Wie kann man einen Kniggenachmittag für Kids und Teens gestalten?

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4 Antworten

Guten Abend,

ich gestalte meine Knigge-Trainings wie folgt:

Vorstellung der Kinder gegenseitig mit Kennenlern-Spielen. http://www.gruppenspiele-hits.de/kennenlernspiele.html

Danach erzähle ich kurz über Freiherr Knigge, wann er gelebt hat und was er mit seinem Buch "über den Umgang mit Menschen" erreichen wollte.

Danach gestalte ich Rollenspiele: - Begrüßung, wer begrüßt wen zuerst (ich nehme immer ein Beispiel von der Schule) - Vorstellung in Rollenspielen

Hier spielen die Kinder Personen in der Schule: Rektor, Lehrerinnen, Hausmeister und die gute Seele, die Putzfrrau Hier möchte ich den Kindern zeigen, dass jeder, egal, in welcher Hierarchie er steht, respektvoll zu behandeln ist.

Wenn die Theorie zu Ende ist, erkläre ich den Kinder, wie ein Tisch liebevoll und fürs Auge gedeckt wird. Das machen wir dann ALLE zusammen. Ich zeige den Kindern Serviettentechniken. Dann gehe ich auf das Thema ein, welche Gespräche man am Tisch führen soll und welche eher ein "no go" sind. Hier achte ich auf die Sitzhaltung der Kinder, wo die Serviette ihren Platz hat und welche Regeln beim Essen gelten.

Wr haben immer sehr viel Spaß.

Das mit der Kleidung ist eine super Idee, aber es wäre sinnvoller, wenn jeder sich verkleiden darf, sodass niemand beschämt ist, weil er nicht ordentlich genug ist. Dann beseitigt man schon mal die erste Hürde und beugt Mobbing vor. Das gemeinsame Essen würde ich definitiv empfehlen, denn Tischmanieren sind überlebenswichtig. Aber was mich interessieren würde: Gibt's eine Einführung oder erwartet ihr, dass Basics mitkommen? Das spielerische ist sicher nicht verkehrt, das mögen auch Teens (auch wenn sie es nicht immer gleich zugeben). Wie wäre es denn, das Tischdecken als Wettstreit auf Zeit UND Aussehen zu machen? Das würde da doch ein bisschen Pepp reinbringen.

Was haltet ihr denn von Rollenspielen? Also Aufteilung nach Rollen zu einem bestimmten Thema, wie zum Beispiel richtig vorstellen. Also was, wenn man dem Chef begegnet, oder wie man sich unter Freunden vorstellt. Das könnte vielleicht noch Spaß machen.

Die Kinder wissen zum Teil voneinander wer etwas hat und wer nicht und bringen daher meist Verständnis füreinander auf und sie wissen auch das wir Mobbing nicht mögen und dulden. Zum Teil bringen wir auch Kleidung mit oder haben selbst Kleidung vor Ort.

Ja Klar, zum Teil kennen sie es weil wir durch andere frühere Veranstaltung ihnen schon einiges erklärt haben und sie doch schon etwas wissen. Aber dafür dient auch das Quiz. Wobei es uns wichtig ist, das es von einem MA allein kontrolliert wird während die anderen gemeinsam mit den Kindern die Auswertung machen, so bekommt keiner mit wer was falsch hat und keiner kann sich über den anderen lustig machen. Der beste soll allerdings eine Kleinigkeit bekommen, als ansporn.

Genau - das Tischdecken wollten wir auch wie bereits erwähnt als Wettstreit machen. (Wahrscheinlich habe ich es einfach schlecht erklärt) und dann gemeinsam essen, was vielleicht auch noch bewertet wird. Das einzige was nicht bewertet werden soll ist eben die Kleidung, das wäre einfach unpassend.

Aber wir suchen halt noch etwas spielerisches.

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Ehrlich gesagt, wenn du keine Ahnung hast wie du so einen Tag gestalten kannst solltest du einen Kniggeprofi aufsuchen und ihn einen solchen Tag gestalten lassen. Da es hier um Kinder geht sollte man sie nicht unbedingt unqualifizierten Personen ausliefern. Wenn du keine Ahnung davon hast wie man Kindern, spielerisch etwas beibringen kann solltest du auf jeden Fall einen Ersatz für dich suchen.

Nach deinem bisherigen Beitrag gehe ich davon aus das du Knigge weder gelesen noch den Sinn verstanden hast.

Wie bist du denn drauf? Man wird sich ja wohl noch inspirieren lassen dürfen. Und ein Grundkonzept ist ja da.

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Auf solch dumme Antworten kann ich verzichten. Wenn du richtig gelesen hättest wär dir aufgefallen das wir eine sozialmissionarrische Einrichtung sind und wir in einem Viertel leben wo es die Kinder echt nicht einfach haben. Das heißt das Geld liegt nicht auf den Boden und wir wollen die Kinder nicht verschrecken, ihnen soll es Spass machen. Wenn du kein sinnvollen Beitrag leisten kannst, verkneif es dir einfach. Danke

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@NicciNicoletta

Im Klartext haben also Kinder die es nicht einfach haben und kein Geld haben auch keinen Anspruch auf qualifiziertes Personal. Sehr nette Grundeinstellung! Vielleicht werde ich auch einmal sozialmissionarisch die Autos von Armen reparieren, obwohl ich keine Ahnung davon habe. :)

Das die Kinder von Personen betreut werden die sich auf gutefrage.net einen "Lehrplan" erfragen müssen spricht ja Bände darüber wer sich etwas besser verkniffen hätte.

Wahrscheinlich habt ihr irgendwann mal im TV von Knigge gehört, habt es als lustig empfunden den verarmten Kindern einen Kniggetag zu gestalten und seid nun damit überfordert ein solches Konzept erfolgreich zu vermitteln.

Ich meine das ganze auch nicht böse oder unfreundlich, nur genausowenig wie ich die Autos von Armen reparieren kann, auch wenn ich das gerne tun würde, könnt ihr wie ersichtlich ist keinen ernsthaften Einblick in Knigge vermitteln.

Es gibt genug Benimmschulen, Kniggelehrer uvm. die sicher auch ein Herz haben. Dort solltet ihr nach Hilfe suchen anstatt nur euer Ego zu befriedigen und diesen Kindern unausgegorene Konzepte aufzutischen.

Wenn sie am Ende glauben sollen das eine Krawatte gutes Benehmen ausmacht, macht eben wie ihr wollt!

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Andacht/Input: Ihr könntet das ganze unter dem Motte "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" laufen lassen, denn wenn man den Nächsten liebt, benimmt man sich ihm gegenüber respektvoll und höflich.

Fündig wirst Du sicher auch bei den Sprüchen Salomos und bei Jesus Sirach.

Die Idee, Rollenspiele zu einzelnen Situationen zu machen (s. nightingale) finde ich prima.

Manche Benimm-Regeln haben sich ja auch geändert im Laufe der Zeit. Da könntet Ihr ein Früher - Heute draus machen (Diener, Knicks - Handgeben und freundlich ansehen; Kartoffeln mit der Gabel teilen, heute darf man sie meines Wissens auch schneiden; früher durfte man "Gesundheit" zum Niesenden sagen, heute soll man das nicht mehr).

Auf Internet-Höflichkeit könntet Ihr auch eingehen.

Viel Freude!

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