Wie kann man die Finnen (Larven des Fuchsbandwurms) im menschl. Körper abtöten?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wird eine Fuchsbandwurm-Infektion rechtzeitig erkannt, kann der Chirurg das Finnengewebe operativ entfernen. Dies ist aber nur bei etwa 20 bis 30% der Patienten möglich.

Nach der Operation sollte der Patient 2 Jahre lang die Chemotherapeutika Albendazol oder Mebendazol einnehmen um zu verhindern dass eventuell verbliebene Reste des Finnengewebes weiterwachsen.

Meist wird eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm allerdings erst dann erkannt, wenn das Finnengewebe schon so groß ist, dass der Chirurg es nicht mehr entfernen kann.

Der Patient wird dann über einen längeren Zeitraum mit Albendazol oder Mebendazol behandelt. Diese Medikamente können das Wachstum des Finnengewebes hemmen, dieses jedoch meist nicht abtöten. Daher ist eine Dauerbehandlung über viele Jahre oder gar lebenslang notwendig

https://www.internisten-im-netz.de/de_fuchsbandwurm-behandlung_1429.html

Ebenso hier:

http://www.nimrods.de/Fuchsbandwurm.pdf

Die frühzeitige chirurgische Entfernung des Parasiten ist das Mittel der Wahl.

Nach einem "kurativen" Eingriff ist zusätzlich eine "adjuvante" Chemotherapie mit Benzimidazolderivaten für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren einzuhalten.

Bei fortgeschrittenem Befall ist eine operative Entfernung schwierig.
In diesen Fällen ist eine langfristige Chemotherapie mit  Mebendazol oder Albendazol erforderlich.

Und auch da:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/waldschulen/download/fuchsbandwurm_tollwut.pdf



Therapie: Im frühen Stadium können die Larven ev. noch operativ entfernt werden. Später ist das nicht mehr möglich. Nach der Operation wie auch in inoperablen Fällen erfolgt eine Dauertherapie mit Medikamenten, die den Parasiten aber lediglich hemmen, nicht abtöten können.



Merci für's Sternderl : )

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Derzeit gibt es noch kein Medikament, welches die Finnen des Kleinen Fuchsbandwurms zuverlässig abtötet, ohne dem betroffenen Menschen massiv zu schaden. Sie können lediglich am weiteren Wachstum gestoppt werden, was aber eine lebenslange Medikamentation bedeutet. Die chirurgische Entfernung ist nur im Anfangsstadium sicher möglich, wenn nur kleine Gewebeteile befallen sind. 

Immerhin ist die Medizin heute schon soweit, dass nicht jede Erkrankung an der Echinokokkose zum baldigen Tod führt. 

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