Wie kann man einen Schizophreniker erkennen. Gibt es Merkmale?

14 Antworten

Wenn jemand schizophren ist, muss man damit rechnen, dass er sich zwischen 2 Welten bewegt. D.h., das Bewußtsein ist gespalten. Von außen wirken diese Menschen verstört, weil sie nicht auf normale Weise am Gesellschaftsleben teilnehmen können. Das wäre allerdings schon ein akuter Fall. Man sollte diese Personen nehmen wie sie sind und sie auch voll akzeptieren, indem man ganz normal auf sie eingeht. Das ist auch bei Demenzkranken wichtig. Es wird im Alltag häufiger mit Begriffen "du bist schizo!" oder "gespalten" gespielt. Das ist ist schon wegen dem beleidigenden Charakter nicht allzu ernst zu nehmen. Hier sind dann Menschen gemeint, die aufgrund von aufeinander folgenden Handlungen sich plötzlich kontrovers verhalten. Beispiel: Eine Mutter lobt ihr Kind und regt sich im selben Atemzug darüber auf, wie faul es eigentlich ist! Das ist doch schizo! Folge: Das Kind fühlt sich unverstanden und die Mutter ist irgendwann nicht mehr glaubwürdig.

Der Antwort von Enceohalone ist zuzustimmen. Zu erkennen sind schizophrene Menschen von Fremden i.d.R. nicht. Die Symptome sind auch von Mensch zu Mensch verschieden. Manche hören zeitweise Stimmen, manche haben Wahnvorstellungen, manche fühlen sich verfolgt etc. Oft tritt Schizophrenie auch nicht allein auf, sondern in Verbindung mit anderen Krankheiten mit schizophrenen Zügen.

Wie zum Teil in den bereits verfassten Antworten erwähnt, ist es selbst für Fachpersonen nicht einfach, das Gebiet der Schizophrenie einzugrenzen und genau zu beschreiben. Insbesondere wird dieses Verhalten bei extremen sog. psychotischen Schüben einigermaßen klar sichtbar. Im allgemeinen neurotischen Zustand, der oft auch bei ganz gesunden Menschen während starker nervlicher Beanspruchung bzw. in übermäßigen Stresssituationen auftreten kann, ist es jedoch nur bei längerer Anamnese (Erhebung) und systematischer Analyse möglich, eine entsprechende Diagnose zu stellen. Prägnant ist die Tatsache, dass Schizophrenie als Extrakt mit dem Entrücken des Vorstellungspotenzials zu tun hat. Sie ist ihres Zeichens demnach eine geistige Entfremdung, die ihren Ursprung zunächst in neokortikalen Bereichen hat (Neokortex = Grosshirnrinde). In sich stabiles intellektuelles Reflektieren zeigt mehr oder weniger schlüssige Weltbilder, die zum Einen aus Erziehung und Schulbildung stammen, sowie von einer gesellschaftlich-kulturellen Umgebung geprägt sind. Zum Anderen ergibt es sich aus der menschlichen Fähigkeit, sich über die Welt eigenständige Gedanken zu machen bzw. aus Erfahrungen bewusste Rückschlüsse zu ziehen. Sobald diese in sich 'logischen' individuell gestalteten Weltbilder Risse erhalten und damit für aussenstehende Beobachter/innen nicht dazu gehörige und unvollständige, eben quasi 'unlogische' Einschlüsse aufweisen, kann von schizothymen Verfremdungen sowohl der geistigen Identität als auch der Realitätsbezogenheit gesprochen werden. Die Betroffenen verlieren mehr oder weniger den Bezug zu einer einheitlichen Realität. Eine so gestörte Wahrnehmung erzeugt disharmonische Assoziationen (also geistige Verbindungen, die am Ende das eigene Wesen von sich selbst entziehen). Die Schwierigkeit des Erkennens ergibt sich aus dem Umstand, dass schizoide Züge kaum in Reinform und explizit auftreten. Sie sind stets mit einer exogenen (sporadisch auftretenden) und in schweren Fällen mit einer endogenen (chronisch verbleibenden) Depression verbunden(Depressionen = sporadisch auftretende, körperlich spürbare Verstimmungen mit aggressiven Ausbrüchen bzw. mit autogenen, also gegen sich selbst gerichtete Formen des Abreagierens). Oft können diese Entrückungen auch innerhalb gesellschaftlicher Geschehnisse und Gepflogenheiten verborgen werden, sodass sie nur in extremen Fällen zum Vorschein geraten. Wenn demnach ein Fussball-Hooligan seine depressive Verstimmung in einer Schlägerei mit einem ebensolchen Raufbold einer gegnerischen Mannschaft auslebt, dann kommt man kaum auf die Idee, dass deren Weltbild grob gesprochen in zwei Seiten geteilt ist, nämlich die gute eigene und die böse andere Gruppierung. Wirklich herausfiltern lassen sich schizophrene Spaltungen deshalb am besten über die Beobachtung der Verhaltensweisen innerhalb sozialer Umgebungen. Wiederum vereinfacht lassen sich dabei zwei grundsätzliche Verhaltensweisen ausmachen: Überanpassung = Man gleicht sich einer Gruppe übermäßig an und bringt ihr gegenüber (zu) große Opfer, sodass man sich am Schluss selbst entfremdet ist. Unteranpassung = Man wird durch exzentrische Anschauungen sukzessive zum Aussenseiter und kommt dadurch zunehmend mit den gesellschaftlichen Normen in Konflikt. Sehr deutlich kommt dieses psychosoziale Phänomen in extremen politischen Situationen hervor. Ein Mensch, der in geordneten demokratischen Verhältnissen ein revolutionär oder reaktionär faschistoides Feindbild bis zur Gewaltbereitschaft hegt, wird als paranoid eingestuft (sein Weltbild ist in dem schizophrenen Sinne gespalten, als dass drastisch unterschieden wird, zwischen den eigenen Guten und eben den anderen Schlechten, die Ursache allen Ubels sind und die es deshalb zu vernichten gilt). Man versucht dann, einen solchen Menschen therapeutisch von dieser Wahnidee abzubringen. Der gleiche Mensch macht in einer extremen Links- oder Rechtsdiktatur sofort Karriere, eben weil er ohne Gewissen (das stets nur aus einer seelischen Einheit entsteht) zu agieren in der Lage ist. Beispiele für derartige kulturelle Entgleisungen mit verordnetem Genozid (Massen- bzw. Völkermord) finden sich in der Geschichte zuhauf. Ein anderer interessanter Aspekt der Schizophrenie ist die Tatsache, dass sie den meisten Naturvölkern als heilige Krankheit oder sogar als erwünschter Zustand gilt. Zahlreiche der schamanistischen Heil-Praktiken bzw. der Rituale animistischer (Natur)Religionen binden gespaltene Zustände aktiv in ihr Weltverständnis ein und richten dementsprechende Handlungsweisen danach. Fazit: Ist jemand von den oben beschriebenen Symptomen betroffen, dann ist es empfehlenswert (und selbstverständlich nur von therapeutisch versierten Fachkräften durchzuführen!), die Symbolik der Fremdeinschlüsse zu analysieren, um daraus Rückschlüsse für den Grund der Entrückung einer Person zu erhalten. Vereinfacht formuliert beinhalten schizoide Wahnvorstellungen durchaus nützliche Informationen, welche sich immer auch auf die persönliche Geschichte des betroffenen Individuums beziehen (obschon dies oft im Vordergrund kaum ersichtlich ist).

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