Wie kann man der Person helfen?

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18 Antworten

Wenn sie das noch 2 - 3 Jahre weiter macht - wird sie vielleicht nicht mehr unter uns weilen. Tabletten und Alkohol - Leber- und Nierenversagen sind da höchstwahrscheinlich da.........die Ärzte, die ihr dieses ganze Zeugs verschreiben, sind Idioten. Vielleicht gibt sie sich auch irgendwann selbst eine Überdosis.....keine Ahnung. Aber eine Entzugsanstalt müsste da mindestens her und dann vielleicht mal ein anständiger guter Gesprächstherapeut und Menschen, die sich um ihr Seelenheil kümmern und für sie da sind.

Hier geht es eigentlich nicht mehr darum, wer sie in diese Situation gebracht hat und Fragen nach der Verantwortlichkeit zu klären. Denn man darf eines nicht vergessen, erstens hat der Arzt keinerlei Vorteil davon, wenn er ihr dies verschreibt und zweitens, dass Abhängige, großartige Schauspieler und Märchenerzähler sind, so dass er im Glauben ist, ihr tatsächlich zu helfen. Außerdem darf man weiterhin nicht vergessen, dass es immer noch ein leichtes ist, mehrere Ärzte auf einmal zu konsultieren, die dann abgeklappert werden. Ich gehe jede Wete ein, dass sie das auch so macht, bei diesem Arsenal. Doch nun zu dem Wichtigsten! Sie weiß scheinbar gar nicht, in welcher Gefahr sie sich befindet. Denn Schlaftabletten und Alkohol für sich, sind schon eine ganz übele Kombination. Denn so bald der Spiegel zu sinken beginnt, kann sie schon mit einer fast 100%igen Sicherheit davon ausgehen, dass sie einen Krampfanfall bekommt. Man kann wirklich sagen, dass das schon zusammen gehört und so sicher wie das Amen in der Kirche ist. Wenn dann noch Beruhigungsmittel dazu kommen, gibt es überhaupt kein Vertun mehr, was bei einem Entzug passiert. Wenn ihr mal die Medikamente ausgehen und sie dann meint, "für über die Nacht wird´s schon reichen und morgenfrüh gehe ich gleich zum Arzt und hole mir wieder was", kann es dann schon geschehen, dass ihr Körper es so weit abbaut, dass sie unter ihre kritische Grenze gerät. Bei einem Krampfanfall kann man sich ein Stück Zunge abbeißen und anschließend an seinem Blut ersticken. Das Gleiche, wenn sie dabei erbrechen sollte. Oder in Rückenlage ist es so gar möglich, dass sie an ihrer eigenen Zunge erstickt, wenn sie in den Rachen zurückfällt. Alles in Bewusstlosigkeit wohlgemerkt und ist alles schon dagewesen. Dann darf man nicht vergessen, dass bei einem Krampfanfall, viele Millionen Gehirnzellen zerstört werden und man auf dem besten Wege ist, in´s Delirium zu fallen. Davon überlebt man ein zweites Delir in der Regel nicht. Dann gäbe es noch die Möglichkeit, eines Korsakowschen Syndroms, wenn das Übermaß an Gift und Anfällen, das Kurzzeitgedächtnis zerstört haben. Man würde sich ausser Haus nicht mehr zurecht und auch nicht mehr zurück finden. Man weiß die Jahreszeit nicht mehr, noch was man vor 5 Minuten gegessen hat. Mit anderen Worten, man ist zum Pflegefall geworden. Das Dumme ist, dass die Betroffenen immer vom Jetztzustand ausgehen und darum fast immer alle Warnungen in den Wind schlagen. Nur, andererseits ist sie bereits so weit geschädigt, dass man kaum noch sagen kann, wenn es ihr dreckig geht, wird sie sich wohl helfen lassen. Eigentlich bin