Wie kann man die Ausbildung zu Pferdeberufen nach machen, wenn man schon eine Lehre als Bürokauffrau gemacht hat?

In welchem Land eigentlich..?

11 Antworten

Nach der Grundschule ist man 10 Jahre alt. Höchstens 11. Da lernt man noch gar keinen Beruf. Vielleicht mit der Ausnahme von wenigen Musikwunderkindern.

Klar, kannst du nach der Berufsausbildung auch einen reiterlichen Beruf lernen. Allerdings wirst du kaum einen vernünftigen Ausbildungsplatz als Reiterin bekommen,wenn du nicht schon eine gute Reitfähigkeit mitbringst. Kein Ausbildungsleiter hat Zeit, einer Anfängerin erst noch das Reiten beizubringen. L oder wenigstens ein sehr gutes A-Niveau sollte man schon ungefähr haben.

Meine RL hat nach dem Abi erst mal die Ausbildung als Humanphysiotherapeutin gemacht und auch in dem Beruf gearbeitet. Erst ganztags und in der Freizeit geritten und beritten, dann später halbtags. Sie hat nie eine Lehre gemacht, sondern den Trainer auf dem Amateurweg beschritten. Mit 16 hatte sie das Silberne Reitabzeichen, mit 20 dann Trainer C, mit 24 war sie Trainer B und mit 30 etwa Trainer A.

Sie arbeitet auch jetzt noch stundenweise als Physiotherapeutin. Ganz einfach, weil sie dadurch viel weniger für Krankenkasse aufbringen muss.

Also, wenn du anstrebst, Bereiterin zu werden, musst du erst mal dich selbst fragen: habe ich das zeug dazu? Wenn ja, dann solltest du besser die Amateurschiene einschlagen. Du hast nicht weniger zu tun - wenn du gut bist - bist aber dadurch, dass du einen "anständigen" Beruf erlernt hast, viel abgesicherter.

Zur Zeit z.B. bereitet sie viele Pferde, meist hochklassige Pferde, die später auf Turnieren vorgestellt werden sollen, aber sie hat auch ihre Physiotherapie stundenweise ausgeweitet, damit die finanzielle Einbuße durch Corona nicht zu groß wird.

aber eines muss dir klar sein: Pferdewirt ist ein sehr arbeitsintensiver Beruf. 

LOL...meine RL ist nicht umsonst ein Workoholic. 7 Tage die Woche, 12 Stunden. Und wenn sie Urlaub hat, fährt sie nicht an den Strand, sondern zu großen Lehrmeistern, um bei denen zu reiten.

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Version 1

Du setzt Dich hin und schreibst Bewerbungen. Ein Ausbildungsbetrieb stellt Dich ein als Auszubildenden zum Pferdewirt Fachrichtung :

  • Klassische Reitausbildung (Mindestniveau nach der Ausbildung L Dressur und Springen im Stil, Ausbildungsbefähigung) Bereiter
  • Pferdehaltung und Service (Reiten, Bodenarbeit, Betriebsführung,Kundenberatung)
  • Pferdezucht (Alles um die Zucht, eher wenig reiten)
  • Spezialreitweisen(Wie der Name es schon sagt)
  • Pferderennen

Version 2 Externenprüfung

Nach § 45, Absatz 2 des Berufsbildungsgesetzes (Zulassung zur Abschlussprüfung in besonderen Fällen) können auch Bewerber zur Abschlussprüfung zugelassen werden, die nachweisen, dass sie mindestens das 1,5-fache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, im Beruf des Pferdewirts tätig gewesen sind. In der Regel 4,5 Jahre, die der Bewerber/die Bewerberin bei der Abschlussprüfung als Praxiszeit nachweisen muss.

Ich bezweifle jedoch stark, ein wirkliches Interesse an diesen Beruf. Im vergleich, ist der Beruf der Bürokauffrau eine echten Zuckerschlecken, fast wie Urlaub! Da beginnt der ernst des Lebens.

Mein Tag beginnt um 3:30 Uhr geht der Wecker und endet im Regelfall im Winter gegen 21:30 Uhr oder im Sommer gegen 23 Uhr. SA Sonntag ähnlich

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ausbildung Pferdewirt, ganzheitlicher Pferdetherapeut
Von Dahika und bestätigt

Prinzipiell kann man das in jedem Alter machen, die Frage ist nur, wer nimmt dich und auch fühlst du dich wohl unter den anderen Azubis mit 17, 18, J. Kann dannn in dem Alter schon etwas komisch sein, auch in der Berufsschule.

Es gibt verschiedene Schwerpunkte bei der Ausbildung zum Pferdewirt, wenn du Schwerpunkt Reiten nimmst brauchst du diverse Abzeichen, solltest auf Minimum A, besser L-Niveau reiten und gut ist, wenn du schon Turniererfahrung/-erfolge etc. vorweisen kannst. Sonst wird es schon schwierig.

