Wie kann man das Verhalten seiner Mutter deuten?

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7 Antworten

Es könnte sich um einen Kontrollversuch handeln. Wenn sie das Kindergeld überweist, hat sie ihn immer in der Hand: Ich kann gerade nicht zur Bank, komm doch her und hilf mir; ich überweise dir immer das Kindergeld, da kannst du mich ja wohl am Wochenende besuchen/ zum Arzt fahren/ in den Urlaub begleiten etc.

Ich würde erst mal Funkstille halten und dann eine langsame Annäherung machen. Er hat sich jetzt abgenabelt, das muss sie erst mal verstehen; für sie ist das leichter, wenn sie jetzt erst mal ganz alleine ist - anfangs wird sie frustriert sein - und sich selbst ein Leben aufbaut, das nicht um ihren Sohn kreist. Dann kommt man auch wieder besser miteinander zurecht. Er kann danach ja fragen, ob sie mit ihrem Geld auskommt oder hin und wieder Unterstützung braucht, falls er besser mit seinem Geld auskommt.

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Kommentar von Tragosso
30.06.2016, 15:02

Das mal eben vorbeikommen geht glücklicherweise nicht, er ist in ein anderes Bundesland umgezogen und hat keinen Führerscheint. Mit dem Geld müssen wir auch zurechtkommen, deshalb sind wir ja auch auf das Kindergeld angewiesen (was ihm ja auch zusteht).

Aber sie hätte wohl damit Kontakt über Telefon erzwingen wollen, nehme ich an. Die beiden haben wie gesagt kein gutes Verhältnis, deshalb denke ich nicht, dass es zu einer Annäherungen kommen wird, wenn die Mutter sich jetzt gar nicht mehr meldet, das ging größtenteils von ihr aus, allerdings hält er das für vorgespieltes Interesse.

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Vielleicht war das Kindergeld das letzte Stück Kontrolle über deinen Freund.
Dass er eigenmächtige Entscheidungen trifft, wegzieht, etc....kränkt sie wahrscheinlich.

Sie muss sich jetzt entschuldigen.
Ansonsten würde ich keinen Kontakt mit ihr aufnehmen.

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Das sie sauer ist liegt wahrscheinlich daran das sie wegen der Insolvenz auf das Kiga Geld angewiesen war um über die Runden zu kommen.

Aber da dein Freund nicht mehr bei ihr lebt steht es ihm zu nicht ihr.

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Ich sage ihr habt alles richtig gemacht. Kindergeld gehört dem Kinde. Wer in Insolvens lebt, hat auch nur ein minimum an Lebenserhaltungskosten vom Staat zu erwarten und bekommt auch nur das. Alles was mehr erworben wird, wird eh abgezogen und geht in die Insolvenz. Dafür gibt es einen Insolvenzverwalter.

Also eure richtige Handlung war, dass Geld umleiten zu der Person, für den es gezahlt wird. Und im übrigen sind Kindergeld Steuergelder. Diese sind vom Staat und wer Schindluder treibt und die Gelder nicht für die Kinder ausgibt, macht sich strafbar und muss die Gelder dann eh zurückzahlen.

in diesem Sinne, macht euch einen Fetten mit den 198,- €.

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Da mein Freund und ich allerdings befürchteten, dass sie einen Teil
davon einbehalten würde oder versuchen würde ihn damit zu erpressen,
wollten wir uns auf diese Unsicherheit nicht verlassen und haben einen
Abzweigungsantrag gestellt, ohne es ihr vorher mitzuteilen

Das war in meinen Augen falsch und ich kann ihre Wut und Enttäuschung darüber vestehen. Es hinter ihrem Rücken zu machen, signalisierte ihr euer Misstrauen und die Unterstellung von böser Absicht.

Da Dein Freund sicher wissen wird, wieviel Kindergeld ihm zusteht -oder es in Erfahrung hätte bringen können bei der Behörde- hätte er es ohne Weiteres erstmal weiter über sie laufen lassen können. Wenn es dann Probleme gegeben hätte, hättet er ihr immer noch einen Abzweigungsantrag stellen können, UND es ihr vorher mitteilen mit Begründung.

Ein anderer Weg wäre gewesen diesen Antrag zu stellen,a ber auch darüber die Mutter vorher zu informieren.

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Kommentar von Tragosso
30.06.2016, 14:48

Warum hätte es über sie weiterlaufen sollen? Es steht ihr nicht zu und es war vorrauszusehen, dass sie damit etwas vorhat. Er kennt sie doch wohl gut genug um sie in der Hinsicht einschätzen zu können. Das Geld steht ihm definitiv zu, er lebt nicht mehr bei ihr.

Mal ganz davon abgesehen, dass er das Geld niemals bekommen hätte, wäre es weiter an sie gezahlt worden und sie hätte es nicht an ihn überwiesen. Es wurde ausgezahlt, ob er es bekommt liegt doch dann gar nicht mehr im Ermessen der Kindergeldkasse.

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Klingt ganz danach, als wenn Ihr mit euer Vermutung, dass Sie etwas abzweigen würde, nicht so ganz falsch liegt

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Kommentar von Tragosso
30.06.2016, 12:47

Er ist auch der Meinung, dass sie nur wollte, dass er dableibt, damit sie weiterhin sein Geld einbehalten kann.

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nun das verhalten der mutter ist völlig nachvollziehbar. statt mit ihr zu reden was er vor haben könnte, hat er unehrlich hinter ihrem rücken gehandelt.

unterhalt muss sie nicht für ihn zahlen, sie kann ihn in sein zimmer verweisen bis zum ende der ausbidlung. wenn er keine ausbildung oder schule besucht, stünde ihm kein unterhalt zu.

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Kommentar von Tragosso
30.06.2016, 15:09

Das ist so verallgemeinert falsch. Es stünde ihm Unterhalt zu, sie kann es nur eben nicht zahlen. Deshalb steht ihm Unterhalt seines Vaters und das Kindergeld zu. Er ist nicht verpflichtet bei ihr zu wohnen, er ist volljährig und bei mir eingezogen, was auch mit den Ämtern geklärt ist, somit ist das alles völlig rechtens.

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