ich ja gegen jede Art von Gewaltmaßnahmen, da es nur Trotzreaktionen auslöst. Jedoch, wenn es wie in diesem beschrieben Fall, bereits in Richtung Lebensgefahr geht, würde ich keine andere Möglichkeit mehr sehen, wenn sich die Betroffene uneinsichtig zeigt. Oft ist es weniger die Angst vor dem Entzug, sondern mehr die Angst davor, monatelang in fremder Umgebung und mit fremden Leuten verbringen zu müssen. Und da hätte ich etwas für Dich, dass Du Deiner Freundin empfehlen könntest. Es liegt bei Andernach und heißt "Bad Tönnisstein". Ein ehemaliges großes Kurhotel, ist dort umfunktioniert worden. Doch sind Sauna, Solarium und ein großes Schwimmbad weiterhin nutzbar. Die Therapeuten waren allesamt ehemals Abhängige gewesen. Jeden Tag gab es Gruppengespräche und jeden Abend Vorträge und Filme. Es war wie auf einem Seminar, wo man über alles was mit Sucht zu tun hat, aufgeklärt wurde. Und eben weil dies alles so kompakt vermittelt wurde, war der Mindestaufenthalt nur 6 Wochen, konnte aber auf Wunsch verlängert werden. Mit so etwas kann sich ein Betroffener schon eher anfreunden, zu mal ein neues und wieder normales Leben, in Sichtweise geraten. Leider war das bei mir nun schon sehr lange her und so weiß ich nicht, ob es das auch heute noch so, in dieser Form gibt. Vielleicht nimmt man aber auch heute nur noch Alkoholiker? Aber auch dann gibt es bestimmt noch viele Andere, mit dem selben Konzept, was leicht bei jeder örtlichen Drogenberatungsstelle zu erfahren ist. Vielleicht druckst Du Dir dies einmal aus, so wie auch Andere sehr gute Schilderungen hier, was das Organische betraf z.B. und gibst ihr das dann einmal zu lesen. Wenn sie erkennen sollte, in welcher Gefahr sie schwebt, erklärt sie sich ja dann auch bereit, eventuell mit Dir zusammen mal zu einer Beratungstelle zu gehen. Das was ich hier schilderte, habe ich selbst alles mitangesehen, da man mich zu Anfang, durch Ärzte,- u. Behördenwillkür falsch behandelte und mir gleich zweimal in Folge, eine Zwangseinweisung verpasste, von je einem halben Jahr, doch wegen guter Führung, mit je viereinhalbmonaten wieder herauskam. Als man es ein drittes Mal versuchte, wurde zum Glück das Gesundheitsamt darauf aufmerksam, holte mich aus der Klappsmühle heraus und kam dann in dieses beschriebene "Kurhotel". Danach bekam ich langsam mein Leben wieder in den Griff. Doch in der Anstalt sah ich, was mit diesen Härtefällen geschah, so wie geschildert, vom Delierium in das einer fiel und über Stunden tobte und man ihn morgens mit dem Zinnsarg raustrug. Bis hin zum Korsakowsyndrom, der sein Zimmer nie fand und natürlich auch nicht wusste wo er war. Sorry, wenn es etwas lang geworden ist. Aber vieleicht führt es ja zur Einsicht und zum Erfolg?! Dann hatte es ja einen Sinn gehabt, dass ich mit meinem Ein-Finger-Suchsystem, hier stundenlang dran saß. ;-)

hallo Abaton111 !! deine antwort verdient 3 sterne *** sehr gut beschrieben und vor allem deine offenheit alle achtung !! (ich bin selber suchtkrank) daher weis ich dass nur durch offenen umgang mit der sucht habe ich sie unter kontrolle und erreiche eine zufridene abstinenz - ich finde deine antwort nicht zu lang im gegenteil könnte noch mehr darüber lesen - nochmals danke und alles gute gruß wall48

