Wie kann man den Stalinismus charakterisieren?

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6 Antworten

hi Stardust00 - hab da  n Geschichtsreferat gehalten; hab so gegliedert:

1. Ideologisch: Stalin gegen Trotzki, also entweder permanente Revolution global (Trotzki, Bucharin) oder Aufbau des Sozialismus in einem Land (Stalin)

2. Diktatur des Proletariats wird von Stalin umgebaut zur Parteidiktatur, Befehle von oben nach unten ('demokratischer Zentralismus')

3. kein Rechtssystem mehr, Terror gegen bestimmte soziale Schichten (auf dem Land, Grossbauern, Einzelbauern), Zwangskollektivierung der Landwirtschaft. Ausbau der Geheimpolizei, rundum Beobachtung und Verfolgung (Liquidierung) wirklicher oder angeblicher Abweichler und Kollaborateure. Sogar Walter Ulbricht im Exil in Moskau war verdächtigt. Klima politischer Paranoia.

4. Personenkult. Atheistische Propaganda und Kirchenkampf (was gegen die Lehren von Marx, Engels und Lenin war). Versuche, die orthodoxe Kirche restlos zu liquidieren, und nach 1941 Versuche, die russisch-orthodoxe Kirche wieder aufzuwerten im grossen vaterländischen krieg gegen die Nazi.

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Kommentar von marylinjackson
19.01.2016, 22:38

Zu 3.

Bei den Stalinschen "Säuberungen" gab es ähnlich hohe Opferzahlen wie beim Holocaust. Stalin unterschrieb selbst alle Todesurteile ("Im Kreml brennt noch Licht..")

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Das ideologische  "-ismus" ist wie ein Holzhammer, der auf die Menschen einschlägt bis sie parieren.

Die Einzelheiten des Stalinismus liest Du bei wikipedia.

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Stalinismus ist verschärfter Leninismus im permanenten Kriegszustand.

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Um vielleicht noch zu ergänzen , Stalin hat gegen "Antistalins" gehetzt und somit sich seine Gegner aus dem Weg geräumt und diese in Gulags gesteckt (Arbeits/Konzentrationslager) Er habe einen kleinen Schritt gemacht zur Gleichberechtigung von Mann und Frau sodass die Frau arbeiten durfte , im besten Fall konnte sie eine Hilfskraft besorgen die sich um Haushalt und Kinder kümmert , was sie sonst parallel zur Arbeit tun sollte . 

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Eine besondere Form des Sozialismus in der UDSSR mit positiven und negativen Seiten. Positiv waren  respektive Maßnahmen um aus den rückständigen Agrarland Russland ein Industriestaat zu machen. Anderseits wurden die Menschen Ideologisiert und wer sich nicht anpasste konnte schnell in einen sibirischen Arbeitslager sein. 

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Kommentar von marylinjackson
20.01.2016, 17:12

Holodomor oder der Mord durch Hunger 1932/33 in der Sowjetunion mit Millionen Tote

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Alles hat eine Ursache. Zur Vorgeschichte:

Wie wehrt sich der Imperialismus/Reichtum gegen die Kommunisten, der ihn bedroht?

Divide et impera. Wenn dein Gegner zu stark ist, spalte ihn. Unterstüzte den größten Streithammel deiner Gegner.

Marx und Lenin bekamen diese Unterstützung. Im "Manifest der Kommunistischen Partei" war dann auch "Jeder gegen Jeden" die Parole. Gegen Kirche, gegen Adel, sogar gegen andere Sozialisten, wenn diese nicht so blutrünstig und radikal genug waren und nicht sich brav unterordneten.

Später fuhrt dann Lenin mit einem Zug voller Gold nach Russland. Damit Waffen gekauft, die roten Kommunisten (die gewalttätigen) besiegen die weißen (die friedlichen). Die Saat ist gelegt.

In Deutschland liefs übrigens ähnlich. Die Saat der NSDAP wude gelegt durch die Freikorps, auch hier wurden radikale gekauft, um die gemäßigten Kommunisten zu besiegen. Später dann führten die deutschen und die russischen radikalen Sozialisten Weltkrieg gegeneinander.

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