wie kann man eine person mit schlaganfall mut machen?

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3 Antworten

Erzähle ihr die Geschichte meines Nachbarn:

Er bekam mit Ende 50 den ersten - schweren - Schlaganfall. Er war halbseitig gelähmt und konnte nicht mehr sprechen. Der Arzt sagte, es könne wieder einigermaßen werden.....

Nach einem Jahr lief der Mann wieder "wie ein Hase", fuhr wieder Auto und sprach (fast) normal, nur etwas langsamer als sonst.

Nach dem zweiten Schlaganfall haben ihn die Ärzte eigentlich aufgegeben. Da war nicht mehr viel: kein Laufen, kein Sprechen, nicht alleine essen - nix!

Nach einem Jahr lief der Nachbar wieder -zwar nicht wie ein Hase, aber er konnte laufen. Sprechen ging auch wieder - nur eben noch was langsamer als sonst. Autofahrne hat man ihm verboten.

Es liegt sehr viel daran, wie Deine Mutter kämpft, wie sehr sie wieder genesen will.

Die Familie meines Nachbarn war immer da - aber nicht zu aufdringlich, nicht zu hilfsbereit. Was runtergefallen? Na dann.... streng Dich mal an, vielleicht schaffst Du es ja alleine, das aufzuheben.

Mach Deiner Mutter klar, daß Du (Ihr) immer für sie dasein werdet, aber daß sie sich nicht aufgeben darf. Die Augenprobleme werden besser werden - wenn sie es richtig will und dafür auch was tut.

Man darf sich nicht dreinschicken, wenn man erkrankt ist, man muß aufbegehren und man muß wollen.

Alles, alles Gute für Deine Mama!

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Kommentar von iisachen14
30.01.2013, 14:02

Diese geschichte macht mir selber Mut, so wie ich meine Mutter kenne, sie ist eine Kämpfernatur, sie muss sich nur jetzt noch vom Schock erholen :) ich erzähle ihr diese geschichte das ermutigt sie :)danke :)

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Da kannst du nicht viel machen, das ist der Schock, das muss deine Mutter erst mal verarbeiten. Meine Mutter hatte auch sehr früh einen Schlaganfall. Sie hat sich danach sehr verändert. Früher ging sie gern auf Parties, danach wäre sie am Liebsten immer zu Hause geblieben. Auch war sie danach oft sehr kränkend. Das war schon sehr schwierig für uns!

Sie wird eine Reha machen müssen. Ich weiß von meinem Opa und meiner Mutter, dass die Patienten oft den Sinn der Maßnahmen nicht verstehen. Da könntest du dich vorher informieren und es deiner Mutter erklären. Mein Opa hat sich z. B. beschwert, warum er jetzt "Körbchen flechten" muss, dass hätte er früher auch nicht gemacht und müsse damit ja jetzt wohl auch nicht mit anfangen! Dass diese manuelle Tätigkeit bestimmte Hirnbereiche aktiviert, war ihm dabei nicht klar. Unterstütze sie darin, dass sie die Anwendungen so gut wie möglich mit macht. Ich kann für die ReHa aber nur empfehlen, dass sie nicht in der Zeit liegt, wo die Meisten Urlaub haben. Bei meiner mutter fanden viele Anwendungen deswegen gar nicht erst statt!

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Kommentar von iisachen14
30.01.2013, 14:07

Danke :) ich hab mich schon ein wenig informiert :) ich wohne in Luxemburg und da gibts ein gutes reha zentrum, da war auch schon Micheal Ballack :)

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Es gibt doch so viele (auch prominente) Schlaganfallpatienten, die ihren Lebensmut nicht verloren haben und Deine Mutter ist erst 54 und hat (hoffentlich) noch eine Menge Lebenszeit vor sich. Die wichtigsten Funktionen scheinen nicht betroffen zu sein und mit Wille und Motivation lässt sich ihre Situation noch verbessern.

Zeig Verständnis für ihre Gefühlslage - ich denke, dass es normal ist erst einmal in ein Loch zu fallen. Aber ich wünsche Euch, dass Du ihren Kampfgeist weckst und sie merkt, wie schön das Leben immer noch sein kann.

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Kommentar von iisachen14
30.01.2013, 14:04

Stimmt so wie gaby köster :) sie hat es auch geschafft :) meine mutter denkt immer an gaby köster und ich hoffe das stärkt sie :) danke

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