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@walle48

Ein großes Dankeschön für Deine lobenden Worte. Das geht ja wie Öl runter. lol. ;-) Du hast Recht, erst wenn man sich sagt, es ist nun mal leider zu einem Teil meines Lebens geworden und für mein Leben brauche ich mich nicht zu schämen, lebt es sich wieder unbeschwerter. Wenn Andere damit ein Problem haben, dann ist das ihre Sache und nicht die Meine. Ich gehe zwar nicht damit hausieren, oder trage es groß zur Show, doch wenn es angebracht ist, habe ich kein Problem damit, frei darüber zu sprechen. Es ist vielleicht auch noch etwas Vergangenheitsbewältigung dabei. ;-) Deine Freundschaftsanfrage habe ich sehr gerne angenommen!

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Danke für den Kommentar! Ich werde es veranlassen das Sie dieser Tage eine Einweisung bekommt!

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@snoopy154

Habe ich gerne gegeben, denn wenn ich mit meinen nicht so guten Erlebnissen helfen kann, dann hat das im Nachhinein doch noch alles einen Sinn bekommen. Aber meinst Du nicht, dass sie ihre Situation mit anderen Augen sieht, wenn Du ihr die Realität vor Augen hälst und Du ihr Deine Hilfe anbietest? Etwas unfair würde ich es finden, wenn Du das mit der Einweisung nur deshalb in Betracht ziehst, weil sie eigentlich eine Fremde für Dich ist und Du keinen Kontakt mit ihr wünscht. Denn eine Zwangseinweisung erschüttert jeden Menschen tief bis in´s Innere. Man kommt sich auf´s übelste verraten und hintergangen vor und mancher denkt an Suizit, weil nicht ein Mensch zu ihm gestanden hat, als es ihm dreckig ging. Darum sollte so etwas, einem Menschen die Freiheit zu nehmen, tatsächlich nur als die aller, allerletzte Option gesehen werden. Denn damit ist wohl die Gefahr im Moment gebannt, aber nicht auf Dauer. Darum möchte ich Dir wirklich nahelegen, dass Du erst alles in Deiner Macht mögliche versuchst, sie durch Aufklärung zu überzeugen. Wenn Du selbst keinen direkten Draht zu ihr hast, dann sprich mit dem, der ihr am nächsten steht und drücke ihm die Kopien in die Hand, dass er versteht, wie ernst es ist. Doch sie muss das auch erkenen und sich helfen lassen wollen. Dies wäre der richtige Weg, damit sie spürt, dass es Menschen gibt, die sich um sie Sorgen und nicht wie Abfall los werden wollen.

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es kann nur dann funktionieren, wenn die person selbst erkennt, dass sie hilfe braucht. sie sollte einen psychiater aufsuchen der eine medikamentöse erstversorgung veranlassen kann, egal ob depressiv oder süchtig. die einnahme der medis wird streng überwacht. gleichzeitig ist es allerdings wichtig, bei einer gesprächstherapie herauszufinden, was der auslöser für die depressionen war und die "verursacher" aufzuarbeiten. das geht allerdings nicht von heute auf morgen. das braucht zeit und sehr viel verständnis vom umfeld. versuche sie zu überzeugen, dass sie sich an einen arzt wendet und stehe zu ihr. am meisten hilft ihr verständnis und einfach anwesenheit einer vertrauten person und viel ruhe. alleine findet hier kaum jemand heraus, jedoch sind depressionen heute sehr gut behandelbar und nach etwa 3 wochen, wenn die medikamente wirken, ist man meistens auch bereit die probleme aufzuarbeiten. im akutzustand kann man vermutlich nur zu einem Psychiater bzw. in eine psychiatrische ambulanz im krankenhaus gehen.

