Wie kann man die Geburtsrate in Deutschland erhöhen?

26 Antworten

Es gibt viele Erwachsene, die keine Kinder wollen, weil die Kinder denen Geld und Nerven kosten.

Hast du Zahlen für diese Aussage? Oder Quellen?

Ich denke da eher an was anderes. Früher war die klassische Familie so: Vater geht arbeiten, die Mutter ist Hausfrau und kümmert sich um die Kinder. Je nach Familie waren das dann schon mal 3-4 Kinder. Als Vergleich, meine Großmutter hatte 7 Kinder. Meine Schwiegermutter hatte 5 Geschwister.

Aber in der heutigen Zeit können sich viele Familien so was nicht mehr leisten. Da müssen beide Partner arbeiten. Da ist es schon schwierig genug, sich um 1 Kind zu kümmern.

Außerdem kenne ich aktuelle Fälle, bei denen Eltern bereits bei der Geburt des Kindes einen Kindergartenplatz beantragen müssen, weil es nicht so viel gibt. (kein Wunder - man muß sich mal folgendes angucken: Während der Ausbildung zum Erzieher bekommt man KEIN Geld, im Gegensatz zu vielen anderen Ausbildungen). Und die Kindergartenplätze kosten ganz schön viel Geld.

Und auch sonst ist die Unterstützung für (werdende) Eltern nicht die beste. Als Beispiel künstliche Befruchtung. Die kostet schon einiges, aber die Krankenkassen zahlen nur einen Teil. Oder Auslandsadoptionen. (zwar keine Geburt in D, aber trotzdem wird es später mal ein Steuerzahler). Da kommen schnell mal Kosten zusammen von 20.000-30.000€. Viele europäische Länder unterstützen Paare, die so etwas machen wollen, mit bis zu 50%. In Deutschland dagegen gibt es 0%. Es gibt durchaus Paare, die ein Kind adoptieren wollten, aber es sich nicht leisten können.

"Hast du Zahlen für diese Aussage? Oder Quellen?"

braucht man nicht, dafür reicht gesunder Menschenverstand, um zu begreifen, dass es viele Menschen gibt, die keine Kinder wollen.

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Dann kommt die Frage dazu, welche Maßnahmen führen zu Kindern in den Familien aus denen man Kinder möchte.

Die Einfache Lösung, "Erhöhung des Kindergeldes auf 500,- Euro" (finanzierbarkeit mal außer Acht gelassen), könnte Menschen, die sich bisher mit einfachen Jobs durchschlagen müssen, weil die Ausbildung schlecht ist, dazu veranlassen zu sagen, "OK, Ehefrau bleibt daheim, 3-5 Kinder bringen mehr, als würde sie als Putzfrau, oder Packerin arbeiten."

Nichts gegen bildungsferne Haushalte, das sind bestimmt auch fast alle ehrliche und freundliche Leute, aber trotzdem ist die Quote der jungen Leute aus diesen Familien mit guter Ausbildung, oder gar Studium, leider gering.

Was wir brauchen für unsere Wirtschaft, auch damit der technologische Vorsprung gehalten werden kann und genug Erträge erarbeitet werden, um die Sozialabgaben zu erwirtschaften, sind Leute mit guter Ausbildung.

Die kommen aber zum großen Teil aus den Familien wo bereits die Eeltern eine gute Bildung und Ausbildung haben. Aber genau die sind eben auch die, die weniger an Kindern interessiert sind.

Eine Anwältin, Steuerberaterin, Ärztin, Optikerin, technische Zeichnerin usw. ist mit mehr Kindergeld kaum zu bewegen, auf die Karriere zu verzichten.

Da sind es eher die Rahmenbedingungen. Wie kann man nach ein paar Jahren Kindererziehungszeit zurück in den Beruf? Gibt es gute Betreuungsmöglichkeiten?

Der Staat könnte mehr finanziellen Anreiz schaffen, z.B. das Kindergeld und das Elterngeld erhöhen, die Wiedereinstiegsmöglichkeiten in den Beruf verbessern, Hilfen bei der Erziehung verbessern und erweitern, zur guten Erziehung und Bildung beitragen, die Eltern mit Ganztagesschulen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung entlasten...

Die Schulen wollen so viel Verantwortung wie möglich den Eltern auflasten, was aber manche Eltern total überfordert, wenn sie den ganzen Tag arbeiten müssen. Vo rallem, wie sollen ausländische Eltern die Hausaufgabenbetreuung ihrer Kinder übernehmen, wenn sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind und eine andere Schulbildung haben???

Viele Eltern wollen aber längere Zeit zu Hause bleiben und die Kinderkindererziehung im Kleinkindalter selbst übernehmen, was ich für sehr sinnvoll halte, weil nur so eine gute Mutter/Vater-Kind-Beziehung aufgebaut werden kann.

Es sollte mehrere Möglichkeiten geben, die Eltern individuell zu entlasten und zu unterstützen.

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