Den Meister macht man sinnvollerweise natürlich erst, wenn da schon eine gewisse Basis vorhanden ist bzw. man vorher Pferdewirt gelernt hat. Der kostet auch richtig Geld und wenn man keine Lust hat, das in den Sand zu setzen dann braucht es dafür schon gute Grundlagen.

Jeder wie er möchte und ich würde dir wünschen, dass du deinen Platz im Leben und in einem erfüllenden Beruf findest - aber eines muss dir klar sein: Pferdewirt ist ein sehr arbeitsintensiver Beruf. Morgens früh 5 raus, 6 oft genug 7 Tage die Woche ist normal. Auch wenn man die ganze Nacht bei der trächtigen Stute oder dem Koliker verbracht hat. Oder Feiern war. Oder beim Freund. Es herrscht Disziplin und ein oft rauher Ton, in erster Linie zielt ein Pferdebetrieb wie jedes andere Unternehmen darauf ab, Geld zu erwirtschaften. Das ist weder romantisch noch reiten alle den ganzen Tag erfolgreich Turniere, sondern im Gegenteil so manches mal mit dem Tierwohl nicht wirklich vereinbar. Das muss man alles abkönnen. Es heißt klotzen, nicht kleckern und es wird keine Rücksicht auf irgendwelche persönlichen Befindlichkeiten gelegt - auch nicht auf deinen psychischen Zustand.

Deine Hauptaufgaben bestehen gerade zu Anfang aus Misten, Füttern, Pferde putzen, Pferde raus und rein bringen, Equipment säubern und pflegen, Anlage in Schuss halten, etc. Auch, wenn du nachher auf's Pferd kommst, ist das trotzdem alles zu erledigen. Wird also nicht grad weniger.

Anhand deiner bisherigen Fragen muss ich leider sagen, ich denke nicht, dass du für diesen Beruf geeignet bist. Dafür ist bei dir zuviel mimimi.

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

Genau das, danke!

Den letzten Absatz kann ich nur doppelt und dreifach unterschreiben!

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ach du lieber Himmel. Ich muss doch genauer hingucken, wer die Frage stellt.
Nein. Lochnet ist völlig ungeeignet. Außerdem kann sie viel zu wenig Reiten, um eine Lehrstelle zu bekommen. Und 1900 Euro netto verdient sie nur,, wenn sie außerordentlich gut ist. Also sehr gute und sehr teure Pferde sehr erfolgreich auf Turnieren vorstellt und dann an den Verkäufen mitkassiert.

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Du kannst - egal in welchem Beruf und fast egal in welchem Alter - noch eine Ausbildung nach einer anderen Ausbildung machen - wenn du dir das finanziell leisten kannst und einen Ausbildungsplatz findest.

Im Bereich Pferdeberufe gibts neben den erwähnten Ausbildungsberufen ja noch andere Berufe Hufpfleger etc. die man an irgendwelchen "Akademien" machen kann. Häufig müssen diese Ausbildungen aber bezahlt werden, anstatt dass man eine Vergütung bekommt. Meistens arbeitet man danach auf selbstständiger Basis, sodass kaufmännische Grundkenntnisse nicht verkehrt sind.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das kann man machen. Für dich käme allerdings eine „Bereiterlehre“ also „Fachrichtung klassische Reitausbildung“, nicht wirklich infrage. Eventuell könntest du aber eine 3 -jährige Ausbildung zum „Pferdewirt Fachrichtung Service und Haltung“ absolvieren. Aber auch da mußt du dich sehr am Riemen reißen, denn dein eigener Kopf ist da keineswegs gefragt, sondern absolute Unterordnung unter die Wünsche deines Ausbilders und seiner Kunden.

ich glaube, als Pferdewirt für Zucht und Haltung arbeitet die FS zwar mehr, verdient aber weniger als in ihrem jetzigen Beruf. Es ist jedenfalls oft ratsamer, das Reiten, den Umgang mit Pferden als Freizeitspaß beizubehalten und nicht als Beruf zu machen.

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@Dahika

Das ist aber nicht ihre Frage. Sie fragte weder nach Spaß, noch nach Verdienst, sondern lediglich nach der MÖGLICHKEIT.

Mit „Zucht und Haltung“ wärst du übrigens mindestens ein Jahrzehnt zu spät dran, und von Zucht habe ich auch bewußt nichts geschrieben! „Wer lesen kann ist klar im Vorteil“😉

Die möglichen Fachrichtungen sind heute etwas anders gelagert als „zu unserer Zeit“.

Aber Hauptsache, nen Kommentar abgegeben....🙄

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@Punkgirl512

das weiß ich jetzt auch. Ich hatte nicht daran gedacht, mal zu gucken, wer die Frage stellte. Dann tat ich es ... oh jeeeee.

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@Urlewas

Aber Hauptsache, nen Kommentar abgegeben..

Was soll das. Kommetare abgeben, kannst du mindestens so gut wie ich.

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