Wie kann man diese Karikatur deuten?

 - (Politik, USA, Analyse)

3 Antworten

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Farrage und Johnson als britisch konservative EU Kritiker werden von Trump umarmt und instrumentalisiert. Johnson musste mit seinen Brexit Verhandlungen aber mehr ausbaden als Farrage. Trump wird wegen der Gewichtigkeit der USA und seiner selbst inszenierten Grandiosität so groß dargestellt.

Also kann man sagen, dass der Karikaturist unter anderem die Machtposition Trumps deutlich machen wollte?

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@Caro3010

Ja, denke schon, es war ja auch bekannt, dass Johnson sich gern hin zu Trump orientiert hat. Außerdem gibt es neueste Mediemeldungen, die berichten, dass Biden Johnson einen, ich zitiere 'körperlichen und emotionalen Klon Trumps' nennt.

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@snowdrop41

Und weißt du vielleicht, wie man das mit den „Special Relationships" deuten soll? Denn ich denke mal, dass der Karikaturist diese hier kritisiert.

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@Caro3010

Ja, laut einigen 'Politico' Artikeln von 2019 wurde die Special Relationship kritisiert und der Karikaturist spielt genau darauf an.

Zitat Politico :

“I think [Trump] sees that when leaders that act and talk like him win, that he’ll see it as a proxy for him,” said Heather Conley, who served in the State Department’s Europe division during the George W. Bush administration.

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@snowdrop41

Okay, danke:) Hätte da noch eine Frage... Weißt du warum auf dem Boden dieses zerrissene Blatt mit der Aufschrift "Boris's Brexit Deal" liegt? Was könnte das bedeuten?

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@Caro3010

Es sieht eher so aus, als ob Trump beiläufig auf die Seite mit dem Brexit Deal tritt, die aus Farrages Hand fiel.

Es ist nur eine Vermutung, aber ich denke, Trump ist US Patriot, der den American Dream verwirklicht hat. Innerhalb der Republikaner gibt es die Boston Tea Party Leute, die wiederum Trump mögen. Man hat damals die Teelieferung aus England als Zeichen der Unabhängigkeit ins Meer geworfen. Da schwang auch der alte Schmerz einiger irischer Migranten mit, die in Schiffen in der 3.Klasse in die USA flohen, da England ihnen nach der Ernte Misere und Hungersnot nicht geholfen hat. Diese Leute haben damit ihre neue Heimat emotional von Old England abgekoppelt. Viele von ihnen sind Republikaner geworden. Aus der Sicht der Konservativen Briten sind Amerikaner Yankees, und das ist nicht so nett gemeint. Diese Konservativen Briten denken aber auch, daß Germany schon wieder versucht, über die EU Kontrolle zu bekommen ('Germany has done it again' Dailymail) und wollen den Brexit. Sind sich (USA und Briten) also immer noch näher verbunden als mit Deutschland. Trump mochte wiederum Merkel nicht, und hat in den 70ern seine deutschen Vorfahren geleugnet. Er sagte, er habe schwedische Vorfahren (Drumf). Er mag auch die NS Zeit nicht.

Also haben die beiden mehr Gemeinsamkeiten und die 'Merkel' EU als Gegenpol. Trump ging es wahrscheinlich mehr um seine Trumpisten-Anhaenger als um den Brexit selbst.

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Nigel Farage hat den Brexit erst eingeleitet sich dann aber später „zurückgezogen“ und als Premierminister musste Johnson die Pläne von Farage die er den Brexitwählern schmackhaft gemacht hatte umsetzen.
Was die Verbindung zwischen Johnson und Trump angeht weiß ich leider nicht weiter. Jedoch wird Johnson oft der britische Trump genannt. Mal angenommen die Größe der Personen spielt eine Rolle, könnten wir annehmen, dass der Brexit klein ist im Vergleich zu dem was Trump umsetzen möchte. Mir fallen beispielsweise der NATO Austritt, WHO Austritt, WTO Austritt, der Austritt (beziehungsweise das einseitige „kündigen“) des INF Vertrags ein und eine Neuverhandlung des NAFTA Abkommens.

Farage, Johnson und Trump haben einiges gemeinsam: Sie sind für Deregulation, Steuersenkungen und glaubten einen besseren Deal raushandeln zu können. Vor allem Trump der sich als „best dealmaker“ bezeichnet.

Wir könnten also annehmen, dass alle 3 ihren Wählern/ihrem Volk das goldene vom Ei versprechen es aber jedoch nicht ansatzweise erreichen.

Wenn man die Brexit Versprechungen ansieht und diese mit der Realität vergleicht fällt auf, dass sie (die Briten) das Gefühl hatten, dass alles von Brüssel aus gesteuert wird und sie kein Mitspracherecht hatten und dass die EU überreguliert und viel zu bürokratisch ist.

Nun haben die Briten den Austritt geschafft müssen aber viele Abkommen und Verträge nach verhandeln. Dazu zählen Abkommen/Verträge zwischen der EU und GB wie auch Verträge zwischen EU und nicht EU-Staaten.

Vielleicht hilft dir das etwas bei der Interpretation weiter (ich könnte mich auch irren und da viel zu viel reininterpretieren).

Woher ich das weiß:Recherche

Sieht so aus, als wenn sich Farage freut, während Johnson es ausbaden muss. Aber macht eh wenig Sinn, weil Biden jetzt Präsident ist.

Die Karikatur stammt aus 2019. Da war Trump noch Präsident :D

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@Caro3010

Warum beschäftigst du dich dann damit? Schule? Also ich finde, dass die Briten aktuell sehr gut dastehen.

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@Boehnchen1999

Durch die Schule. Wir befassen uns momentan mit dem Thema Brexit

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