Wie kann man einem Menschen helfen, der nicht Nein sagen kann und sich alles aufhalst?

14 Antworten

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DU kannst ihm da nur bedingt helfen. Du kannst ihm aufzeigen, wie er lernt auch mal NEIN zu sagen.

Hm heute nimmt das System wieder keine Link an.

Suche dir vom

Palverlag die Seite Selbstbewusstsein-Info.html

oder

www.welt.de Wie notorische Ja-Sager das Nein sagen lernen

Bei Menschen die es nie gelernt haben, auch mal bei bestimmten Situationen NEINSAGEN zu lernen, die werden psychisch kaputt gehen.

Dann hat es immer Gründe, warum sie Angst vor Ablehnung haben, wenn sie jemand mal eine Bitte abschlagen müssen.

Wenn dein Freund sich zur selben Zeit mit zwei Personen verabredet, dann muss er zwangsläufit einer Person absagen.

Dein Freund muss sich überlegen, ob die Leute ihn tatsächlich nicht mehr mögen, nur weil er nicht immer für sie zur Stelle ist, oder ob das nur "Freunde" sind, die bequem sind und er sich ausnutzen lässt.

Wenn er Angst hat, dass er deshalb nicht mehr gemocht wird, dann wird er helfen und sich trotzdem ärgern, warum er jetzt wieder zugesagt hat, obwohl er keine Zeit hätte oder vielleicht auch keine Lust.

Dann schlägt einem das auf den Magen und man schluckt es lieber runter und beim nächsten "Hilferuf" verkrampft sich schon alles. Das alles muss nicht sein, wenn man schrittweise lernt NEIN, STOPP zu sagen, heute kann ich nicht zur Verfügung stehen.

DEIN Freund muss es lernen, aber du kannst ihm dabei helfen und dazu braucht man keine Therapie im üblichen Sinne. ER muss sich nur ein oder zwei Male dazu durchringen, dass er einfach mal eine Bitte abschlägt.

Mit der Zeit wird er merken, dass ihn richtige Freunde trotzdem respektieren, denn nur JASAGER die werden nie so respektiert, wie wenn jemand eine klare Meinung betritt.

Andere Freunde braucht man nicht, wenn die ihn deswegen nicht mögen, nur weil er mal absagen muss.

Im Internet kannst du noch mehr Hilfeseiten finden, zeige die deinem Freund und zeige ihm, wie er das schafft. Alles andere muss er alleine tun.

Wenn er erstmal erkannt hat, dass Hilfe an der richtigen Stelle angebracht ist, dann wird er es auch schaffen, sich mal durchzusetzen.

Hilfsbereit zu sein ist immer toll und irgendwie kommt es auch mal zurück, aber man braucht etwas Menschenkenntnis, damit man erkennt, wer einen jetzt nur ausnutzt und vor allem, ob solche Menschen überhaupt eine hilfreiche Hand verdienen.

die erste hier gegebene antwort empfiehlt eine art gewalttherapie. das ist schädlich und gefährdet ihn ernsthaft.

hinter seinem dilemma steckt ein grundlegender fehler. sein selbstwertempfinden basiert ausschließlich auf der anerkennung, die er von anderen menschen bekommt. ohne deren anerkennung ist er in seinen augen nichts wert.

nun besteht der größte fehler darin, mit ihm darüber zu reden. denn das lässt sich per gedanken schlichtweg nicht aushebeln, weil ihm das von kindheit an "beigebracht" wurde. da gibt es solche erziehungsmuster, wie z.b. das kind durch lob und tadel zu erziehen. das bringt subtil die wahrnehmung mit sich, dass ich nur dann geliebt werde, wenn ich das mache, was die eltern wollen. schnell lernt das kind, dass das auch bei anderen menschen so ist und baut sein ganzes leben darauf auf, auf diese weise liebe "einzukaufen".

du siehst also, dass er ein enormes defizit an liebe hat und nicht weiß, wie er es anders stillen kann. dahinter steckt ein absolut hinterhältiger mechanismus, den er weder allein, noch bei einer psychotherapie bewältigen kann. sprich, er hängt solange darin fest - bis hin zu schweren krisen/burnout/herzinfarkt, krebs usw. - bis er sich endlich seiner seele zuwendet und erfährt, wie es ihr damit geht, was sie braucht. das sind keine schön klingenden worte, sondern praktische erfahrungen, die ich immer wieder mit betroffenen durchlaufe.

auf der ebene der gefühle kann er dann sehr schnell, um nicht zu sagen sofort, seine ganze aufmerksamkeit völlig neu ausrichten, sein selbst wahrnehmen und für sich sorgen. dafür braucht er dann kein antrainieren neuer verhaltensweisen; sobald er sich auf sein natürliches fundament gestellt hat, geschieht das abgrenzen einfach von selbst. er ist dann endlich wieder er selbst.

das einzige, was du für ihn tun kannst, ist, ihn zu mir zu schicken. ich weiß, dass das sehr anmaßend klingt - allerdings kenne ich ansonsten niemanden, der auf diese weise jemals helfen konnte.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

welchen Beruf hast Du?

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@Rosenmary

meinen beruf gibt es nicht. so bin ich ein freiberufler der menschen hilft, ihre ängste sofort los zu werden. wenn du unbedingt eine bezeichnung brauchst, dann beschreibt die es am besten: psychosomatiker

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@mpelny

Dh du empfiehlst mir hier, meinen Freund gegen eine wahrscheinlich sehr hohe Bezahlung von dir behandeln zu lassen? Werbung ist hier aber nicht erlaubt. Ich denke auch nicht, dass er dazu bereit wäre.

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Rede einfach nochmal mit ihm. Er muss sich nicht alles aufhalsen lassen nur um "gemocht" zu werden. Seine Leistung, die er bringt, ist bestimmt gut so wie sie ist und nur um jemandem zu gefallen muss er nicht über seine Grenzen hinaus gehen. Das macht ihn am Ende nur kaputt. Die Menschen, die ihn mögen, mögen ihn so wie er ist und nicht weil er immer alle Arbeit oder Forderungen zu 1000% erfüllt.

Versuche ihm zu sagen, dass er seinen eigenen Freundeskreis hat und die Freunde ihn so schätzen wie er ist, er braucht keine "falschen Freunde", die ihn nur dann beachten wenn er "deren Arbeit" erledigt und auch nur dann freundlich zu ihm sind.

Liebe Grüße.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Nur er selbst kann sich helfen und was verändern.

Die Erkenntnis, dass und warum es ihm schlecht geht, ist leider nur ein halber Erfolg.

A b e r, die gute Nachricht: Er kann lernen, "Nein" zu sagen (sich gesund abzugrenzen) und keine Angst vor Ablehnung oder Liebesentzug zu haben.

Ist ja klar, dass er dass im Augenblick nicht kann. Wer keinen Führerschein hat, muss auch Fahrstunden nehmen und fahren kann man erst wirklich, wenn man nicht nur die Theorie kann sondern auch Fahrpraxis!

Er wird nicht von heute auf morgen Nein sagen können.

"Er hat das auch selbst erkannt, kann es aber nicht abstellen, aus Angst dann weniger gemocht zu werden."

Selbsterkenntnis ist schon mal ein guter Anfang.

Er muss lernen, dass er es nie allen recht machen kann.

Er sollte beginnen, sich nicht abhängig von der Anerkennung anderer zu machen.

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