Wie kann man die CHRISTLICHEN GRUNDHALTUNGEN wie z.B. Liebe, Treue.. definieren,?

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3 Antworten

Grüß Dich Kaffee22!

Du bringst mit Deiner Frage erhebliches durcheinander.

Liebe und Treue sind zwar Haltungen, aber sie haben mit dem Christentum rein gar nichts zu tun.

Liebe ist ein Gefühl zwischen zwei Menschen oder kann auch die generelle Zuneigung zum Leben sein.

Treue heißt zwar zu jemandem anderen zu stehen, aber eben nicht bedingungslos und schon gar nicht als göttliche Forderung. Das wäre sonst Kadavergehorsam oder religiöser Wahn.

Die Scheidungsrate beweist es. Treue sollte nur vorübergehend sein, solange man mit dem anderen einverstanden ist. Dafür muss der Kopf eingeschaltet bleiben.


Wie der Mensch sich zum Menschen verhalten soll, das wussten schon längst die berühmten Philosophen der griechischen Antike. Glaube ja nicht, das Mitmenschlichkeit eine Erfindung des Christentums ist. So wie es heute daherkommt, ist es ein weichgespültes (Säkularisation - Aufklärung) Christentum, das allerdings, mangels ethischer Masse, die viel älteren humanistischen Werte als christlich umdeklariert hat, quasi dort ihre Anleihe gemacht und vergesellschaftet hat.

Im nicht weichgespülten Christentum (Fundamentalismus) herrscht die Angst vor der Strafe Gottes vor, die durch menschliche Regeln erschaffen wurden und die sie bei drastischen Strafen nicht brechen durften. Die wenigsten haben sich aber an Nächstenliebe gehalten.

Als göttliche Forderung war es eine Überforderung des Menschen und unerfüllbar.


Für die Mächtigen war es eine notwendige Maßnahme, aus gottgefälligen Wegen auszuscheren, damit ihre Macht erhalten blieb. Solch ein Verhalten hat mit Gott nichts zu tun sondern ist dem Menschen wesensgemäß, egal ob man das mag oder nicht.

Doch der Mensch ist auch anders und das hat ebenso mit Gott nichts zu tun. Oft war nämlich der heimliche oder in damals gebildeten Kreisen manchmal auch öffentliche Bruch von religiösen Regeln und Erwartungen mit mehr Menschlichkeit verbunden (Heilkundige Frauen z.B.) Gerade Frauen hatten darunter sehr zu leiden. Sie wurden als Hexen verbrannt oder anderweitig verfolgt oder zu Tode gebracht. Und selbst Mönche und andere hatten es schwer: z.B. Giordano Bruno, Meister Eckard, Martin Luther und der Schuster, Theosoph und Mystiker Jakob Böhme,  und andere.

Und jetzt wirst Du Deine Frage vielleicht in einem anderen Licht sehen, nehme ich an!

Herzlichen Gruß
Rüdiger

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Wohlwollen gegenüber allen Menschen, Ehrfurcht gegenüber Gott, Selbstbeherrschung in bezug auf das eigene Ich.

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gar nicht,

denn was du anführst sind christliche grundhaltungen!

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