt es jede Menge Bücher.

Das was an der Programmierung Spaß macht, ist ja gerade, dass du einen Algorithmus korrekt entworfen hast, um ein Problem korrekt zu lösen, gäbe es beim programmieren keine Herausforderungen, dann würde das auch sehr schnell keinen Spaß mehr machen.

Suche dir einfach Probleme, die man mittels Programmierung lösen kann, und löse sie, dann wirst du auch schnell Spaß an der numerischen Mathematik bekommen.

Mitunter kann man komplexe mathematische Probleme auch auf ganz primitive Art und Weise lösen, wenn zum Beispiel der Faktor Zeit bei der Berechnung nur eine untergeordnete Rolle spielt, man es also nicht eilig hat.

Und wo ich gerade beim Thema Zeit bin, programmieren lernen kostet Zeit, genauso wie das Lernen von Mathematik.

Mit Programmieren kann Mathe mehr Spaß machen. Man kann sich das visualisieren, man kann alles durchprobieren (Massenanalysen), man kann alles schnell durchrechnen lassen etc.

Also weiter progen, Mathe als notwendige Grundlage mitnehmen, irgendwann macht auch Mathe Spaß (es ist nicht Formel auswendig lernen, sondern Formeln etc. verstehen - also das, was beim Progen Spaß macht).

In Mathe habe ich nur wenige Formeln auswendig gelernt, teilweise habe ich sie in der Klausur wieder selbst hergeleitet (das war nicht immer gut, das hat Zeit gekostet), aber man hat sich dieses alberne Auswendiglernen erspart. Z.B. kann ich diese Mitternachtsformel bis heute nicht und weigere mich, sie auswendig zu lernen. Statt dessen wird jedes mal erweitert und "binominal verkürzt".

Nicht anders beim Programmieren! Wer den Permuationsalgo, Warshall, Hanoi-Algo, KMP etc. auswendig lernt, hat verloren. Das muss man solange durchkauen, bis man es verstanden hat, ansonsten kann man damit nichts anfangen. Insbesondere die Stringmatchings strengen mich an, aber nicht ohne Nutzen!

Nö, Mathe spielte auch davor schon eine Riesenrolle. Die Leute sehen das nur nicht. 

Mathematik ist auch nicht das Lernen von Formeln, nicht mal das Anwenden von Formeln, sondern das Beweisen und Entdecken von Sachverhalten und Formeln. Daher ist die Rechnerei in der Schule auch kaum Mathematik.

Selbstbeibringen kann man es sich natürlich durch Lehrbücher, allerdings ist das in der Tat recht schwierig, vor allem wenn man auch noch mit Motivationsproblemen zu kämpfen hat. Wenn es dich interessiert, studiere es.

hi, ich glaube alle Hobbys haben irgendein Nachteil. Wenn du das Programmieren ziemlich arg magst ,dann würde ich dir raten trotz Mathe weiter zu machen. Du musst nur an dich glauben ,dann schaffst du das!

Vielleicht lernst du mit Freunden oder du setzt dir mehrere kleine Ziele und belohnst dich ,wenn du eines erreicht hast. Leg dir doch ein Formel Heft mit den wichtigsten Formeln an damit du dir nicht so viel merken musst .

Ich hoffe ich konnte dir helfen .Viel Erfolg !

LG

Ich persönlich mag das "Project Euler" ganz gern, hier zu finden: www.projecteuler.net

Dort gibt es einige hundert mathematsiche Rätsel, die mit einem Computerprogramm gelöst werden sollen. So kann man seine Mathe- und Programmierfähigkeiten gleichermaßen ausbauen. 

Du findest jede Formel im Netz, mach weiter mit dem Programmieren, ist toll dass du dich so dafür begeisterst!

Naja ich liebe Mathe aber kann bis heute die Mitternachtsformel nich. Ich merk mir eigentlich immer nur die Herleitungen.

Du kannst ganz normal weiter  programmieren und wenn du ein Problem mit der Mathematik hast, das einfach mal googeln oder eine Frage in einem Forum stellen.

An sich brauchst du aber garnicht soviel Mathematik.