Versuch ihr anzubieten Hilfe dafür zu suchen. Klar wird sie bestimmt sagen, dass sie keine braucht. Aber man müsste sie wirklich versuchen zu überzeugen. Falls sie kinder hat versuch sie damit irgendwie einzufangen, sag ihr das sie an die Kinder denken muss. Oder irgendwas was ihr wichtig ist, damit sie es ein sieht

Die Person muß sich selber helfen. Sie weiß, das sie Depressionen hat, daher sollte sie zu einem Psychotherapeuten gehen. Dort kann man ihr helfen. Sie kann sich auch freiwillig einweisen lassen. Dies hätte den Vorteil, das sie jederzeit wieder gehen kann. Wenn sie wegen eines Suizidversuches eingewiesen wird, hat sie diesen Genuß leider nicht mehr. Bin selber auch gerade bei einer Psychotherapeutin und es kann schon helfen. Hab morgen früh wieder einen Termin

ihr ist ihrer Meinung nach zwar im ersten Moment geholfen .. aber das ist bestimmt keine Dauerlösung ... sie muss dringend zu einem Psychologen ... Psychiater ... etc. Die Wartezeit ist da sehr lang, deswegen würde ich vorschlagen, so schnell wie möglich einen Termin beim Neurologen zu holen ... damit der erstmal hilft ... und vielleicht auch gute Kontakte zu den anderen hat .... viel Erfolg ...

mit ihr reden und versuchen sie zu überzeugen, drogenkonsum zu überdenken.

wenn sie das nicht einsieht. bzw. sich nicht helfen lassen will, kannst du (und auch sonst leider niemand) ihr nicht helfen. sie muss das schon selbst wollen.

Depression kommt meiner Meinung daher, daß man mit dem Leben nicht mehr zurecht kommt. Hilfe könntest du geben, indem du die Bekannte zurück ins Lebens hilfst.

Benzos und Alkohol. Und das in den Mengen. Das ist herb. Ich meine, Dir sollte ja wohl klar sein, daß die Depressionen gerade von der Selbstmedikation deiner Bekannten ausgelöst werden. Da hilft eigentlich nur noch ärztlich kontrollierter, stationärer Entzug.

Ich hatte auf Entgiftung einen Zimmerkollegen der war schon in der 6. Woche Benzoentzug (siehe Bild).

Benzodiazepinentgiftung - (Depression, Sucht, Tabletten)

Solange sie selbst der Meinung ist, dass sie so ihre Depressionen im Griff hat, kann ihr keiner helfen. Und bei dem Konsum wird auch kein Rankommen an sie sein.

Schön, dass DuDich kümmerst! Aber woher bekommt sie die Rezepte? Gut, den Jägermeister kann sie kaufen, aber alles andere ist verschreibungspflichtig. Insofern ist der Arzt erster Ansprechpartner!

Es wird hier Zeit zu klären, woher das ganze Zeug bezieht. Und dem Arzt der es verschreibt, sollte man sein Zulassung entziehen.

Wer zum Henker verschreibt ihr das ganze Zeug? Da sollte der Arzt mal in die Verantwortung genommen werden.

sie zu einer Therapie zu überzeugen. Das ist auf längere Sicht die beste Lösung.

ab in die Entzugsklinik mit ihr. Gleichzeitige psychologische Betreuung dringend empfohlen. Oo

Mal im Ernst, da wärst nicht nur Du breit. Wenn sie Valium nimmt, warum vorher eine Schlaftablette? Und welche Schlaftabletten nimmt sie? Welche Beruhigungstabletten? Hatte sie sonst Drogenprobleme? Und nein, Depressionen bekämpft man damit nicht! Ihr helfen? Wie bei allen Suchtkrankheiten: Ruf einen Krankenwagen, wenn sie kollabiert. Mehr geht nicht. Wenn sie was ändern will, tut sie es, retten kannst Du niemanden. Wenn sie sich selbst gefährdet, lass sie einweisen.

Da bringt wahrscheinlich nur noch professionelle Hilfe was. Hört sich schon verdammt krass an

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