Nein sicherlich nicht. Basiert ja alles nur auf Mathematik aber ansonsten.

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@dirkasch

"Oh, da ist aber einer der sich ganz gut auskennt!"

Bitte nur qualifizierte Kommentare!

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@Destranix

Der Kommentar von dirkasch ist doch qualifiziert, ich weiß gar nicht, was du hast... es kommt auf den Bereich an, in dem man programmieren will und wie tief man den Bereich verstehen will. Wenn man Webdesign machen will, sieht man eher weniger Mathe, aber Computerspiele bzw. 3D-Anwendungen sind voll mit Vektor- und Matrizenrechnung, auf die boolsche Logik stößt man eher früher als später und Gedanken über den Aufwand eines Algorithmus hat sich wahrscheinlich jeder bessere Programmierer (zumindest intuitiv) schon mal gemacht. Und das sind nur ein paar Beispiele für Mathe in der Programmierung.

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@ceevee

Sein Kommentar war aber eindeutig feindlich gegen meinen gerichtet, weswegen ich gekontert habe!

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@Destranix

Es gab eine Menge anderer Formulierungsmöglichkeiten größer 1 (Formulierung passt ggf. nicht, weiß ich), die dirkasch hätte verwenden können, zugegeben.

Jedoch ist Mathe (hier ist nicht Schul-Mathe gemeint) in sehr vielen Bereichen für die Programmierung sehr relevant (Graphentheorie, Kombinatorik&Permunation, Leistungsmessung etc etc), vielleicht deswegen hat dirkasch etwas informell geantwortet.

Aber der Diskussionsstil bei den Themen Mathe und Information, Programmieren etc. ist eher sehr angenehm. In anderen Bereichen wie Tierschutz, Politik etc. verliert die Debatte bisweilen ihre Eigenschaft als Diskussion :-)

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@nobytree2

Aber der Diskussionsstil bei den Themen Mathe und Information, Programmieren etc. ist eher sehr angenehm. In anderen Bereichen wie Tierschutz, Politik etc. verliert die Debatte bisweilen ihre Eigenschaft als Diskussion :-)

Oh ja!

Ich glaube, das liegt auch daran, dass in diesen Bereichen echte Fragesteller mit echten Fragen unterwegs sind. In den anderen genannten Bereichen hast du öfters mal Leute, die am liebsten allen anderen ihre Überzeugung aufdrücken wollen. Die gibt's in der Informatik eigentlich nur in den (recht seltenen) Windows vs. Linux vs. Mac-Fragen. :)

@Destranix: Du bist aber sensibel. Klar hätte dirkasch sich höflicher ausdrücken können, aber dass die Aussage 

An sich brauchst du aber garnicht soviel Mathematik.

Quatsch ist, haben nun auch schon zwei weitere qualifizierte Informatiker festgestellt. ;)

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@ceevee

In den Programmierbereichen, die sich ein Anfänger selber beibringt braucht man nicht sehr viel Mathe.

Später dann vielleicht schon.(Auch wenn einem "normale" Mathematik bei Metrizen und Vektoren wenig hilft)

Aber selbst dass wird der Fragensteller sicher verstehen.

Ich habe einen Kurskameraden, der hat vor einem Jahr auch noch über die allzukomplizierte Mathematik bei der 3D-Programmierung in Java geflucht, aber jetzt hatte er in der letzten Matheklausur eine so gute Note, wie er sie nicht erwartet hätte.

Lieber laskyouWtf:

Ich glaube nicht, dass dich die Mathematik vom Programmieren abbringen wird, sondern, dass sie das Programmieren umso spannender macht und dich dazu motiviert, dich mehr mit Mathe auseinanderzusetzen. Und schlußendlich ist die Mathematik für dich eines der kleineren Probleme. Schließlich leitet sich in der Mathematik alles logisch her.(Nicht umgekehrt lieber dirkasch. Deshalb das "unqualifiziert". Außerdem war ich gester nicht gut drauf!)

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@Destranix

Danke für dein Kommentar :) Hat mich echt nochmal motiviert und deshalb werde ich in Zukunft auch weiter machen und nicht einfach augeben.

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